Marktberichte

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Börse Tokio: Kurse in Japan legen kräftig zu

Am letzten Handelstag der Woche brummt es auf dem Börsenparkett in Tokio. Die Anleger lassen sich von der Hoffnung leiten, die USA könnten ihren Haushaltsstreit beenden. Auch der Yen-Kurs trägt zur guten Stimmung bei.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dpa
Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Quelle: dpa

TokioEin neuer Anlauf zur Beilegung des US-Haushaltsstreits hat am Freitag für Zuversicht an den Börsen Asiens gesorgt. In Japan trug vor allem die Aussicht auf geldpolitische Lockerungen nach dem jüngsten Regierungswechsel zur Fortsetzung der Kursrally bei. Der Yen blieb unter Druck und fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit weit mehr als zwei Jahren.

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Die US-Währung erreichte mit 86,64 Yen zwischenzeitlich den höchsten Kurs seit August 2010. Auch der Ölpreis zog an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte 39 Cent auf 111,19 Dollar. "Die US-Haushaltsklippe wird weiter die Ölpreise bestimmen, bis die Probleme gelöst sind", sagte Rohstoff-Analystin Natalie Rampono von ANZ in Melbourne.

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US-Präsident Barack Obama wird sich nach Angaben eines Sprechers an diesem Freitag mit vier Top-Politikern von Demokraten und Republikanern treffen, um bis zum Jahresende doch noch eine Einigung zu erreichen. Zuvor war bekanntgeworden, dass am Sonntag das US-Repräsentantenhaus zu einer Arbeitssitzung zusammenkommen wird. Die Nachricht hatte dazu geführt, dass die US-Börsen am Donnerstag im späten Handel einen Großteil ihrer Verluste wettmachten.

Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik mit Ausnahme Japans lag 0,5 Prozent im Plus. Das Börsenbarometer hat in diesem Jahr bereits 18,5 Prozent zugelegt - nach einem Rückgang von 18 Prozent 2011.

Konjunktur Industrieproduktion in Japan sackt ab

Die Produktion der japanischen Industrie gleicht einer Achterbahn.

Konjunktur: Japans Industrieproduktion sackt ab

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent höher auf 10.395 Punkten. Der Kursrückgang des Yen gab erneut Exportwerten Auftrieb. So legten Toyota, Honda, Canon und Nikon zwischen 1,1 und 2,3 Prozent zu. Aktien von Toshiba stiegen um fünf Prozent. Hintergrund war die Aussicht, das Unternehmen könne einen Teil seiner Beteiligung an der Atom-Sparte Westinghouse verkaufen.

Analysten gehen von weiteren Kursgewinnen des japanischen Aktienmarktes aus. Shun Maruyama von BNP Paribas erwartet den Nikkei in etwa einem Monat bei 11.000 Punkten. Der Index hat in den vergangenen sechseinhalb Wochen schon rund 20 Prozent zugelegt.

 

  • 28.12.2012, 10:10 Uhrhafnersp

    Man vergesse nicht bei einem Japaninvestment den Yen-Kurs zu berücksichtigen. Es "steigen" eben nicht nur die Exportwerte in Yen, sondern alle "Sachwerte" (wie Aktien gemeinhin betrachtet werden) einfach dadurch, daß ihr Wert gleich bleibt. Wenn der Yen fällt wie ein Stein und der Nikkei (in Yen gerechnet) steigt, dann bedeutet das nicht notwendigerweise ein gutes Investment für jemanden, der in Euro rechnet. Danke liebes Handelsblatt dafür, daß Ihr potentiellen deutschen Anlegern nicht durch die Erwähnung solcher Nebensächlichkeiten die (Kauf)Laune verderben wollt. Genau dafür brauchen wir ein Lifestyle-Magazin wie das HB, das aber seltsamerweise gerne eine seriöse Wirtschaftszeitung sein will!

  • 28.12.2012, 05:50 Uhrinvestmentlegende

    Der Nikkei notiert so hoch wie 84,hat sich seit Ende 89 fast geviertelt,das zur Einordnung.

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