Marktberichte

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Börse Tokio: Nikkei-Index schießt über 11.000 Punkte

Der Nikkei-Index setzt seine Gipfeljagd fort und schließt auf dem höchsten Stand seit 33 Monaten. In den nächsten Monaten gilt es, den Kurscrash des Jahres 2008 wett zu machen.

Gewinne werden auf einer Börsentafel in Tokio angezeigt. Quelle: AFP
Gewinne werden auf einer Börsentafel in Tokio angezeigt. Quelle: AFP

TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch gleich zwei wichtige Hürden im Sturm genommen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg erneut über die Marke von 11.000 Punkten und lag am Ende sogar über 11.100 Zählern.

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Zum Handelsende notierte der Nikkei-Index mit einem Aufschlag von 247,23 Punkten oder 2,28 Prozent. Er ging beim Stand von 11.113,95 Punkten aus dem Markt. Auch der breit gefasste Topix legte stark um 13,91 Punkte oder 1,51 Prozent auf 934,67 Zähler zu.

Die größten Börsenunternehmen der Welt (Stand März 2013)

  • Platz 10

    Chevron

    Marktkapitalisierung: 231 Milliarden Dollar

    Branche: Ölkonzern

  • Platz 9

    Nestle

    Marktkapitalisierung: 134 Milliarden Dollar

    Branche: Konsumgüter

  • Platz 8

    IBM

    Marktkapitalisierung: 138 Milliarden Dollar

    Branche: Technologie

  • Platz 7

    Microsoft

    Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

    Branche: Technologie

  • Platz 6

    General Electric

    Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

    Branche: Mischkonzern

  • Platz 5

    Wal-Mart

    Marktkapitalisierung: 247 Milliarden Dollar

    Branche: Handel

  • Platz 4

    PetroChina

    Marktkapitalisierung: 255 Milliarden Dollar

    Branche: Ölkonzern

  • Platz 3

    Berkshire Hathaway

    Marktkapitalisierung: 257 Milliarden Dollar

    Branche: Investment

  • Platz 2

    Exxon Mobil

    Marktkapitalisierung: 403 Milliarden Dollar

    Branche: Ölkonzern

  • Platz 1

    Apple

    Marktkapitalisierung: 415 Milliarden Dollar

    Branche: Technologie

  • Berechnung

    Der Börsenwert eines Unternehmens (Marktkapitalisierung) wird ermittelt indem man die Gesamtzahl der börsennotierten Aktien mit dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert. Aktien, die sich nicht im Streubesitz befinden werden dabei nicht berücksichtigt.

    Am Beispiel von Apple heißt dies: 938.649.000 Aktien sind im Umlauf, der Kurs der Aktie betrug zum Stichtag der Analyse 425 Dollar. Ergebnis: Ein Börsenwert von rund 398,9 Milliarden Dollar.

Die Rally ging erst nachmittags los. Der Index legte gegenüber dem Vormittagshandel ein weiteres Prozent zu. Damit erreichte der Markt das Niveau von Anfang 2010 und ist nun auf dem Weg den Kurssturz im Jahre 2008 wieder wett zu machen. Damals fiel der Nikkei-Index von 14.500 Zählern auf weniger als 8.000 Punkte.

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Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Australien, Shanghai und Hongkong verzeichneten Gewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,4 Prozent, zwischenzeitlich legte der Index sogar um 0,6 Prozent zu und kam damit in die Nähe eines 18-Monats-Hochs. Der australische Markt legte 0,2 Prozent zu und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Zugleich war es der zehnte Tag mit Aufschlägen in Folge - die längste Gewinnserie seit 2003.

Yen-Verfall: Wie tief sinkt Japans Währung noch?

  • Gradmesser

    Für die Aktienmärkte ist der Yen-Kurs gegenüber dem Dollar ein Gradmesser für die Abwertung der Landeswährung. 2012 fiel der Yen 15 Prozent gegenüber zehn großen Weltwährungen - so viel wie seit 1979 nicht mehr. Dies ergibt sich aus einem Bloomberg-Index.

  • Kurs

    Die Notierung erfolgt in Yen pro Dollar, etwa: 85 Yen. Wenn dieser Wert steigt, etwa auf 90 Yen, steigt der Wert der US-Währung, und es sinkt der Wert der japanischen Währung.

  • Neue Regierung

    Die neue japanische Regierung will die Konjunktur ankurbeln. Dafür nutzt sie alle Hebel. Einer davon ist auch die Schwächung der Währung. 2012 fiel der Yen um 11 Prozent gegenüber dem Dollar - so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr.

  • Fiskalpolitik

    Die japanische Regierung hat ein enormes Konjunkturpaket im Volumen von 20,2 Billionen Yen (173 Milliarden Euro) abgesegnet. Damit sollen unter anderem große öffentliche Bauprojekte im Nordosten des Landes finanziert werden. Rund 600.000 Arbeitsplätze verspricht sich Regierungschef Shinzo Abe davon.

  • Geldpolitik

    Ministerpräsidenten Shinzo Abe drängt die Notenbank, ihre Geldpolitik weiter zu lockern und so die Fiskalpolitik zu flankieren. Die Zeitung Nikkei zitierte Abe mit den Worten, Japan habe wegen des starken Yen seine Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Er wolle, dass die Notenbank sich auch für ein Maximum an Beschäftigung in Japan verantwortlich fühle.

  • Wirtschaft schrumpft

    Das Bruttoinlandsprodukt in Japan ist auf Jahresbasis im dritten Quartal um 3,5 Prozent geschrumpft. Ökonomen erwarten, dass es im vierten Quartal 2012 um 0,6 Prozent zurückgegangen ist.

  • Die Wende

    Für das erste Quartal 2013 erwarten Ökonomen wieder ein Wachstum von 1,6 Prozent in Japan.

  • Währungsverfall

    Die Konjunkturschwäche geht mit einem Wertverfall der Währung einher. Anfang 2013 liegt der Dollar gegenüber mit fast 90 Yen auf dem höchsten Niveau seit Juni 2010, also seit mehr als zweieinhalb Jahren. Gegenüber dem Euro markiert der Yen die niedrigsten Kurse seit Mai 2011, also seit mehr als anderthalb Jahren.

  • Yen-Prognosen

    Die Banken rechnen mit einer weiteren Abschwächung des Yen. Damit liegen sie auf einer Linie mit der Regierung, die genau dies fördern will durch ihre Fiskalpolitik.

  • Wo Banken den Yen sehen

    Morgan Stanley erklärte in einer Analyse, der Dollar könne gegenüber der japanischen Währung noch auf 100 Yen steigen in diesem Jahr. Societe Generale nennt ein Kursziel von 97 Yen bis Jahresende. Bisher ging die Bank von 87 Yen aus. Citibank glaubt, dass der Dollar bis Ende März auf 90 Yen steigt. Zuvor war die Bank von 87 Yen ausgegangen.

  • Welchen Yen-Kurs die Exporteure wünschen

    Die Exportwirtschaft verweist darauf, dass die japanische Währung noch immer 13 Prozent über seinem Zehnjahres-Durchschnitt liegt. Dieser liegt gegenüber dem Dollar bei 101 Yen. Die Industrie in Japan wünscht sich einen Dollarkurs zwischen 90 and 100 Yen. Das sagt, Hiroshi Tomono, Präsident von Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp.

  • Treiber für Export-Aktien

    Die fortgesetzte Yen-Abwertung gegenüber den großen Währungen der Welt hilft vor allem den japanischen Exporteuren. Deren Aktien profitieren daher regelmäßig besonders stark, wenn der Yen an Wert verliert.

  • Rekorde an der Börse

    Das Börsenbarometer Nikkei-Index marschiert im Januar von Rekord zu Rekord. Inzwischen liegen die Aktienkurse auf dem höchsten Niveau seit zwei Jahren.

     

Der japanische Markt wurde insbesondere von Softbank- und Yahoo-Japan-Papieren gestützt. Softbank-Anteilscheine profitierten vor allem von der Ankündigung des US-Bezahlsenders Dish Network, zumindest vorerst auf eine Klage gegen die geplante Beteiligung von Softbank am US-Telekomkonzern Sprint Nextel zu verzichten. Die Softbank-Aktie kletterte um 3,6 Prozent. Die Papiere von Yahoo Japan machten gar einen Kurssprung von gut 17 Prozent. Das Unternehmen hatte angekündigt, etwa 1,4 Prozent seiner Aktien zurückzukaufen.

Ungeachtet der Unternehmensbilanzen ist nach Ansicht von Analysten die Grundstimmung am Markt durch die sogenannten „Abenomics“ gekennzeichnet. In der Hoffnung, dass die Politik einer lockeren Geldpolitik und einer Schwächung des Yen von Ministerpräsident Shinzo Abe die Finanz- und Exportwerte stärkt, strömen seit Wochen Anleger auf den japanischen Markt. Seit Mitte November als der damalige Kandidat Abe eine massive Lockerung der Geldpolitik forderte, legte der Nikkei-Index um rund 26 Prozent zu.

Anlagestars 2012 Diese Fondsmanager schaffen Traumrenditen

Platz 20: Moritz Schildt und Claus Tumbrägel

Beide managen einen Euro-Rentenfonds, den NORDIX RENTEN PLUS (DE000A0YAEJ1).
Performance 2012: 23,60 Prozent
Fünfjahres-Performance: nicht verfügbar

Outperformance unter Euro-Rentenfonds: 15,35 Prozentpunkte

Einschätzung des Managements:
„In 2012 ist unsere Strategie aufgegangen: Wir waren davon überzeugt, dass die Kursabschläge auf Nachranganleihen großer Banken übertrieben sind – die Vorboten einer Überwindung der Euro-Krise, die systemische Relevanz des Bankensektors und schließlich auch der Anlagedruck großer Investoren haben sehr erfreuliche Kursgewinne ermöglicht.

Auch in 2013 werden wir unseren Kurs als „Bondpicker“ beibehalten und unterbewertete Anleihen suchen: Wir sehen unverändert Chancen bei Nachranganleihen aus dem Finanzsektor und finden immer wieder interessante Einstiegsmöglichkeiten bei Emissionen, die kleinere Volumina haben oder zum Beispiel wegen eines Kündigungsrechtes oder eines strukturierten Kupons von anderen Fonds vernachlässigt werden. Um auf dem aktuellen Zinsniveau noch eine Überrendite erzielen zu können, muss man bereit sein, sich auch mit Spezialitäten unter den Anleihen zu beschäftigen und auch einmal den Prospekt genau lesen.

Die 2012er Performance von mehr als 20 Prozent werden wir im aktuellen Marktumfeld schwerlich wiederholen können – Das Renditeziel bleibt aber bei 7% und wir werden dieses Ziel auch in 2013 mit Direktinvestments in interessante Euro-Anleihen verfolgen - ohne Einsatz von Leverage, ohne Fremdwährungswetten, ohne Hedging und ohne Beimischung von Schwellenländerrisiken.“           

Datenquelle für die Performance: Feri EuroRating Services AG, eigene Berechnungen

Die Vorgaben aus Amerika sind positiv.

In Südkorea gehörte Chiphersteller SK Hynix zu den gefragtesten Werten. Das Papier stieg um 0,6 Prozent, nachdem SK Hynix im abgelaufenen Quartal wieder in die Gewinnzone zurückfand.

  • 30.01.2013, 07:28 Uhrinvestmentlegende

    Für den Langfristanleger wichtig zu wissen:Der Nikkei225 kommt von fast 39000 in 1989 und steht jetzt wieder so hoch wie im April 1984.
    Zeitlich isolierte Betrachtungsabschnitte des HB können das nicht übertünchen.

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