Marktberichte

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Dax-Ausblick: Die Korrektur ist gefährlich nah

Dem Dax geht die Puste aus. Die Bilanzsaison liefert kaum erfreuliche Impulse und die Schuldenkrise bleibt eine Dauerbelastung. Nur bei den Konjunkturdaten könnte es Lichtblicke geben.

Die Dax-Tafel in Frankfurt: Kommt die Korrektur? Quelle: dapd
Die Dax-Tafel in Frankfurt: Kommt die Korrektur? Quelle: dapd

DüsseldorfWenn es nichts neues von der Schuldenkrise gibt, dann schauen Investoren auf Konjunkturdaten. Auf jeden Fall lassen beide Themen die Anleger auch in der kommenden Woche nicht los. Analysten sehen daher kaum Chancen für Kursgewinne im Dax. Die Korrekturgefahr sei weiterhin groß, prognostizierten die Experten der Landesbank Berlin. An den vergangenen fünf Handelstagen hatten die trüben Perspektiven für die Weltwirtschaft sowie der durchwachsene Start der US-Bilanzsaison den deutschen Leitindex knapp zwei Prozent ins Minus gedrückt.

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US-Bilanzsaison läuft auf Hochtouren

Während die Bilanzsaison hierzulande noch auf sich warten lässt, nimmt sie in den USA in den kommenden Tagen bereits deutlich an Fahrt auf. So lassen sich unter anderem die US-Banken Citigroup (Montag) und Goldman Sachs (Dienstag) in ihre Bücher gucken. Auch Großkonzerne wie Intel, IBM (Dienstag) oder Microsoft (Donnerstag) legen ihre Zahlen vor. „Insgesamt müssen wir sicher noch mit der ein oder anderen Enttäuschung rechnen“, sagt Jörg Rahn, Marktstratege bei Marcard, Stein & Co.

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Ein schwacher Start heißt allerdings noch nicht viel, so die Analysten vom Helaba Research-Team. „Die Tendenz kann sich durchaus noch ändern, wie die Historie seit 2000 belegt: So erhöhte sich der Anteil positiver Gewinnüberraschungen nach einem schwachen Start um durchschnittlich vier Prozentpunkte. Im Falle eines sehr günstigen Beginns senkte sich der Anteil positiver Überraschungen um vier Prozentpunkte ab.“

Die Enttäuschung blieb jedenfalls bei JP Morgan Chase am Freitag aus. Die US-Bank übertraf mit ihrer Bilanz die Erwartungen der Wall Street. Die Aktie sprang nach oben. Auch die Großbank Wells Fargo überraschte mit einem Gewinnsprung.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

  • Baader Bank

    Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

    Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

  • Bank Julius Bär

    Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

  • Bank Sarasin

    Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • Bankhaus Lampe

    Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

  • Bayerische Landesbank

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

  • Berenberg Bank

    Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

  • Bethmann Bank

    Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • BHF-Bank

    Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • BNP Paribas

    Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

  • Citi

    Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

  • Commerzbank

    Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • DekaBank

    Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

  • Deutsche Bank

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • DZ Bank

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

  • Ellwanger & Geiger

    Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

  • Fürst Fugger Privatbank

    Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

  • Haspa

    Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • Hauck & Aufhäuser

    Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • Helaba

    Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

  • HSBC Trinkaus

    Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

  • JP Morgan

    Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

  • LBBW

    Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • M.M.WArburg & Co.

    Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • National Bank

    Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • Natixis

    Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • Nomura

    Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

  • NordLB

    Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • Postbank

    Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • Royal Bank of Scotland

    Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

  • Santander Cons. Bank

    Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

  • Société Générale

    Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • Syz & Co.

    Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • UBS

    Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

  • VP Bank

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

  • West LB

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

  • WGZ-Bank

    Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

Konjunkturdaten lassen hoffen

Die US-Konjunkturdaten dürften nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Christoph Balz dagegen etwas Erleichterung mit sich bringen. „Die anstehenden Indikatoren für September und Oktober sollten nach oben deuten und damit bestätigen, dass sich die moderate Erholung fortsetzt", schrieb er in einem Kommentar. Balz rechnet sowohl bei den Einzelhandelsumsätzen (Montag) wie auch bei der Industrieproduktion (Dienstag) mit einem Anstieg.

Wie es um die deutsche Konjunktur bestellt ist, sollte der ZEW-Index am Dienstag zeigen: Reuters-Analysten gehen im Schnitt mit einer leichten Verbesserung auf minus 15 Punkte aus - nach minus 18,2 Zählern im September.

Die Geldspritzen wirken - aber wie lange?

„Für die meisten Marktteilnehmer scheint die Politik der Notenbanken eine Art Vollkaskoversicherung zu sein: Assets werden zum Teil ohne Berücksichtigung des Preis-/Wertverhältnisses gekauft“, wundern sich die Analysten der DZ Bank in ihrer Studie vom Freitag. Anleger, die noch unterinvestiert waren scheinen nachzukaufen und so den Markt zu stützen. Die Analysten der DZ Bank sehen in den Geldspritzen der Notenbanken lediglich kurzfristige Lösungen. „Die Stimmung steigt und die Renditen sinken. Es bleibt aber unklar, welche Auswirkungen die ultraexpansive Geldpolitik auf Wirtschaft und Investoren haben wird. Längerfristig bauen sich erhebliche Ungleichgewichte auf, der Keim für zukünftige Inflation ist gelegt.“

  • 14.10.2012, 10:25 Uhrstatesman

    Der Crash kommt.

    Aber vorher werden noch die letzten Ahnungslosen geködert mit dem Hinweis, Aktien wären z.Zt. wahre Schnäppchen.

    Hat man genügend Ahnungslose, werden im Hochfrequenzhandel die "Schnäppchen" mit Überlichtgeschwindigkeit verkauft.

    Vorher gibts aber noch die Eingeweihten, die sich mit Short-Positionen bis an die Halskrause eindecken.

    Solange diese an Insiderhandel und Betrug grenzenden Machenschaften vom Gesetz geduldet werden, sollte der Nicht-Profi keine Aktien kaufen.

    Mit Edelmetallen hätte man sowieso mehr verdient.

  • 14.10.2012, 10:10 Uhrr-tiroch@t-online.de

    der Knall wird schon lange erwartet in der Hoffnung, dass vorher noch viele kleinanleger daherkommen. die wurden aber schlauer inzwischen.

  • 13.10.2012, 19:38 UhrMary

    völlig richtig, Marktbeobachter: Und mehr Eigenverantwortung und mehr Balnce und den Umverteilungsquotienten berechen und bloß keine grüne oder rote Mathematik und bloß keine schwarze Zögerlichkeit und bloß auf der gelben Hut sein und keine deutsche Hysterie oder Shitstorm wegen Europa und immer schön die KGV´s anpassen und immer schön die Branchen und die Gewinn-und Verlustrechnung lesen, aber sofort das Gegenteil behaupten wenn´S lobbyistisch, einseitig und undemokraTisch wird
    Ich wünsche ein gutee Wochenende

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