Marktberichte

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Dax-Ausblick: Ein Fest der steigenden Kurse

Nach Meinung von Analysten könnte die Adventszeit zu einem kleinen Börsenfest werden. Es gibt Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft, ein neues Jahreshoch ist nicht weit. Doch es gibt ein großes Sorgenkind.

Ein Händler an der Frankfurter Börse. Investoren werden mutiger. Quelle: SAP/dpa
Ein Händler an der Frankfurter Börse. Investoren werden mutiger. Quelle: SAP/dpa

DüsseldorfDie Adventszeit kann nach Ansicht einiger Analysten nicht nur zu einem Fest der Sinne, sondern auch zu einem kleinen Börsenfest werden. Notenbanksitzungen, wichtige Konjunkturdaten sowie der US-Arbeitsmarktbericht versprächen Auftrieb für den Aktienmarkt in der kommenden Woche, da sich die Zeichen einer Erholung der Wirtschaft verdichteten.

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„Die Stimmung derzeit ist positiv, und die Risikobereitschaft der Anleger steigt“, sagt Marktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. „Wenn die Daten und der US-Arbeitsmarktbericht nicht enttäuschen, dann kann das dem Markt für den gesamten Dezember einen Kick geben, so dass auch neue Hochs drin sind.“

Ende der vergangenen Woche hatte sich der Dax seinem Jahreshoch von 7.7478 Punkten genähert und auf Wochensicht rund 1,6 Prozent zugelegt.

Konjunkturindikatoren

  • ifo-Index

    Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

  • ZEW-Konjunkturerwartungen

    Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

  • Einkaufsmanagerindex

    Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

  • Baltic Dry Index (BDI)

    Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

  • GfK-Konsumklima

    Der GfK-Konsumklimaindex soll die Konsumneigung der Privathaushalte abbilden. Hierfür befragt das Institut monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Personen über ihr Anschaffungs- und Sparneigung auf Sicht von 12 Monaten sowie über ihre Erwartungen zur Gesamtwirtschaftlichen Situation.

  • Geldmenge M1

    Das Geldmengenaggregat M1 umfasst den Bargeldumlauf und Sichteinlagen (jederzeit verfügbare Einlagen, zum Beispiel auf Girokonten). Sie ist ein Indikator für die Transaktionshäufigkeit in einer Volkswirtschaft. Steigt die Geldmenge M1, so wird in der Regel auch mehr gekauft.

  • Handelsblatt Prognosebörse

    Auf der Handelsblatt Prognosebörse handeln Teilnehmer ihre Erwartungen über die Entwicklung von sechs Konjunkturindikatoren - Bruttoinlandsprodukt, Inflationsrate, Arbeitslosenzahl, Exporte, Bruttoanlageinvestitionen und ifo-Index - über virtuelle Aktien. Der Ansatz stützt sich nicht auf das Wissen einzelner Experten, sondern auf das gesammelte Wissen aller Teilnehmer. Jeder Interessierte kann kostenlos ein Konto eröffnen und von dort Konjunkturindikatoren als Aktien handeln: Je nach seinen persönlichen Erwartungen über die Entwicklung eines Indikators, kauft oder verkauft er Aktien.

Konsumdaten bleiben interessant

Diesseits und jenseits des Atlantiks geben die Einkaufsmanagerindizes in der neuen Woche Auskunft über die Wirtschaftslage. Auch der am Sonntag zur Veröffentlichung anstehende Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China dürfte Beachtung finden.

Hierzulande werden am Donnerstag zudem die Auftragseingänge für die Industrie vom Oktober veröffentlicht. „Die ISM-Einkaufsmanagerindizes in den USA werden vermutlich leicht nachgeben, in Deutschland sollten sich die Auftragseingänge spürbar erholen“, sagt Analyst Christian Apelt von der Helaba. Neuen Anlass für ein Krisenszenario dürften die Daten nicht liefern, sind sich Experten einig.

  • 02.12.2012, 10:03 UhrCarlovitch

    Auf der sinkenden Titanic spielte auch noch das Orchester.

  • 02.12.2012, 09:21 UhrX_TRADER

    Zumal auch alle technischen Indikatoren einen kleinen kurzfristigen Rücksetzer (Luftholen vorm finalen Run) von zumindest mal 100 bis 200 Punkten anzeigen. Also mutige vor .....

  • 02.12.2012, 09:14 UhrX_TRADER

    Zumal auch alle technischen Indikatoren einen kleinen kurzfristigen Rücksetzer von zumindest mal 100 bis 200 Punkten anzeigen. Also mutige vor .....

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