Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geht davon aus, dass Aktien nach dem überdurchschnittlich guten Jahresstart zunächst etwas die Puste ausgehen könnte. Der Dax hatte im Januar in der Spitze um mehr als drei Prozent angezogen und Ende des Monats bei 7871,79 Punkten den höchsten Stand des laufenden Jahres erreicht. Bis zum Rekordhoch aus dem Jahr 2007 bei 8151,57 Punkten fehlten nur noch gut drei Prozent.
Nach seiner jüngsten Rally aber zeige der Dax auf kurze Sicht Überhitzungserscheinungen, so der Helaba-Experte weiter. Insgesamt bleibe er positiv gestimmt: „Eine Konsolidierung ist nun durchaus gesund und der geldpolitische Rückenwind spricht mittelfristig für weiter steigende Kurse.“
Hintergrund ist die Aussage des Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, alles Notwendige tun zu wollen, um den Euro zu erhalten. Seit dieser Ankündigung Ende Juli hat der deutsche Leitindex sechs Monate in Folge zugelegt.
Platz 30: Eon
Auch in einem guten Börsenjahr können Anleger verlieren – zum Beispiel mit der Aktie von Eon. Der Kurs des Stromkonzerns fiel um 15,5 Prozent: Schon im Jahr davor gehörten die Eon-Aktien zu den schwächsten.
Platz 29: Deutsche Telekom
Unter dem Strich stand ein Minus von drei Prozent. Die Dividende sinkt.
Platz 28: Fresenius Medical Care
Der Dialysekonzern fällt mit einem kleinen Minus (-0,4 Prozent) im Dax deutlich zurück. In den USA droht bei Dialyselösungen eine Sammelklage.
Platz 27: Thyssen-Krupp
Auf Jahressicht lagen die Aktien von Thyssen-Krupp nur hauchdünn im Plus (+ 0,2 Prozent). In den vergangenen drei Jahren verloren die Papiere knapp 30 Prozent an Wert. Der Konzern steckt tief in der Krise.
Platz 26: K+S
K+S leidet unter niedrigen Preisen für seine Kali-Düngemittel. Die Aktie machte eine wahre Achterbahnfahrt durch.
Platz 25: Infineon
Wegen der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ist der Gewinn von Infineon eingebrochen. Der Konzern reagierte und setzte Kurzarbeit ein.
Platz 24: Deutsche Börse
Für die Deutsche Börse wirkte die gescheiterte Super-Fusion mit der Nyse im Jahr 2012 immer noch nach. Die Aktie der Deutschen Börse hat 2012 sieben Prozent zugelegt.
Platz 23: Commerzbank
Die Aktien konnten 2012 gerade mal um zehn Prozent steigen. Vor dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 kostete die Aktie des zweitgrößten deutschen Bankhauses noch rund 30 Euro, heute gerade mal 1,44 Euro.
Platz 22: Siemens
Siemens verdient gut und spart. Auf Jahressicht reicht es aber nur zu einem Plus von 11,2 Prozent.
Platz 21: Deutsche Bank
11,9 Prozent im Plus. Bei der Jahresendrally wurde die Aktie ausgelassen.
Platz 20: Linde
Mit einem Plus von 14,8 Prozent schneidet Linde deutlich schwächer ab als der Dax. In den kommenden Jahren wird vor allem gespart.
Platz 19: RWE
Die Energiewende trifft RWE hart. Die Aktie legte dennoch seit Jahresbeginn 2012 um 15,1 Prozent zu - deutlich besser als Konkurrent Eon.
atz 18: Daimler
Im Oktober enttäuschte Daimler und schickte die Aktie damit auf Talfahrt. Auf Jahressicht hat die Aktie um 21,8 Prozent zugelegt.
Platz 17: Fresenius
Die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius ist 2012 um 21,9 Prozent gestiegen. Im Jahr seines 100-jährigen Bestehens feierte das Unternehmen Rekorde.
Platz 16: Merck
Merck blickt auf ein durchwachsenes Jahr zurück. Die Aktionäre vertrauten dem Unternehmen trotzdem. In 2012 stieg der Aktienkurs um 29,6 Prozent.
Platz 15: BASF
2012 war das Jahr des Umbaus bei BASF. Die Aktie des Chemiekonzerns hat 32 Prozent zugelegt. Auf Drei-Jahres-Sicht steht sogar ein Plus von mehr als 60 Prozent zu Buche. BASF gehört zu den Konzernen, die Anlegern konstant satte Dividenden auszahlen.
Platz 14: Adidas
Die Aktie des Sportartikelherstellers kann ein stolzes Jahresplus von 34 Prozent vorweisen. Seit 2009 hat sie fast 150 Prozent zugelegt.
Platz 13: Henkel
Die Aktionäre dürfen mit einem Plus von 39,5 Prozent zufrieden sein. Die Aktie kostet mit mehr als 60 Euro so viel wie nie. Im Jahr 2009 gab es die Anteilsscheine noch für unter 20 Euro.
Der Logistikkonzern ist nach Ansicht von Analysten hervorragend aufgestellt, besonders im Expressgeschäft. Die Entwicklung der Aktie spiegelt das wider: Anleger freuen sich über ein Plus von 39,7 Prozent im Jahr 2012. Der Durchschnitt der Analysten prognostiziert bis 2015 ein jährliches Gewinnwachstum von rund zehn Prozent.
Dass in Europa wegen der Euro-Krise weniger gebaut wurde, hat den Baustoffkonzern belastet. Dank seines Sparkurses sowie Preiserhöhungen in absatzstarken Märkten wie Nordamerika steigerte das Unternehmen trotzdem seinen Gewinn. Auch die Aktie schnitt mit einem Plus von 39,8 Prozent über dem Dax-Durchschnitt ab.
Die Aktie des Autobauers hat 2012 um 40,9 Prozent zugelegt. Wer die Aktie länger hält, darf sich besonders freuen. In den vergangen drei Jahren hat sich der Wert der Aktie um mehr als 120 Prozent gesteigert.
Der Nivea-Hersteller entwickelt sich erstaunlich: Ohne große Rücksetzer ist das Papier durch 2012 gerauscht und kann ein Jahresplus von rund 41,2 Prozent vorweisen.
Europas größter Versicherungskonzern hatte in diesem Jahr, wie fast alle Vermögensverwalter, mit sinkenden Zinsen zu kämpfen. Die Allianz-Aktie hat sich von ihrem Einbruch in den Jahren 2007/2008 noch nicht erholt, konnte aber deutlich aufholen. 2012 steht ein Plus von 41,8 Prozent zu Buche. Auf Fünf-Jahres-Sicht weist sie allerdings ein Minus von fast 30 Prozent auf.
Trotz des Hurrikans Sandy rechnet das Unternehmen 2012 mit einen Gewinn von rund drei Milliarden Euro. Das wären 500 Millionen mehr als Anfang des Jahres geplant. Aktionäre freuen sich über ein Plus von 43,5 Prozent. Die Dividende für 2012 soll oberhalb des Vorjahresniveaus von 6,25 Euro je Anteilsschein liegen.
Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern gab seine Pläne zur Übernahme des US-Vitaminherstellers Schiff Nutrition auf – Aktionäre waren davon nicht enttäuscht. Die Bayer-Aktie hat 45,5 Prozent an Wert gewonnen.
Für den Walldorfer Softwarekonzern geht ein Rekordjahr zu Ende. Auch wenn es nicht unter die Top Drei der Dax-Werte reicht, ist der Wertzuwachs der Aktie mit knapp 46 Prozent beachtlich. In den vergangenen drei Jahren machten Aktionäre einen Schnitt von 83 Prozent.
Volkswagen: Die Vorzugsaktien legten 48,7 Prozent zu. Die Papiere pendelten zwischen 114 und 174 Euro. Besondere Kurspflege gab es von einem Gericht in den USA. Ein New Yorker Berufungsgericht wies die Klage von 26 Hedge-Fonds gegen Porsche zurück. Ein wichtiger Teilerfolg, denn die Kläger werfen dem Unternehmen Betrug und ungerechtfertigte Bereicherung im Zusammenhang mit den Transaktionen mit Volkswagen-Aktien im Jahr 2008 vor. Die Hedge-Fonds sprechen insgesamt von einem Schaden in Höhe von mehr als 1,4 Milliarden Dollar. VW-Aktien stürmten daraufhin an die Spitze des Dax.
Lufthansa: Während Air Berlin über den unfertigen Hauptstadtflughafen klagt, kann Lufthansa im Dax glänzen. Die Aktie der größten deutschen Fluglinie kann ein stolzes Kursplus von 55 Prozent vorweisen. Eines der größten Probleme ist die hohe Tankrechnung der Gruppe. Das Sparprogramm soll helfen diese auszugleichen.
Lanxess: Stolze 65,7 Prozent hat die Aktie des Dax-Neulings 2012 zugelegt. Lanxess wird wegen der Autokrise etwas vorsichtiger. Die Autohersteller sind wichtige Kunden, deswegen schlägt sich die Krise der Branche auf die Zahlen des Chemiekonzern nieder.
Continental: Die Aktie schaffte nicht nur das zweite Comeback in den Dax (was bisher keinem Unternehmen gelang), sondern setzte sich auch noch an seine Spitze. Mit einem Kursplus von 82 Prozent ist die Continental-Aktie der beste Dax-Wert auf Jahressicht. Dabei hatte die Aktie, bevor sie in den Dax kam, bereits eine Rally von 180 Prozent hinter sich. Das traditionelle Reifengeschäft läuft beim Autozulieferer Continental weiter auf vollen Touren.
Ob zumindest die Wirtschaft des Währungsraumes wieder Tritt fasst, könnten die Daten zur Industrieproduktion am Mittwoch zeigen. Aus den USA stehen in der kommenden Woche nur wenige Konjunkturdaten an. Lediglich am Freitag könnte mehr Bewegung in den Markt kommen, wenn Zahlen zur Industrieproduktion in der weltgrößten Volkswirtschaft sowie der Empire-State-Index und das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen präsentiert werden.
Das große Bild in den USA bleibt ebenfalls spannend. Zumal die Diskussionen um den US-Haushalt wieder zunehmen dürften. „Das politische Grundrauschen dürfte wieder zunehmen“, schrieb Robert Halver von der Baader Bank in seinem Wochenkommentar.
Delta Lloyd
Otte: sehr günstige holländische Versicherung mit wenig Exposure in Südeuropa.
Alcatel-Lucent
Otte: spottbillig; allerdings muss sich das Unternehmen fangen. 100 - 200 Prozent Potential.
Fuchs Petrolub
Otte: Fair bewertet mit Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15; aber sehr gutes Unternehmen. Langfristige Renditeerwartung: + 10%
Salzgitter
Otte: Zykliker und damit sehr anfällig bei Konjunkturschwankungen. Dank der Cash-Reserven aber extrem günstig.
Novartis
Otte: Sichere Aktie, moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis (11), großzügige Dividendenrendite (4%).
Energias des Portugal
Otte: Kurs bei knapp zwei Euro. Im Bieterverfahren Ende letzten Jahres hat das chinesische Unternehmen Three Gorges 3,45 Euro je Aktie bezahlt. Insgesamt haben die Chinesen sich 21 Prozent der Anteile gesichert.
Berkshire Hathaway
Otte: Dank eines Rückkaufangebots Buffetts lediglich knapp über Buchwertgehandelt. Potential 30 Prozent. Festgeldersatz
Enel
Otte: breit aufgestellter Versorger, spottbillig wie der Italienische Markt.
OMV
Otte: Unter Buchwert gehandelt, KGV bei sechs, Dividendenrendite 4,5 Prozent.
Nestlé
Otte: sicherste Aktie der Welt, derzeit fair bewertet.
Auf Unternehmensseite stehen in der neuen Woche nur wenige Bilanzen aus der ersten Börsenliga an. Im Fokus der Anleger dürfte unter anderem die Bilanzpressekonferenz der Commerzbank am Freitag stehen. Das Geldhaus hatte zuletzt seine Aktie mit der Verkündung eines 700 Millionen Euro schweren Verlusts im vierten Quartal auf Talfahrt geschickt. Mit einem Minus von acht Prozent hat die Commerzbank in der alten Woche so viel verloren wie kein anderer Dax-Wert.
Zudem legen noch andere Großbanken aus dem Ausland ihre Zahlen vor: Barclays präsentiert sein Ergebnis am Dienstag, Societe Generale am Mittwoch und BNP Paribas am Donnerstag.
General Electric
Marktkapitalisierung: 233.63 Milliarden Dollar
Branche: Mischkonzern
Johnson & Johnson
Marktkapitalisierung: 231,38 Milliarden Dollar
Branche: Pharma
PetroChina
Marktkapitalisierung: 231,76 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Chevron
Marktkapitalisierung: 232,52 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Walmart
Marktkapitalisierung: 261,44 Milliarden Dollar
Branche: Einzelhandel
Microsoft
Marktkapitalisierung: 263,64 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Berkshire Hathaway
Marktkapitalisierung: 264,99 Milliarden Dollar
Branche: Beteiligungsgesellschaft
Marktkapitalisierung: 265,89 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Apple
Marktkapitalisierung: 388,44 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Exxon Mobil
Marktkapitalisierung: 393,61 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Der Börsenwert eines Unternehmens (Marktkapitalisierung) wird ermittelt indem man die Gesamtzahl der börsennotierten Aktien mit dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert. Aktien, die sich nicht im Streubesitz befinden werden dabei nicht berücksichtigt.
Am Beispiel von Apple heißt dies: 939.058.000 Aktien sind im Umlauf, der Kurs der Aktie betrug zum Stichtag der Analyse 413 Dollar. Ergebnis: Ein Börsenwert von rund 388 Milliarden Dollar.
Daneben dürften die Zahlen von ThyssenKrupp am Dienstag die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der zuletzt von Skandalen und Verlusten erschütterte Stahlkonzern kündigte am Freitag an, Tausende Stellen zu streichen.
Aus der zweiten deutschen Börsenliga veröffentlichen unter anderem Bilfinger (Montag), Tui (Mittwoch) sowie Aurubis, Gerresheimer und Puma (jeweils am Donnerstag) ihre Bilanzen.

Ja das ist wieder eine Top Meldung,warum auch erst die Korrektur abwarten wo die Kurse günstiger wären,denn die kommt unweigerlich.
Also das ist wieder typisch "Handelsblatt" egal hauptsache positiv..

Andere Zeitreihe. Anfang des Jahrtausends = 1.1.2000. Mit Dividenden.
Dow Schluss 1999 16118,16. Dow Schluss 2012 24987,40.
+55%.
Dax Schluss 1999 6958,14. Dax Schluss 2012 7612,39. +9,4%
EUR/USD Schluss 1999 1,005. EUR/USD Schluss 2012 1,319. WK-Effekt -31,2%.
Gleicher Zeitraum ohne Dividenden:
Dax 4161,30/5409,33
Dow 13104,1/11497,12
Schönen Sonntag noch.

Mal zur Abwechslung ein Stimmungsbild aus Übersee...(Interview auf CNBC)
"Everyone wants this correction to happen, which is really interesting," said Josh Brown, an investment adviser with Fusion Analytics on CNBC this week. "Even the perma-bulls are begging for this correction because nobody's long enough if we're going to continue to go up as we have in January."
Ist doch klar, dass jetzt ein guter Zeitpunkt zum Kassemachen gekommen ist. Viele Kleininvestoren sind noch schnell aufgesprungen und haben die letzten 100-200 Punkte nach oben verursacht und jetzt kann man schön raus. Im März/April nachdem wir knapp 5-6% tiefer stehen, geht das Spiel dann wieder von vorne los.






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