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Dax-Schlussbericht: Dax schließt auf höchstem Stand seit sechs Monaten

Die siebte Gewinnwoche in Folge hat der Dax nun geschafft. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex schon mehr als 14 Prozent zugelegt. Den entscheidenden 100-Punkte-Impuls gaben heute die US-Jobdaten.

FrankfurtDer Handel stand heute ganz im Zeichen des US-Arbeitsmarktberichtes, der um14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht wurde und alle Erwartungen übertraf. Der Dax sprang nach Bekanntgabe der positiven Jobdaten 100 Punkte nach oben und schloss schließlich 1,7 Prozent höher bei 6.766 Punkten – dem höchsten Stand seit Anfang August 2011. Damit hat der Dax seine siebte Gewinnwoche in Folge hingelegt. Auf Wochensicht steht ein Plus von 3,9 Prozent und mehr als 200 Punkte zu Buche. Seit Jahresbeginn hat er schon mehr als 14 Prozent zugelegt.

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Die Lage am US-Arbeitsmarkt überraschte die Anleger heute positiv. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 243.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Es ist das größte Plus seit April. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich einen Anstieg von 150.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 8,3 von 8,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2009. „Das sind ohne Zweifel positive Daten“, sagte Analyst David Sloan von IFR Economics. Die US-Börsen öffneten daraufhin mit hohen Gewinnen.

Der Stellenaufbau zeige, dass die US-Wirtschaft auf dem richtigen Weg sei, sagte Brian Dolan, Marktstratege bei Forex.com. Gleichzeitig sinke damit die Wahrscheinlichkeit auf ein drittes Anleihe-Ankaufprogramm (QE3) der US-Notenbank Fed. „Das ist auch der Grund, warum der Euro zunächst gestiegen ist, aber nun wieder abbröckelt. Die Möglichkeit von QE3 wird nun wohl ins zweite Halbjahr verschoben.“

Griechenlands Schulden-Poker geht in die Verlängerung
Das Ringen um ein umfassendes Hilfspaket für Griechenland wird sich weiter hinziehen. Hoffnungen auf einen schnellen Abschluss der Gespräche über einen massiven Forderungsverzicht der privaten Gläubiger des Landes erhielten am Freitag einen Dämpfer. Ein bereits angekündigtes Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am Montag findet vorerst nicht statt, wie Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Vorher kursierten noch Gerüchte über eine baldige Einigung. Diese Gerüchte ließen Finanzwerte europaweit steigen.

Gewinner der Woche (HDax)

Die Titel von Münchener Rück gehörten mit einem Plus von 2,75 Prozent zu den besten Dax-Werten. Händler begründeten das Plus mit positiven Analystenkommentaren in Reaktion auf die am Vortag vorgelegten Zahlen. Außerdem will das Unternehmen seinen Aktionären eine satte Dividende von 6,25 Euro pro Aktie auszahlen.

Finanzwerte waren im Tageshandel gefragt, weil Investoren von einer baldigen Entscheidung bei Griechenlands Verhandlungen mit seinen Gläubigern ausgingen. Diese Hoffnungen bekamen einen Dämpfer und die Finanztitel gaben ihre hohen Gewinne ab. Sogar die Aktien des Branchenprimus Deutsche Bank verbuchten nur ein leichtes Plus, weil die miserable Bilanz von gestern noch belastete. Die Aktie schloss 0,4 Prozent höher.

  • 04.02.2012, 02:24 UhrAnonymer Benutzer: Orthograph

    Das Präteritum von "heben" lautet "hoben", nicht "hebten"...

    -> in der (Zwischen-) überschrift sehr peinlich...

  • 03.02.2012, 17:33 UhrRon777

    Um Himmels Willen! Analysten, die wie das Schneiderlein aus dem Märchen ihren eigenen Lügen glauben schenken und in Jubel der Masse der Leichtgläubigen nachrennen. Die Wahrheit über die Arbeitsmarktverhältnisse in den USA sieht leider ganz anders aus. Auch im Januar sank die Zahl der Beschäftigten und makierte einen neuen Tiefsstand seit Jahrzehnten. Der statistische Trick, um die Arbeitslosenzahlen fast schon unverschämt ungeniert nach unten zu manipulieren, ist die Herausrechnung von Millionen von Personen, die dem Arbeitsmarkt angeblich nicht mehr zur Verfügung stehen. Hier gab es einen Anstieg von über einer Million (!) Personen im Vergleich zum Vormonat bzw. weit über 2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Angeblich stehen damit in den USA fast 90 Millionen Arbeitnehmer nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, obwohl sie eigentlich Arbeit suchen...

  • 03.02.2012, 16:07 UhrHerrW

    Soweit ich weiß hat die Reise nicht viel gebracht. China denkt halt nach und "überlegt es sich nochmal."

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