Angesichts der sich dem Ende zuneigenden Bilanzsaison rücken verstärkt Konjunkturdaten in den Fokus. Statistiken aus den USA dürften daraufhin abgeklopft werden, ob sich die zuletzt positiven Signale als nachhaltig erweisen. Kapitalmarktanalyst Stefan Scheurer von Allianz Global Investors geht davon aus, dass der Index der Notenbank von Richmond zum verarbeitenden Gewerbe (Dienstag) das Bild einer sich erholenden Wirtschaft belegen wird. Auch die Lage am Wohnungsmarkt (Daten am Dienstag und Donnerstag) werde sich wohl weiter verbessern. Der unter anderem durch gestiegene Immobilienpreise erreichte Vermögenszuwachs dürfte sich in einem verbesserten Konsumentenvertrauen (Dienstag) widerspiegeln, so Scheurer.
Für die Euro-Zone stehen unter anderem Statistiken zum Wirtschaftsvertrauen (Donnerstag) und zum Arbeitsmarkt (Freitag) an. Die Job-Daten werden wohl die unterschiedlichen Entwicklungstrends in Deutschland und anderen großen europäischen Volkswirtschaften bestätigen, schätzt die UniCredit. Deren Analysten weisen gleichzeitig darauf hin, dass sie nach wie vor eine konjunkturelle Aufhellung in Europa im zweiten Halbjahr erwarten. Sie betonen, dass Job-Daten nachlaufende Konjunktur-Indikatoren sind.
Der Unternehmenskalender ist dünn bestückt: Der im SDax gelistete Autovermieter Sixt wird am Montag höchstwahrscheinlich für das Auftaktquartal 2013 einen kräftigen Gewinneinbruch bekanntgeben. Zudem wird die Baumarktkette Hornbach am Dienstag über den Geschäftsverlauf informieren. Auch das Zahlenwerk des Wiesbadener Gabelstapler-Herstellers Kion ebenfalls am Dienstag dürfte für Börsianer interessant werden.
Die den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs gehörende Gesellschaft könnte nach bisherigen Informationen aus Finanzkreisen schon im Juni den Gang aufs Börsenparkett wagen, die Bewertung des Konzerns wird auf etwa 2,5 Milliarden Euro geschätzt.
Am Montag bleiben der britische und der US-Markt wegen Feiertagen geschlossen.

Der Unterschied zwischen Gold und Rohöl ist doch, dass Rohöl tatsächlich verbraucht wird. Gold bleibt hoffentlich erhalten.
Das Argument von mir hat aber mit der Kraufkraft nicht so viel zu tun, sondern eher damit, dass Gold erst seit kurzem an Beliebtheit gewonnen hat. Es ist auf jeden Fall nicht so, dass die Inflation und Kaufkraftverlust in den letzten 50 Jahren einen Wertsteigerung um das rund 20-fache rechtfertigen könnte. Nimmt man eine Inflationsrate von 2% so bräuchte man dafür gut 150 Jahre. Sehr viel höher sind die Inflationsraten nicht.
Abgesehen davon spielt es keine Rolle, ob die Währung gedeckt ist oder nicht. Das gleiche Problem hat man nämlich mit Gold auch. Mit Gold kann man nichts anfangen, außer, dass es glänzt. In kleinen Mengen wird es für technische Anwendungen gebraucht. Es hat nur diesen Wert, weil die Menschen Gold einfach haben wollen. Es ist sinnvoller in Kupfer zu investieren als in Gold. Gold ist eigentlich genauso sinnlos, wie seltenes Papier.
Abgesehen davon ist von der Geldschwämme (leider) nicht so viel im Kreislauf, wie erhofft. Das Zentralbankgeld bleibt zwischen Privatbanken und EZB. Nur die Privatbanken sind für die Geldschöpfung verantwortlich und diese vergeben im Moment leider viel zu wenig Kredite. Die Angst vor Inflation oder Geldmengenexplosion ist im Moment überhaupt nicht real.

Wenn schon dann muss man bei einem historischen Vergleich nicht den absoluten Dollarwert, sondern die Kaufkraft eines Dollars zu dieser Zeit vergleichen. Rohöl hat bis zur Jahrtausendwende auch unter 20$ gekostet. Es glaubt jawohl niemand, dass der Preis wieder dorthin fällt!
Wie lange das nur mit Schuldversprechen von bereits insolventen Staaten aufrecht erhaltene Vertrauen in die Kaufkraft dieser ungedeckten Fiatwährungen ist äußerst fraglich. Während die ungedeckten Fiatwährungen, wie das draghische Eurogeld, in nie dagewesenen Summen die Welt überfluten, ist Gold eine begrenzte Währung und damit bestens geeignet zum Werterhalt ohne große Risiko aus Sicht des Kaufkrafterhalts.

Auf Edelmetalle zu setzen ist mir im Moment viel zu riskant. Ich meine damit beide Richtungen (Short/Long).
Wenn man sich mit Gold beschäftigt, wundert man sich dann irgendwann doch, dass hier Preise von über 1000 Dollar bezahlt werden.
1861 war der Goldpreis für die Feinunze bei rund 20 Dollar. Über hundert Jahre später, ich glaube 1969, lag der Goldpreis bei ca 39 Dollar. Erst in den letzten Jahren ist der Preis so in höhe geschossen. Ich persönlich würde für die Feinunze höchstens 400 Dollar bezahlen. Das ist ungefähr das Niveau um das Jahr 2001.
Im Moment ist Silber auch nicht so beliebt, wie es sein müsste, wenn die Aktienpessimisten recht hätten. Eine Blase ist das auf dem Aktienmarkt sicherlich nicht. Ich erinnere da mal an die Stimmung und Bewertungen um die Jahrtausendwende. Das ist überhaupt kein Vergleich.






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