
HB TOKIO. Die unsichere Lage in Ägypten und die Sorge vor Zinserhöhungen in Fernost haben die asiatischen Aktienmärkte am Freitag überwiegend belastet. Die Märkte steuerten auf den größten Wochenverlust seit neun Monaten zu. Da Anleger in den Schwellenländern eine immer straffere Geldpolitik erwarten, drosseln viele ihr Engagement auf diesen Märkten und investieren ihr Geld stattdessen in den Industrieländern.
Der Markt in Taiwan verzeichnete mit einem Minus von 2,6 Prozent zum Handelsende den größten prozentualen Tagesverlust seit acht Monaten. Die Börse in Seoul schloss wegen Verkäufen ausländischer Investoren und andauernder Inflationssorgen 1,6 Prozent schwächer, obwohl die südkoreanische Zentralbank die Zinsen am Freitag unverändert ließ.
Auch die Märkte in Singapur, Hongkong und Australien gaben nach. Die Börse in Shanghai verbuchte dagegen Gewinne. Der Aktienmarkt in Tokio blieb am Freitag wegen eines Feiertags geschlossen.
Die Wall Street hatte nach einem richtungslosen Handel kaum verändert geschlossen. Relativ unbeeindruckt zeigten sich die New Yorker Börsen von der Nachricht, dass der seit Wochen von einem Volksaufstand bedrängte ägyptische Präsident Husni Mubarak zwar Befugnisse an seinen Vize Omar Suleiman übergibt, nicht aber zurücktritt.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 12.229 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 0,1 Prozent auf 1321 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ebenfalls 0,1 Prozent auf 2790 Punkte.




