Marktberichte

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Gute Stimmung an der Wall Street: US-Börsen zeigen Stärke

Zum Wochenbeginn zeigt sich die Wall Street gut gelaunt. Unter Führung von Index-Schwergewichten wie Citigroup und General Electric haben die US-Aktienmärkte kräftig zugelegt und damit einen Teil der Verluste der vergangenen Woche wieder aufgeholt. Die wichtigsten Börsenbarometer legten durchweg mehr als ein Prozent zu.

HB NEW YORK. Börsianern zufolge nutzten die Anleger die Gelegenheit und kauften Aktien auf dem nach tagelanger Talfahrt ermäßigten Kursniveau. Zudem hätten der jüngste Rückgang der Ölpreise sowie Hoffnungen auf einen starken Beschäftigungszuwachs in den USA sowie eine Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) für gute Stimmung an der Wall Street gesorgt.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 1,14 % höher mit rund 10 329 Punkten. Der breiter gefasste S&P-Index legte 1,3 % auf etwa 1122 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann sogar 1,66 % auf 1992 Punkte. „Wir sind reif für einen Gegenbewegung (zu den Verlusten). Die Leute hatten eine Chance an den Markt zurückzukommen und festzustellen, dass einige Aktien möglicherweise zu billig geworden sind“, sagte Jack Caffrey, Stratege bei JP Morgan Private Bank.

Im Blickpunkt der Märkte steht Börsianern zufolge unter anderem die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag. Angesichts der schleppenden Konjunkturerholung in der Euro-Zone könnten die Währungshüter nach Einschätzung zahlreicher Analysten eine Zinssenkung zumindest in Aussicht stellen und damit etwas von dem Zinserhöhungsdruck von der US-Notenbank (Fed) nehmen. Für Freitag wird der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für März erwartet. Die Investoren hoffen auf positive Nachrichten, nachdem der Stellenzuwachs in den beiden ersten Monaten des Jahres enttäuschend schwach ausgefallen waren. „Ob die Rally der Beginn eines nachhaltigen Kursaufschwungs ist, hängt zu einem großen Teil vom Arbeitsmarktbericht am Freitag ab“, sagte Peter Gottlieb, Präsident von Gottlieb Investment Management.

Für Erleichterung der Anleger sorgte Börsianern zufolge der Rückgang der Ölpreise. Ursache dafür ist die Uneinigkeit der Mitglieder der Organisation Erdöl produzierender Länder (Opec) darüber, ob die im Februar beschlossene Drosselung der Förder- und Exportmengen um tägliche eine Million Barrel (ein Barrel = knapp 159 Liter) auf 23,5 Million Barrel am 1. April umgesetzt wird oder nicht. „Eine Verschiebung der Drosselung durch die Opec ist eines der Themen am Markt“, sagte Gottlieb. Die Ölminister des Kartells wollen am Mittwoch in Wien zu Beratungen darüber zusammenkommen.

Die Aktien des Computerkonzerns Hewlett-Packard führten den Aufschwung der Dow-Titel an. Ein positiver Artikel des US-Magazins „Barrons“ am Wochenende verhalf den Papieren zu einem Plus von gut 3,6 % auf 23,17 Dollar. Zu den großen Gewinnern im Dow zählten auch die Aktien des Finanzkonzerns Citigroup. Nachdem Prudential Equity die Bewertung der Papiere auf „übergewichten“ von „neutral“ angehoben hatte, legten diese mehr als 2,5 % auf 51,32 Dollar zu. Deutliche höher bewertet wurden auch die Papiere des Mischkonzerns General Electric, die knapp 1,3 % auf 30,48 Dollar gewannen und damit die Nasdaq stützten.

Ein Auftrag des schweizerischen Mobilfunkers Swisscom Mobile über knapp 80 Mill. Dollar trieb die Aktien des schwedischen Netzausrüsters Ericsson an der Nasdaq um 5,65 % auf 27,84 Dollar in die Höhe. Ein positiver Analystenkommentar verhalf zudem den Papieren des Telekomkonzerns Qualcomm zu einem Kurssprung von gut 6,2 % auf 65,61 Dollar.

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An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,36 Mrd. Aktien den Besitzer. 2424 Werte legten zu, 887 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,69 Mrd. Aktien 2281 Werte im Plus, 923 im Minus und 117 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 13/32 auf 100-29/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,886 %. Die 30-jährigen Bonds fielen um 25/32 auf 108-13/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,813 %.

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