
TOKIO. Japan beschleunigt den Kampf gegen die Stärke des Yens. Premier Naoto Kan gab heute bekannt, dass er am Nachmittag Notenbankchef Masaaki Shirakawa zu Gesprächen treffen werde. Zuvor hatte die Bank von Japan eine außerplanmäßige Notfallsitzung abgehalten. Auf dieser Dringlichkeitssitzung beschlossen die Männer um Shirakawa, den Banken des Landes mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Das bestehende Programm soll jedoch nur auf 30 Billionen Yen (275,5 Milliarden Euro) von 20 Billionen Yen aufgestockt werden. Aggressivere Schritte behalten man sich für den Fall vor, dass es deutlichere Zeichen für eine wirtschaftliche Verlangsamung gebe, so die Zentralbanker. Der Leitzins blieb wie erwartet unverändert bei rekordniedrigem 0,1 Prozent.
Kan sagte zudem in Tokio, dass er sich mit einem Minister-Komitee zusammensetzen werde, um über geldpolitische und wirtschaftsstimmulierende Maßnahmen zu beraten. Möglicherweise wird die Regierung damit noch heute sowohl Pläne für einen Eingriff in den Devisenmarkt sowie für ein Konjunkturprogramm präsentieren.
Der Yen legte nach der Ankündigung der Notenbank leicht zu, blieb jedoch im Tagesverlauf zum Dollar im Minus. Der Nikkei gab einen Teil seiner vorherigen Gewinne wieder ab. Noch am Vormittag hatte die Börse in Tokio die hohen Erwartungen in die geplanten Maßnahmen wiedergespiegelt. Da die beschlossene Aufstockung der Liquidität für den Bankensektor jedoch keine Überraschung war, schmolzen die Gewinne im Handelsverlauf wieder. Am Ende verzeichnete der Nikkei-Index für 225 führende Werte einen Gewinn von 158,20 Punkten oder 1,76 Prozent auf einen Stand von 9.149,26 Punkten. Der breit gefasste Topix stieg um 9,59 Punkte oder 1,17 Prozent und ging mit einem Schlussstand von 829,21 Zählern aus dem Handel.
Der Euro notierte am Nachmittag zum Yen fester bei 108,55-58 Yen nach 107,74-78 Yen am späten Freitag. Zum Dollar lag der Euro bei 1,2735-38 Dollar nach 1,2727-29 Dollar am Freitag. Der Dollar notierte zum Yen bei 85,24-25 Yen nach 84,65-66 Yen am Freitag.
In einer ersten Reaktion sprach Andy Ji von der Royal Bank of Scotland in Singapur von einem halbherzigen Vorgehen der Notenbank. „Nichts hat sich grundsätzlich geändert“, sagte er. Die BOJ widersetze sich weiter dem Druck der Regierung.
Was sollen sie denn noch tun? Alle bisherigen Versuche mit Geld- und Wirtscahftspolitik blieben im Ergebnis erfolglos. Sie zu potenzieren, wird ebenfalls nicht bringen. Da ähnelt Japan den USA, wo man ebenfalls am Ende ist und seine Unfähigkeit nur noch vernebelt. immer noch glauben sie hier wie dort, es gäbe so etwas wie einen freee lunch: Unkenntnis oder Dummheit oder Kopf in den Sand-Politik?
Guten Tag,.... Glauben Sie nicht eher dass es der Anstieg des Dow um 164 Punkter ist, der befluegelt. Sie selbst sagen dass es Schnuppe ist wenn in Asien ein Sack Reis umfaellt, also hat eine Hausse " Nix " aber auch gar Nix mit Japan zu tun. ich sah den Nikkei schon bei 36000 ( Das war zu einer Zeit wo bankiers sich um Geld kuemmerten, keine banker ) besten Dank





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