rtr HONGKONG. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 9 832 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,2 Prozent im Plus bei 887 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und der chinesische Leitindex notierten fester. Dagegen verzeichneten die Börsen in Taiwan und Singapur Verluste.
In Japan sprachen Händler vor dem Beginn der Unternehmensberichtssaison von einem zögerlichen Geschäft. Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien von Reedereien in der Hoffnung auf eine steigende Nachfrage aus China. So kletterten die Dividendenpapiere von Kawasaki Kisen um 7,4 Prozent. Nippon-Yusen-Anteilsscheine sprangen um 7,3 Prozent in die Höhe.
Beflügelt wurde der Markt von den Zahlen von Alcoa. Der Aluminiumproduzent, der traditionell die Berichtssaison in den USA eröffnet, war im dritten Quartal überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt. Analysten hatten mit einem Verlust gerechnet. Das starke Ergebnis habe Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturerholung geweckt, hieß es am Markt.
Nach zwei Tagen mit deutlichen Gewinnen waren die US-Börsen am Mittwoch vor Veröffentlichung der Alcoa-Zahlen uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent auf 9725 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 hingegen gewann 0,3 Prozent auf 1057 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte ebenfalls zu und erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2110 Punkte.
Am Devisenmarkt stand der australische Dollar im Fokus, der nach positiven Arbeitsmarkdaten des Landes im August auf dem höchsten Stand seit 14 Monaten notierte. Die Zahlen nährten Spekulationen, dass die Zentralbank (RBA) nach der Erhöhung vom Dienstag die Zinsen im November abermals anheben könnte. Australien ist das erste große Industrieland, das die Zinsschraube angezogen hat.
Der Euro legte im fernöstlichen Handel vor dem EZB-Zinsentscheid zum Dollar zu. Die europäische Einheitswährung verteuerte sich auf 1,4755 Dollar von 1,4681 Dollar im späten US-Geschäft. Trotz erster Aufschwungsignale in der Euro-Zone wird die EZB voraussichtlich an ihrem historisch niedrigen Leitzins festhalten. Von Reuters befragte Experten rechnen damit, dass die Währungshüter den Schlüsselzins am Donnerstag bei 1,0 Prozent belassen werden. Zum Yen fiel die US-Währung auf 88,32 Yen von 88,58 Yen.




