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Marktbericht Fernost: Asiatische Börsen: Das Horrorjahr ist vorbei

Geschafft: Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zum Ende des Handelsjahres leicht positiv behauptet. Wirklich trösten kann aber nicht: Der Nikkei musste 2008 den größten Jahresverlust seiner Geschichte hinnehmen. Jetzt hoffen die Anleger in Tokio auf einen Mann: den künftigen US-Präsidenten Obama.

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Bei dünnen Umsätzen ging es an der Börse Tokio zu Wochenbeginn leicht aufwärts. Foto: dpa Quelle: dpa
Bei dünnen Umsätzen ging es an der Börse Tokio zu Wochenbeginn leicht aufwärts. Foto: dpa Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Der Nikkei hat 2008 den größten Jahresverlust seiner Geschichte hinnehmen müssen. Nach dem Ende des Handels am Dienstag lag der Aktien-Index 42 Prozent im Minus. Bislang war der größte Rückgang mit 38,7 Prozent 1990 verzeichnet worden. Der Index wird seit 58 Jahren erstellt.

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Im verkürzten Handel konnte der 225 Werte umfassende Nikkei dabei noch 1,3 Prozent auf 8859 Punkte zulegen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,52 Prozent auf 859 Punkte. Auch er lag für das Gesamtjahr 42 Prozent im Minus. Zu den Gewinnern gehörten Exportwerte wie Canon, dessen Papiere 2,8 Prozent stiegen. Der Umsatz lag bei rund 854 Mio Aktien.

Für das kommende Jahr sagten Händler ebenfalls eine schwierige Zeit voraus. Es gebe am Markt die Hoffnung, dass die Konjunkturprogramme der USA und Chinas greifen werden, sagte Tomomi Yamashita von Shinkin Asset Management. Er warnte allerdings: „Wir werden bis zum Frühling nicht sicher wissen, ob die Talsohle des Marktes erreicht ist.“

„Es war ein Jahr gewaltiger Veränderungen für die Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkte“, sagte Yukio Takahashi, Analyst bei Shinko Securities. Immerhin war der Dezember aber seit Mai der erste Monat mit einer positiven Bilanz - ein Plus von 4,1 Prozent. Einige Analysten sagten, die jüngste Unterstützung bei Aktien sei vor allem auf die Hoffnungen zurückzuführen, die sich mit dem neuen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Politik verbinden. Bis zu seiner Amtseinführung am 20. Januar könnte der Markt daher stabil bleiben. „Meine größte Sorge ist jetzt aber ein erneuter Ausverkauf von Ende Januar an bis März“, sagte Takero Inaizumi, Händler bei Mizuho Investors Securities.

Unter den Einzeltiteln wurden Öl- und Bergbautitel vom gestiegenen Ölpreis gestützt. Inpex kletterten um 5,1 Prozent auf 698 000 JPY und Japan Petroleum Exploration um 2,6% auf 3 900 JPY. In Tokio wird wieder am 5. Januar gehandelt.

Die Börse in Singapur notiert am Dienstagmittag (Ortszeit) gestützt von Schnäppchenkäufen der Kleininvestoren mit einer gut behaupteten Tendenz. Der STI steigt nach der ersten Sitzungshälfte um 0,1 Prozent auf 1782 Punkte. Das Tagestief lag bei gut 1 762 Punkten. „Zum Jahresende wird der Handel gewöhnlich von Kleininvestoren dominiert, weil die großen Institutionen nicht aktiv sind; Ich denke wir sehen heute vor allem Schnäppchenkäufe, wahrscheinlich verbunden mit der Hoffnung auf eine Rally im Januar“, sagte ein Analyst.

Bewegung bleibt in der Aktie von CapitaMall Trust, die am Vortag um 87,5 Prozent gestiegen war und am Berichtstag wieder 44,7 Prozent auf 1,66 SGD verliert. Am breiten Markt beträgt das Gewinner-Verlierer-Verhältnis rund zwei zu 1.

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