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Marktbericht New York: Wall Street legt bis zum Schluss zu

Die Wall Street verzeichnete nach positiven Signalen vom US-Arbeitsmarkt am Donnerstag Gewinne. Dazu trug etwa Procter & Gamble bei. Die Aktien des Computerkonzerns Hewlett-Packard standen hingegen unter Druck.

Broker an der New Yorker Wall Street. Quelle: dapd
Broker an der New Yorker Wall Street. Quelle: dapd

New YorkPositive Signale vom US-Arbeitsmarkt haben am Donnerstag die Wall Street angetrieben. Anleger sahen im relativ niedrigen Niveau der Arbeitslosen-Erstanträge ein weiteres Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.

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Nach der Verabschiedung des zweiten Rettungspaketes für Griechenland konzentrierten sich Börsianer in New York wieder auf die US-Konjunktur und die Bilanzen der wichtigsten Konzerne. Für Ernüchterung sorgte allerdings ein Gewinneinbruch beim weltgrößten PC-Hersteller Hewlett-Packard. Das Papier verlor 6,5 Prozent und lastete auf den wichtigsten Indizes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12.984 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.882 und 12.996 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1363 Punkten, ein Aufschlag von ebenfalls 0,4 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent und ging mit 2956 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt verlor der Dax 0,5 Prozent auf 6809 Zähler.

Rund 351.000 Amerikaner stellten zuletzt erstmals einen Antrag auf staatliche Unterstützung. So wenige waren es zuletzt zu Beginn der Immobilien- und Finanzkrise 2007. Experten hatten rund 354.000 prognostiziert. Die Aufhellung am Arbeitsmarkt seit Jahresbeginn hat bereits für ein kräftiges Kursplus an den Börsen gesorgt. Anleger warten Experten zufolge nun auf handfeste Signale, dass es mit der Erholung der Wirtschaft weiter geht.

Marktberichte

Nach den enttäuschenden Zahlen von Dell schaffte es auch Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman nicht, das Ruder beim Computerhersteller herumzureißen. Die frühere Ebay-Managerin, die im Oktober Leo Apotheker an der Konzernspitze abgelöst hatte, musste für das abgelaufene Quartal erneut einen kräftigen Gewinn- und Umsatzrückgang bekanntgeben. Die Anleger räumten Whitman keine Schonzeit ein und trennten sich von ihren HP-Papieren.

Bei den Einzelwerten standen auch Konzerne aus der Konsumbranche im Fokus, die vor Börseneröffnung ihre Bilanzen vorgelegt hatten. Die privaten Verbraucher sind eine maßgebliche Stütze der US-Wirtschaft, die Zahlen der Einzelhändler gelten daher auch als wichtige Konjunkturindikatoren.

Die Warenhauskette Target verdiente im Weihnachtsgeschäft mehr als erwartet. Die Anteilscheine legten 2,9 Prozent zu. Konkurrent Kohl's stellte zwar einen Umsatzanstieg für das laufende Jahr in Aussicht, lag aber mit seiner Gewinnprognose unter den Erwartungen der Analysten. Die Anleger senkten den Daumen, die Aktie verlor 5,9 Prozent.

Anleger griffen hingegen beim weltgrößten Konsumgüterkonzern Procter & Gamble zu: Das Papier gewann 3,1 Prozent. Der Henkel-Rivale will im Zuge eines zehn Milliarden Dollar schweren Sparplans bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 rund 5700 Arbeitsplätze abbauen, wie Konzernchef Bob McDonald mitteilte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 2150 Werte legten zu, 842 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1800 im Plus, 725 im Minus und 96 unverändert.

  • 24.02.2012, 08:00 UhrAnonymer Benutzer: mono

    sorry, muss natürlich heissen "inflationär", nicht " infationell"

  • 24.02.2012, 07:52 UhrAnonymer Benutzer: mono

    Das ist schon klar, ich habe auch nur einen Hinweis auf den Zusammenhang gegeben, dass entlassenes Human-Kapital keine Kaufkraft mehr hat und somit auch die an der Börse gehandelten Produkte langfristig nicht mehr erwirbt.

    Wie wir gelernt haben, regelt der durch künstlich niedrige Zinssätze, HF Trading und sonstige, den freien Markt unterlaufende Spielchen, eben gar nichts und die immer grösser werdende Menge an freigesetztem Human-Kapital, mit immer weniger Kaufkraft, wird nach unten, in die durch Sozialhilfe subventionierte Zeitarbeit durchgereicht. Volkswirtschaftlich klug von der Politik begleitet? Wohl kaum.

    Von dem verlorengegangenen Innovationspotential durch Auslagerung der Produktion in Billigländer, was die Börse ja auch immer feiert, will ich gar nicht erst reden. Ergo, Gewinne an der Börse kann man kurzfristig noch machen, wenn man nah genug dran ist, aber je mehr sich der inflationelle Effekt durch die Fantastilliarden der EZB und FED im Markt manifestiert, und da tut er schon kräftig, um so weniger Sinn macht das Risiko an der Börse, da die Gewinne mehr und mehr nur noch nominell sind.
    Da gibt´s nichts mehr viel zu feiern, da werden nur noch systemische Brüche offenbar.

  • 23.02.2012, 23:37 UhrAnonymer Benutzer: kosten-cutter

    So schade, dass für die betreffenden Mitarbeiter auch ist. Aber Kostenreduktion beim Human-Kapital als größten Kostenblock und -faktor in einem Unternehmen ist betriebswirtschaftlich das A und B!

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