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Marktschlussbericht: Dax wieder so hoch wie vor der Lehmann-Pleite

Am Gründonnerstag ging die Party zunächst nochmal geht weiter. Positive Konjunkturdaten aus China, der Euro-Zone und den USA gaben Auftrieb. Doch Experten warnen, dass nach dem guten ersten Börsenquartal die Zeit positiver Überraschungen wohl vorbei sei.

Der Dax liegt am letzten Handelstag vor Ostern im Plus. Quelle: LAIF
Der Dax liegt am letzten Handelstag vor Ostern im Plus. Quelle: LAIF

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Der Dax erreichte am letzen Handelstag der verkürzten Börsenwoche vor Ostern mit 6 238,57 Punkten kurzzeitig sogar wieder das Niveau unmittelbar vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. Er beendete den Xetra-Handel 1,3 Prozent höher mit 6 235 Punkten. Im Vergleich zum Vorwochenschluss gewann er damit 1,9 Prozent.

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Der MDax stieg um 1,8 Prozent auf 8 286 Punkte der TecDax zog um 1,2 Prozent auf 825 Zähler an, und der SDax gewann ein Prozent auf 3 934 Punkte. Das neue Jahreshoch bei 6 238 Punkten im Dax nannte Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandels bei Hauck & Aufhäuser, "eine psychologisch wichtige Marke."

Doch die Umsätze fielen erneut schwächer aus: Der Aktienumsatz aller Dax-Werte fiel allerdings auf 94,4 (Mittwoch: 111,9) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen verringerte sich nochmal auf nunmehr 2,86 (nach gestern 3,43) Mrd. Euro, – viele Marktteilnehmer haben die Osterferien bereits angetreten."Daher kann man mit kleinen Aufträgen schon ziemlich viel bewirken", erklärt Helmer. Die heutigen Kursgewinne sollten daher nicht überbewertet werden. Das Thema Griechenland sei noch nicht ganz ausgestanden.

Ein anderer Börsianer warnte, zudem werde am Karfreitag in den USA der März-Bericht für den Arbeitsmarkt erwartet, auf den man in Deutschland erst am Osterdienstag an der Börse reagieren könne. Von Reuters befragte Analysten gehen im Schnitt von einem Stellenzuwachs um 190 000 aus.

Die LBBW-Strategen trauen dem Dax in nächster Zeit aber immerhin einen Anstieg in Richtung 6 500 Punkte zu. Insgesamt bleiben sie aber skeptisch. Von der Jahresendprognose von 6 000 Punkten werde nicht abgerückt, schreibt die LBBW in ihrem Wochenausblick.

Auch andere Börsianer bleiben zurückhaltend: Selbst von der im Laufe des Monats beginnenden Berichtssaison versprechen sich die Experten von Allianz Global Investors kaum Impulse. "Die vorab kommunizierten Informationen für die Analysten waren eher freundlich", stellt Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse fest. "Da die Umsatzdynamik gedämpft bleiben sollte, sind positive Überraschungen kaum zu erwarten."

Derivate-Anleger ebenfalls skeptisch

Am Derivatemarkt sind die Anleger vor dem langen Osterwochenende trotz des erneuten Dax-Anstieges skeptisch geblieben. „Die Anleger trauen der Sache nicht und sehen anscheinend keine ausreichenden fundamentalen Gründe, warum der Markt steigt“, sagte Euwax-Händler Markus Pongratz. Es gingen auffällig viele Puts auf den Dax um. Auch an der Frankfurter Börse Scoach überwog der Anteil der gekauften Puts und verkauften Calls auf den Dax mit rund 66 Prozent.

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