Marktberichte

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Schlussbericht Börse Frankfurt: Anleger feiern Super-Mario

Die Ankündigung von EZB-Chef Draghi, Staatsanleihen aufkaufen zu wollen, sorgte heute für ein Kursfeuerwerk an den deutschen Aktienmärkten. Der Dax markiert damit den höchsten Stand seit fast sechs Monaten.

FrankfurtDie Finanzmärkte haben die versprochene Hilfe der Europäischen Zentralbank für krisengeplagte Euro-Länder mit einem Kursfeuerwerk begrüßt. Unmittelbar nach dem Ende der mit Hochspannung erwarteten Pressekonferenz von EZB-Präsident Mario Draghi zogen die Kurse von Dax, EuroStoxx sowie spanischen und italienischen Anleihen kräftig an.

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Um das Funktionieren der einheitlichen Geldpolitik der Notenbank in allen 17 Euro-Ländern zu garantieren, werde die EZB unter bestimmten Bedingungen an den Finanzmärkten unbegrenzt Staatsanleihen von Mitgliedsländern der Währungsunion kaufen, sagte Draghi. "Die Märkte freuen sich, dass sie das bekommen haben, was sie wollten", fasste Jörg Rahn, Marktstratege von Marcard, Stein & Co, die Stimmung zusammen. Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus sagte: "Die erhofften Punkte hat Draghi alle ziemlich klar angesprochen." Ein nun möglich gewordenes, koordiniertes Vorgehen von EZB und Regierungen sei dazu geeignet, die Märkte für längere Zeit zu beruhigen.

„Heißer Herbst“ für die Euro-Retter - Der Fahrplan in der Krise

  • Ende September/Anfang Oktober

    Die „Troika“ der internationalen Kreditgeber Griechenlands will ihren neuesten Bericht über die Fortschritte bei den Reformen veröffentlichen. Die Analyse der Experten von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist Grundlage für die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Athen.

  • 8. Oktober

    Treffen der Euro-Finanzminister.

  • 18. und 19. Oktober

    EU-Gipfel in Brüssel. Dort könnten die Euro-Retter entscheiden, ob Athen weitere Kredite und möglicherweise mehr Zeit für sein Sparprogramm erhält oder ob der Geldhahn zugedreht wird. Im letzteren Fall droht Griechenland der Staatsbankrott mit anschließendem Euro-Austritt.

Die Regierungen betroffener Länder wie Spanien müssten sich nun dazu durchringen, das Angebot der EZB anzunehmen und Reformen unter den Rettungsschirmen ESM und EFSF einzuleiten. "Jetzt hängt es von der Politik und nicht von der EZB ab, das Angebot anzunehmen." Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy erklärte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Madrid, er könne noch nicht sagen, ob sein Land Hilfe in Anspruch nehmen werde.
Besondere Beachtung fand an den Märkten die Beteuerung Draghis, dass die Anleihenkäufe notfalls im unbegrenzten Umfang stattfinden würden. "'Unbegrenzt' war das Zauberwort", sagte ein Aktienhändler. Volkswirt Sartoris erklärte, dass es nicht gut gewesen wäre, wenn die EZB Grenzen bezüglich des Umfangs oder der Zinshöhen für das Anleihenkaufprogramm aufgezeigt hätte. "Denn dagegen wäre wieder spekuliert worden. Das Wort 'unbegrenzt' ist von der EZB als Zeichen der Stärke gewählt worden."


Der Tag an den Märkten (Stand: 17:45 Uhr)

Auftrieb gab den Aktienbörsen zudem ein unerwartet gut ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht der privaten Agentur ADP. Der Dax ging mit einem Plus von 2,91 Prozent auf 7167 Punkte aus dem Handel und markierte damit den höchsten Stand seit fast sechs Monaten. Der EuroStoxx50 gewann sogar 2,8 Prozent auf 2511 Zähler. Der Leitindex im hoch verschuldeten Spanien kletterte um 3,7 Prozent, in Mailand legte der Index um 2,8 Prozent zu.
Die in Krisenzeiten sonst gesuchten Bundesanleihen waren wurden dagegen verkauft. Der richtungweisende Bund-Future fiel um 83 Ticks auf 140,57 Zähler. Gefragt waren dagegen spanische und italienische Anleihen. Am Rohstoffmarkt verteuerten sich Öl und Gold. Der Euro profitierte dagegen wenig und notierte bei 1,2591 Dollar auf dem Niveau vom Vortag. Analysten zufolge hatten Devisenanleger das Anleihenkaufprogramm der EZB schon eingepreist.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

  • Coca Cola

    Anzahl der Aktien: 400 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 20,14 Prozent

  • Wells Fargo

    Anzahl der Aktien: 422 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 19,36 Prozent

  • International Business Mach

    Anzahl der Aktien: 67 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 18,59 Prozent

  • American Express

    Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 11,44 Prozent

  • Procter & Gamble

    Anzahl der Aktien: 52,8 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,86 Prozent

  • Wal Mart

    Anzahl der Aktien: 46,7 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 4,57 Prozent

  • US Bancorp

    Anzahl der Aktien: 61,3 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 2,78 Prozent

  • Directv

    Anzahl der Aktien: 29,5 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 2,05 Prozent

  • Conoco Phillips

    Anzahl der Aktien: 24 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 1,83 Prozent

  • Kraft Foods

    Anzahl der Aktien: 30,5 Millionen

    Anteil in Buffetts Portfolio: 1,67 Prozent

    Stand: 14.11.2012 / Quelle: http://warrenbuffettstockportfolio.com/

Die Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi zu den Details der geplanten Anleihe-Käufe haben die Nerven der europäischen Aktienanleger am Donnerstag beruhigt. Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, fielen um jeweils rund zehn Prozent auf Zehn-Tages-Tiefs von 22,12 beziehungsweise 24,45 Punkten. Die entsprechenden Aktienindizes Dax und EuroStoxx50 notierten jeweils etwa 1,5 Prozent fester bei 7062 und 2480 Zählern.

IMK-Direktor Gustav Horn bezeichnete die geplanten Anleihe-Käufe als entscheidenden Schritt zur Überwindung der Krise. "Nur mit diesem Programm im Rücken werden die Märkte ihre Spekulation gegen den Euro aufgeben."

  • 07.09.2012, 09:14 Uhrstatesman

    John Law, der größte Finanzhasardeur aller Zeiten (nach US-Grünspan) wurde auch gefeiert, als er die bankrotten französischen Adligen mit frischgedruckten, ungedeckten Banknoten versorgte.
    Das Ende ist bekannt.
    Im Gegensatz zu John Law aber wird sich Draghi, nach der Finanz-Katastrophe, überversorgt in der Toskana räkeln.

  • 07.09.2012, 05:48 UhrRatherShort

    Wer den hiesigen Short-Ratschlägen folgte, kann sich nun erklecklicher Verluste erfreuen. Es gab aber auch schon frühzeitig fundierte Hinweise, wie sich der Aktienmarkt wirklich entwickeln würde. Wohl dem, der verstand...

    @Der_gierige_Abschaum und @Drecks_Gier: Nix verstanden von Wirtschaft und Politik und folglich daneben gegriffen. Sie sollten sich selbst hassen. Ein Hauch von Darwin.

  • 06.09.2012, 22:43 UhrDrecks_Gier

    Allen die sich an den kriminellen Machenschaften von Draghi, Bernanke & Co. aktien-technisch bereichern, sollen genauso an ihrer Gier ersticken wie sämtliche Verursacher.

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