FrankfurtNach zwei Tagen ohne klare Tendenz ist der Dax am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Marktexperten verwiesen auf schwache Konjunkturdaten aus China, die auf die Kurse an den europäischen Börsen gedrückt hätten. Am Nachmittag belastete Händlern zufolge zusätzlich, dass die chinesische Notenbank das Zeitfenster für eine mögliche weitere Senkung des Mindestreservesatzes ungenutzt verstreichen ließ. Der deutsche Leitindex sank um 0,29 Prozent auf 6944 Punkte. Auf Wochensicht steht aber immer noch ein Plus von knapp einem halben Prozent zu Buche. Der MDax verlor 0,11 Prozent auf 10 052 Punkte, und der TecDax gab um 0,45 Prozent auf 782 Punkte nach.
+ 1,0 Prozent
+ 1,25 Prozent
+ 0,35 Prozent
- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)
1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)
1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)
116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)
Angesichts der aktuellen Daten zum Außenhandel nehme die Sorge zu, dass die chinesische Wirtschaft weiter an Dynamik verliere, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einer Fortsetzung des jüngsten Konsolidierungskurses. Laut Lars Kremkow, Marktstratege bei Activtrades, „sieht es so aus, als hätten sich die Marktteilnehmer darauf geeinigt, richtungsweisende Entscheidungen im Dax erst in der kommenden Woche zu klären“.
In Europa und in den USA setzen Investoren weiter auf billiges Geld von den Zentralbanken, um die maue Wirtschaft wieder anzukurbeln. Seit EZB-Chef Mario Draghi vor gut zwei Wochen ein stärkeres Eingreifen in der Euro-Schuldenkrise signalisiert hat, ist der Dax um knapp acht Prozent gestiegen. Zeitweise hatte er sich bis auf wenige Punkte sogar der Marke von 7000 Zählern genähert. Um sie zu knacken, fehlten dann aber doch neue Impulse.
Chinesischer Außenhandel, deutscher Verbraucherpreisindex, französische Industrieproduktion, US-Einfuhrpreise. Zahlen von Thyssen-Krupp, Rheinmetall, Hannover Rück, TUI, Deutsche Postbank, Drillisch IVG Immobilien, Bechtle.
Der Euro tat sich heute schwer, seine zu Wochenbeginn verbuchten Gewinne zu halten. Die Gemeinschaftswährung kämpfte am Freitag mit der 1,23-Dollar-Marke, nachdem sie am Montag noch ein Ein-Monats-Hoch von 1,2443 Dollar erreicht hatte. "So richtig will sich die Hochstimmung der vergangenen Woche nicht halten, ohne dass neue Indizien dafür sprechen, dass die EZB für die europäischen Peripheriestaaten auch wirklich in ausreichendem Maße in die Bresche springt", schrieb Commerzbank-Analystin Carolin Hecht in einem Kommentar.
Die EZB hatte nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag zwar signalisiert, dass sie zu Bondkäufen von Euro-Sorgenstaaten bereit ist. Sie knüpfte das jedoch an die Bedingung, dass die Krisenländer sich zunächst an den Rettungsfonds wenden müssen.
Gefragt war am Freitag der gern als sicherer Hafen angesteuerte Bund-Future, der um 50 Ticks auf 143,06 Punkte in die Höhe kletterte. Die Risikobereitschaft nehme derzeit wieder ab, das helfe dem Bund-Future, sagte ein Händler.

Danke, Ede, für den Vorschlag. Vielleicht wird es viele geben, die noch einmal darüber nachdenken: Ohne hinterhältigste Beschimpfung gehts auch objektiv und mehrdeutig.

Plebejische Selbsterkenntnis, es besteht noch Hoffnung...






73 Kommentare
Alle Kommentare lesen