Marktberichte

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Schlussbericht Börse Frankfurt: Dax steckt im Sommerloch

Niedrige Umsätze und wenig Bewegung bestimmten heute den Handel in Frankfurt. Der Dax schloss kaum verändert. Investoren hoffen jetzt auf eine gute Berichtsaison. Analysten zeigen sich allerdings wenig optimistisch.

FrankfurtUngeachtet der langsam anlaufenden Bilanzsaison steckt der Dax zum Wochenbeginn im Sommerloch. Bei niedrigen Umsätzen bewegte sich der deutsche Leitindex nur wenig. Erfreuliche Quartalszahlen aus Europa gaben nur kurz Auftrieb. Am Ende ging der deutsche Leitindex mit einem Mini-Minus von 0,01 Prozent auf 8.331 Punkte aus dem Handel.

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Der EuroStoxx50 gewann immerhin 0,33 Prozent. Der Euro konnte dagegen kräftig zulegen. Schwache Konjunkturdaten aus den USA und Hoffnungsschimmer im krisengeplagten Euroraum verliehen der Gemeinschaftswährung Kursauftrieb. Der Eurokurs kletterte wieder über die Marke von 1,32 US-Dollar und markierte ein Tageshoch von 1,3215 Dollar.

Insgesamt rechneten die Analysten mit eher gemischten Bilanzen bei der europäischen Berichtssaison. „Die zuletzt veröffentlichten Makrodaten bestätigen die nach wie vor verzögerte konjunkturelle Erholung. Dies dürfte auch in den Zahlen der Unternehmen ihre Spuren hinterlassen“, schrieb LBBW-Analyst Wolfgang Albrecht.

Erfreulich fiel die Bilanz des Elektronikriesen Philips aus, der Gewinn und Umsatz dank eines starken Wachstums in den Schwellenländern gesteigert hat. Die Aktien kletterten in der Spitze um bis zu 4,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahreshoch von 24,41 Euro. Im Dax konnten die Papiere des Philips-Rivalen Siemens nur wenig davon profitieren und gingen mit einem kleinen Plus von 0,31 Prozent aus dem Handel. Die Schweizer Großbank UBS verdiente im zweiten Quartal ebenfalls deutlich mehr als ein Jahr zuvor - die Aktien verteuerten sich um 2,9 Prozent.

Fakten zum Dax

  • Fakt 1

    Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

  • Fakt 2

    Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

  • Fakt 3

    Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

  • Fakt 4

    Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

  • Fakt 5

    Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

  • Fakt 6

    Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

  • Fakt 7

    Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

  • Fakt 8

    Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

  • Fakt 9

    Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt schafften RWE mit einem Plus von 2,58 Prozent den Sprung an die Dax-Spitze. Die Kraftwerkstochter RWE Generation will mit ihrem neuen Programm "RWE Neo" mindestens 500 Millionen Euro im Jahr einsparen, wie Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr. Damit würden sich die jährlichen Kostensenkungen im Konzern auf mehr als 1,5 Milliarden Euro summieren. Seit Jahresanfang haben die RWE-Aktien deutliche Einbußen hinnehmen müssen. RWE kommen seit Januar auf ein Minus von rund 28 Prozent, E.ON auf Abschläge von zwölf Prozent. Am Montag notierten E.ON 0,7 Prozent fester.

Ebenfalls gefragt waren die Titel der Deutschen Bank, die sich um 1,37 Prozent verteuerten. Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge will der deutsche Branchenprimus seine Bilanz in den nächsten zweieinhalb Jahren deutlich verkleinern, um die Verschuldungsquote zu verbessern. Die Deutsche Bank wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Die Leverage Ratio - das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme - ist in den vergangenen Monaten auf Druck der USA immer stärker in den Blick der Bankenaufseher und Analysten geraten.

  • 23.07.2013, 20:42 UhrOLDENDORP

    QQ..LAIE
    ........
    welch ein nick und welch ein sinniger kommentar..
    frei nach dem motto..der letzte macht die tür zu.!
    ..

  • 22.07.2013, 19:22 UhrLaie

    Jetzt nichts mehr erst wieder morgen früh
    wegen der Zahlen meiner Meinung

  • 22.07.2013, 17:43 UhrSchaarschmidt

    In Japan im Allgemeinen und am Beispiel des Nikkei 225 im Besonderen,sieht man sehr gut,wohin eine Dauerniedrigzinspolitik führt.

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