Marktberichte

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Schlussbericht Börse Frankfurt: War das schon die Dax-Rally?

Der Dax geht mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. US-Konjunkturdaten und eine Warnung von S&P sorgten für Nervosität unter Anlegern. Viele fragen sich, ob das Ende der Dax-Rally gekommen ist.

FrankfurtSchlechter als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten haben am Donnerstag zusätzliche Verkäufe an der Frankfurter Börse ausgelöst. "Die Erstanträge liegen zwar oberhalb der Erwartungen und auch der Vormonat wurde nach oben revidiert, insgesamt ist das Niveau aber niedrig", betonte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Auch wenn Fed-Chef Ben Bernanke nicht müde wird, auf die Konjunkturrisiken und die noch immer zu hohe Arbeitslosigkeit zu verweisen: Die Beschäftigungssituation hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert."

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Der Dax notierte bei Handelsschluss 1,77 Prozent tiefer bei 6.875 Punkten. Damit entfernt er sich wieder von der wichtigen 7.000-Punkte-Marke. Der Euro fiel unter 1,33 Dollar und wurde mit 1,3259 Dollar bewertet. Der MDax sank um 1,3 Prozent auf 10.537 Punkte ab, der TecDax büßte 1,4 Prozent auf 782 Punkte ein.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Auch die Auktion italienischer Anleihen mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit, die von Börsianern positiv aufgenommen wurde, konnte dem Dax keinen zusätzlichen Impuls geben. Italien musste für die zehnjährigen Papiere 5,24 Prozent bezahlen, so wenig wie seit August 2011 nicht mehr. Im Februar verlangten Anleger 5,5 Prozent. Bei den fünfjährigen Papieren lag der Zins bei 4,18 Prozent. "Alles in allem sieht das nach einer ordentlichen Auktion aus", sagte Stratege Michael Leister von der DZ Bank. Die acht Milliarden Euro lägen zwar etwas unter der maximal angepeilten Summe von 8,25 Milliarden Euro, seien aber trotzdem noch gut.

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Eine Warnung von Standard & Poor’s zu Griechenland sorgte zusätzlich für eine trübe Stimmung im Handel. Die Ratingagentur erklärte, das hoch verschuldete Land sei wahrscheinlich auf eine erneute Umstrukturierung seiner Anleihen angewiesen. In der Zukunft könne es eine weitere Umschuldung bei den umlaufenden Griechenland-Anleihen geben, sagte Moritz Krämer, der bei S&P den Bereich Länderratings leitet. Einen Zeitpunkt dafür prognostizierte er nicht. Es sei jedoch zu erwarten, dass dann auch Kreditgeber wie der Internationale Währungsfonds (IWF) betroffen sein dürften. Unabhängig davon warnte die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalen Währungsfonds (IWF) davor, dass die griechische Schuldenkrise immer noch "aus dem Ruder laufen" könne.

Dem Markt fehlen derzeit die positiven Nachrichten, um den Dax wieder nach oben zu drücken. Vielmehr seien die meisten am Donnerstag veröffentlichten Wirtschaftsdaten eher enttäuschend ausgefallen.

  • 29.03.2012, 23:17 Uhrhanwufu

    Vola bei Aktien. Denke ich auch. Viel Geld im System weiß nicht wohin und hoppt herum. Wahrscheinlich pumpen sich Rohstoffe als nächstes (temporär) auf.

    Sturm? Wenn wirklich was Schlimmes sich entwickelt wird die EZB einspringen. Ob dann EU-Politiker mal wieder im Blitzlichtgewitter dummschwätzen ist dagegen egal.

    So richtig Konjunkturaufschwung gab es seit GFC nicht. Gibt keinen wirklichen Grund in irgendeiner bestimmten Assetklasse Gelder (für etwas sinnvolles) bereitzustellen.

  • 29.03.2012, 21:34 UhrSchaarschmidt

    Die Börse ist ein Kettenspiel.Der Investierte hofft,dass ihm irgendein Anleger seine Papiere zu einem höheren Kurs wieder abkauft.
    Bleiben jetzt also die nachfolgenden Käufer aus,bricht der Kurs zusammen.

  • 29.03.2012, 18:02 UhrAnleger

    Lynas, SE mit ordentlich Bewegung drin.
    CoBa war kürzlich auch fast Pennystock.

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