Marktberichte

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Schlussbericht Frankfurt: Dax auf tiefstem Stand seit Ende Januar

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA hat die Stimmung am deutschen Aktienmarkt getrübt. Kursverluste an der Wall Street beschleunigten am Nachmittag in Europa die Talfahrt. Der deutsche Aktienindex Dax hat am Dienstag auf dem tiefsten Stand seit Ende Januar geschlossen.

Der Dax steht unter Druck. Foto: dpa
Der Dax steht unter Druck. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Der Dax schloss 2,1 Prozent tiefer bei 5 503 Punkten. Erstmals seit Januar fiel der Index zeitweise unter die Marke von 5 500 Punkten. Vor allem die Nebenwerte kamen ins Rutschen: der MDax brach um 3,6 Prozent ein, der TecDax verlor 3,3 Prozent.

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„Die Äußerungen des Chefs der US-Notenbank belasten den Markt“, sagte ein Händler. Fed-Chef Ben Bernanke hatte am Montag mit deutlichen Worten vor einer steigenden Inflation in der weltgrößten Volkswirtschaft gewarnt. Er schloss indirekt eine Pause im aktuellen Zinserhöhungszyklus aus. Gleichzeitig erwartete er ein verlangsamtes Wachstum der US-Wirtschaft.

Börsianer verwiesen erneut auf die hohe Nervosität am Markt. „Die Leute sind extrem verunsichert. Der Ölpreis ist hoch und man weiß nicht, wie der Atomstreit mit dem Iran weitergeht. Im Moment steht alles ein wenig auf der Kippe“, sagte ein Händler. Aktienstratege Günter Senftleben von der Bankgesellschaft Berlin erwartet erst wieder für den Herbst steigende Kurse. „Wir sind in einer Unsicherheitsphase, die noch zwei bis drei Monate anhalten dürfte“, sagte er.

Autowerte gaben Börsianern zufolge wegen des weiter hohen Euro nach. Dieser macht die Fahrzeuge europäischer Hersteller außerhalb der Euro-Zone teurer. Die Aktien von DaimlerChrysler rutschten um 4,2 Prozent ab, die Titel von BMW und VW gaben um drei Prozent nach.

Die Aktien der Deutschen Börse fielen um knapp vier Prozent auf 98,26 Euro. Händler sagten, zwar scheine es, dass der Börsenbetreiber im Fusionspoker um die Euronext endgültig unterlegen sei. Börsenchef Reto Francioni wolle aber offenbar kämpfen – „und das kostet meistens Geld“, sagte ein Händler. Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz stellte in einer Kurzstudie fest, er sehe die Börse im Fusionsprozess außen vor, was die Kursfantasie begrenzen dürfte.

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