Marktberichte

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Schlussbericht Frankfurt: EZB und Bundesbank bremsen den Dax

Die Dementis der EZB haben dem Dax am Montag die Gewinne geraubt. Auch skeptische Äußerungen der Bundesbank zu Anleihekäufen trübten die Stimmung. US-Behörden knöpften sich die Deutsche Bank vor - die Aktie knickte ein.

FrankfurtDer Deutsche Leitindex hat zum Wochenbeginn eine kleine Berg- und Talfahrt erlebt. Bis zum Mittag stieg das Börsenbarometer auf knapp 7.090 Punkte. Doch nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) Äußerungen des „Spiegel“ dementierte und die Bundesbank einen kritischen Monatsbericht veröffentlichte, verließ die Anlegern wieder der Mut. Der Leitindex fiel wieder und schloss schließlich mit einem moderaten Minus von 0,1 Prozent bei 7.033 Punkten.

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Börsianer erklärten die Stagnation nicht nur mit erhöhter Vorsicht der Investoren, sondern auch mit dem Kursanstieg in der vergangenen Woche. „Wir haben zuletzt einen ordentlichen Schluck aus der Pulle genommen, jetzt ist erst einmal Durchatmen angesagt“, sagte einer von ihnen. Der deutsche Leitindex war in der vergangenen Woche erstmals seit April wieder über die Marke von 7.000 Punkten gestiegen und hatte auf Wochensicht 1,4 Prozent zugelegt.

Berichten zufolge fehlt den Griechen mehr Geld als angenommen. Finanzminister Wolfgang Schäuble sprach sich am Wochenende dagegen aus, die wachsende Finanzierungslücke mit einem neuen Hilfsprogramm zu stopfen. Die Schuldenkrise sorge wieder für Schlagzeilen, das mache die Anleger nervös, sagte ein Händler.

Der Tag an den Märkten (Stand: 17:45 Uhr)

Mit Spannung erwarten die Investoren nun die in dieser Woche anstehenden Treffen des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras mit Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Samaras dürfte vor allem für einen zeitlichen Aufschub bei den Reformen werben. Einem Bericht der Zeitung „Imerisia“ zufolge verspricht sich Griechenland davon eine schnellere Erholung von der Krise. Die das fünfte Jahr in Folge in der Rezession steckende Wirtschaft könnte nach Berechnungen der Regierung schon 2014 wieder wachsen, sollte das Land wie gefordert zwei Jahre mehr Zeit zum Erreichen der Defizitziele erhalten, hieß es unter Berufung auf das Finanzministerium.

Bundesbank und EZB dämpften die Stimmung

Vor allem die EZB sorgte für Gesprächsstoff. Im Kampf gegen die Schuldenkrise erwägt die EZB laut „Spiegel“ künftig immer dann Staatspapiere von Krisenländern zu kaufen, wenn deren Zinsen einen bestimmten Aufschlag auf die Renditen deutscher Bundesanleihen überschreiten. Dem Bericht zufolge will der EZB-Rat schon bei seiner nächsten Sitzung Anfang September darüber entscheiden. Ein Sprecher der EZB sagte dazu: „Es ist absolut irreführend, über Entscheidungen zu berichten, die noch nicht getroffen wurden.“

Prognosen der Börsenprofis „Dieses Mal wird es noch schlimmer“

  • Prognosen der Börsenprofis: „Dieses Mal wird es noch schlimmer“
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Die Bundesbank machte zudem in ihrem Monatsbericht grundsätzliche Bedenken geltend: „Staatsanleihekäufe des Eurosystems sind kritisch zu bewerten und nicht zuletzt mit erheblichen stabilitätspolitischen Risiken verbunden". Entscheidungen über eine möglicherweise noch deutlich umfassendere Vergemeinschaftungen von Solvenzrisiken sollten bei der Finanzpolitik beziehungsweise den Regierungen und Parlamenten angesiedelt sein und nicht über die Notenbankbilanzen erfolgen.

  • 20.08.2012, 16:24 Uhrstockpicker1

    Wo ist ihr Problem?! Schauen sie sich doch einfach den deutschen Aktienmarkt (incl. Index-Stände) mal seit 1970 an.

  • 20.08.2012, 16:18 UhrPrivatanleger

    Taschenrechner

    Ganz ruhig bleiben. 2000 hatten wir eine gigantische Blase mit einem KGV von 30. Wer sagt, dass der Stockpicker in einem DAX ETF investiert war? Sie kennen auch seine Bilanz nicht. Außerdem ließ sich in der Vergangenheit mit fair bewerteten oder unterbewerteten Qualitätsaktien sehr viel Geld verdienen.

    Das wird auch in Zukunft so sein.

  • 20.08.2012, 15:58 UhrTaschen_Rechner_hilft

    [...]. Dann haben Sie auch Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn der DAX innerhalb von rund 2 Jahren auf 28 % seines Wertes zusammensackt (2000 bis 2002).

    Den Stand von Anfang 2000 hat er heute, 12 Jahre später, schon zu 88 % wieder erreicht. Einfach noch 2, 5 oder 15 Jahre abwarten, bis Sie dann wieder so vermögend sind, wie Sie es schon 2000 waren. Abzüglich der persönlichen Ertragsbesteuerung versteht sich, denn die ist im Gegensatz zu allen anderen Kosten nicht im Dax eingepreist, der ja bekanntlich ein performance-Index ist. Ihre Transaktions- und Vewahrungskosten müssen Sie zusätzlich natürlich auch noch verdienen. [...] +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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