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Schlussbericht: Griechen-Chaos vermasselt die Dax-Bilanz

Einer achten Dax-Gewinnwoche in Folge machte Hellas einen Strich durch die Rechnung. Äußerungen griechischer Politiker mehrten die Zweifel an einer Rettung Griechenlands und ließen den Dax einknicken.

DüsseldorfSieben Wochen hintereinander konnte der Dax ein Wochenplus verbuchen. Die achte Gewinnwoche in Folge fiel allerdings ins (griechische) Wasser: ein Verlust von 0,5 Prozent steht nämlich zu Buche. Heute sorgten Zweifel an einer Rettung Griechenlands seit Handelsbeginn für fallende Kurse. Die Talfahrt wurde am Nachmittag durch Äußerungen griechischer Politiker, dass sie das Sparpaket nicht mittragen würden, verschnellert. Die ausschreitenden Demonstrationen in Griechenland verstärkten noch den Eindruck einer geteilten Nation. Der Deutsche Leitindex schloss schließlich 1,4 Prozent tiefer bei 6.692 Punkten.

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Der Parteichef der griechischen Rechten hat am Freitag angekündigt, das mit der EU, EZB und IWF vereinbarte Sparpaket im Parlament nicht mitzutragen. Im Parlament hätte die Regierung auch ohne der rechten Partei von Karatzaferis eine Mehrheit, allerdings belastete dies die Stimmung. Am Morgen sorgte die Äußerung von Eurogruppen-Chef Jean Claude Juncker, dass noch nicht alle rund um das Sparprogramm gemachten Auflagen erfüllt seien, bereits für fallende Kurse.

„Trotz der Einigung der Regierungsparteien in Athen bleiben die Anleger skeptisch, ob Griechenland die Pleite wirklich abwenden kann“, sagte Jonathan Sudaria von Capital Spreads. Die endgültige Entscheidung der Euro-Länder über das zweite Rettungspaket für Griechenland wurde auf Mittwoch vertagt. Einige Börsenteilnehmer verwiesen auch auf mögliche Gewinnmitnahmen nach der Rally der letzten Wochen.

Ein Händler an der Frankfurter Börse: Griechenland verhagelte heute die Stimmung. Aus dem achten Wochenplus wurde deshalb nichts. Quelle: AFP
Ein Händler an der Frankfurter Börse: Griechenland verhagelte heute die Stimmung. Aus dem achten Wochenplus wurde deshalb nichts. Quelle: AFP

Im Dax leiden unter schlechter Stimmung bezüglich Griechenland die Finanzwerte immer am stärksten. Die Commerzbank-Aktie beendete den Handel als Dax-Schlusslicht mit einem Abschlag von 5,16 Prozent. Für die Papiere der Deutschen Bank ging es vier Prozent nach unten. Dagegen sorgte ein Lob von Goldman Sachs bei der Infineon-Aktie für steigende Kurse. Die Papiere des Halbleiterherstellers schlossen im Dax 0,1 Prozent gegen den Trend höher. Die Halbleiter-Industrie erhole sich schneller als gedacht, hieß es in dem Kommentar der Analysten.

Eine Reihe von Kurszielerhöhungen bescherte der Daimler-Aktie ein Kursplus. Die Aktien des Autobauers gaben aber mit dem Gesamtmarkt nach und schlossen 0,7 Prozent schwächer. Am Donnerstag hatten sie 4,6 Prozent gewonnen. Die Analysten erhöhten die Kursziele in Reaktion auf die am Vortag veröffentlichten Geschäftszahlen des Konzerns. Den 2011 um ein Viertel auf neun Milliarden Euro nach oben geschraubten Betriebsgewinn will der Stuttgarter Autobauer auch in diesem Jahr halten.

Charts der Woche Spannung in der zweiten Reihe

Commerzbank: Optimismus kehrt zurück

Im Wochenverlauf wurde die Börsenstimmung immer besser. Neue Chancen auf eine zumindest vorläufige Entspannung für Griechenland beflügeln die europäischen Banken. Am Mittwoch schossen Commerzbank-Aktien um bis zu zehn Prozent in die Höhe. Auslöser war die Diskussion um mögliche Zugeständnisse der EZB bei den Verhandlungen um einen Schuldenschnitt. Auch Donnerstag ging es weiter bergauf, nachdem sich die Zustimmung der griechischen Übergangsregierung zum Reformpaket abzeichnete.

An der Wall Street sorgte die Nachricht vom Chaos in Griechenland für Verluste. Der Dow Jones notiert ein Prozent im Minus. Ebenfalls negativ: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar leicht eingetrübt. Der Index von Thomson Reuters und der Universität Michigan fiel nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 72,5 Punkte von 75,0 Zählern im Vormonat. Experten hatten im Schnitt mit 74,5 Punkten gerechnet. Die Finanzlage der Konsumenten bleibe schwach, hieß es. „Die Verbraucher sind derzeit weiter sehr skeptisch, was die Erholung angeht“, sagte Analyst Boris Schlossberg von GFT Forex.

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Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Zuletzt gab es einige vielversprechende Konjunkturdaten. Vor allem am Arbeitsmarkt ging es bergauf - wenn auch langsam.

  • 11.02.2012, 13:15 Uhrdeltaone

    piss off, lousy little lobotomized braindead.
    @Handelsblatt: Und schon wieder ein derartiger Schmutz, wann wird dieser endlich entfernt?

  • 10.02.2012, 18:59 UhrAnonymer Benutzer: imho

    Den Markt interessiert der Griechen"kram" wohl eher peripher, scjließlich dauert er lange genug und der Kram dürfte im großen und ganzen bei den pros öängst eingepreist sein..
    Aber sowas Journalisten erklären zu wollen: da brennen denen eher die Schlagzeilen ab, bevor die irgendwas davon begreifen geschweigen denn verstehen wollen oder können bis zur nächsten Redaktionskonferenz.

  • 10.02.2012, 18:37 Uhrkarstenberwanger

    Alles Geschwafel, eine einzige Meldung (egal ob wahr oder richtig) dass Griechenland ganz toll alles umsetzen wird und schwupp gehts wieder nach oben. Garantiert wird das so kommen denn wer informiert ist der weiss weshalb man dieses LAnd nicht pleite lassen gehen wird, da sonst 5 Finanzriesen auf einen Schlag untergehen würden.

    Also keine Panik und nachkaufen...sogar mit der dämlichen Alpha Bank wird sich ein kurzer Reibach machen lassen.

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