Marktberichte

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Schockwellen: Anleger fürchten den Rückfall in die Krise

Italien wählt das Chaos. Investoren sind schockiert. Weltweit geben die Aktienmärkte nach. Bei einer Auktion von Geldmarktpapieren muss Italien mehr zahlen. Die einzigen Gewinner: Dollar und Bundesanleihen.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

FrankfurtDas schlimmste Szenario, das sich die Investoren vorstellen konnten, ist eingetreten: Die Wahl in Italien hat keinen Sieger hervorgebracht, es droht die völlige Blockade, Silvio Berlusconi hat wieder Oberwasser. Die Schockwellen, die von Italien ausgehen, sind an den Finanzmärkten weltweit zu spüren. Eine Kapitalflucht verunsicherter Italiener wird indes nicht erwartet.

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„Berlusconi hat wohl das politische Comeback des Jahrhunderts geschafft - oder kann zumindest eine Hängepartie erzwingen“, sagte Händler Jordan Hiscott von Gekko Markets. Beides sei Gift für die Märkte. Italien gilt als wichtiger Dominostein in Sachen Euro-Rettung.

Der Euro verlor allein gestern knapp drei Cent gegen den Dollar, am Abend notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3055 Dollar knapp im Minus. Der Dax brach am heutigen Handelstag vollständig ein und ging am Ende mit einem Verlust von 2,27 Prozent auf 7597 Punkte aus dem Handel. Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihe aus Italien zogen deutlich an, zuletzt auf 4,8 Prozent (Vortagesschluss: 4,48).

Bei einer Versteigerung staatlicher Schuldtitel mit einer Laufzeit von einem halben Jahr stieg die zu zahlende Rendite auf 1,24 Prozent, wie die italienische Notenbank am Dienstag in Rom mitteilte. Das ist rund ein halber Prozentpunkt mehr als bei einer vergleichbaren Auktion Ende Januar. Trotzdem gelang es dem Land allerdings, mit 8,75 Milliarden Euro so viel Geld wie geplant einzusammeln. Die Nachfrage war jedoch leicht rückläufig.

Im Schlepptau wurden auch die Anleihen anderer krisengeplagter Länder verkauft. Die Rendite portugiesischer Zehnjähriger kletterte auf 6,52 (6,20) Prozent. Spanische Bonds rentierten mit 5,56 (5,13) Prozent.

Internationale Pressestimmen zur Wahl in Italien

Wir empfehlen, Staatsanleihen der Peripherieländer wegen der hohen Unsicherheit bis auf weiteres unterzugewichten, schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die Märkte dürften in den kommenden Wochen nervös bleiben. Aber wir rechnen nicht mit einer Eskalation der Staatsschuldenkrise wie 2011.

Der Tag an den Märkten (Stand:16:00)

Gefragt waren dagegen Bundesanleihen, deren Rendite auf 1,48 Prozent fiel. Der Bund-Future verzeichnete eine rege Nachfrage und stieg um 1,43 auf 144,95 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Dezember.

Auch an den Aktienmärkten hinterließ die Wahl deutliche Spuren. In Frankfurt gab der Dax um zwei Prozent auf 7.621 Punkte nach. Der CAC 40 in Paris verlor zwei Prozent. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 1,4 Prozent nach unten. In Italien sackte der FTSE MIB nach Handelsstart deutlich unter die 16.000-Punkte-Marke. Er verlor zuletzt 4,1 Prozent.

  • 26.02.2013, 07:15 UhrLucy

    Na, D1, immer noch in Lohn und Arbeit oder dank Vola inzwischen unabhängiger Flex-Trader?

  • 26.02.2013, 07:39 UhrInsider

    Wieder einmal nahmen die Bullen Anlauf,wieder einmal wurden sie oben abgecasht,manche lernen es nie.

  • 26.02.2013, 07:49 UhrDerhofnarr

    Danke Berlusconi, wir sind jetzt endlich auf einem guten Wege. Die Krise ist vorbei, der Euro ist gerettet und alles wird gut. Bitte jetzt Aktien kaufen und das sinnfreie Gold schnellstmöglich abstossen. Bitte alle DDR-Merkel wählen,damit die Zeiten des immerwährenden Wohlstandes nicht enden werden.

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