New YorkDie US-Börsen haben Amerikas Verlust der Kredit-Bestnote AAA teuer bezahlt: In New York gingen alle drei großen Indizes am Montag mit massiven Verlusten aus dem Handel. Sämtliche Aktien im S&P 500 schlossen im Minus. Damit schwappte die Verkaufswelle nach der Herabstufung der US-Staatsanleihen durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nach Handelsschluss am Freitag einmal um die ganze Welt. Die Umsätze waren so hoch wie seit dem Tag nach dem Flash-Crash nicht mehr.
Auch die anhaltende Sorge über die Schuldenkrise in Europa trug zu den Verlusten bei, obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) Händlern zufolge spanische und italienische Anleihen für mehrere Milliarden Euro aufkaufte.
S&P war unzufrieden mit den von der Regierung beschlossenen Sparmaßnahmen. Die Demokratische Partei von Präsident Barack Obama und die oppositionellen Republikaner hatten sich zuletzt zwar auf eine Anhebung der Schuldengrenze geeinigt, aber laut S&P keine ausreichenden Maßnahmen zur Begrenzung der Schuldenlast beschlossen. Während der Finanzkrise nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers unterstützte die US-Regierung die Wirtschaft mit milliardenschweren Hilfsprogrammen. Die Schuldenlast und die Defizite im Staatshaushalt sind daher deutlich gestiegen. Nun erschwert das schwache Wirtschaftswachstum die Reduzierung der Haushaltsdefizite. Der scharfe politische Streit zwischen Demokraten und Republikaner mache die US-Politik ineffektiv und unvorhersehbar, begründet S&P ihre Entscheidung. Während die Demokraten auch Steuern anheben wollen, lehnen die Republikaner dies kategorisch ab.
Vorerst mit Schweigen. Die USA äußern sich nicht direkt zu der Herabstufung, von der EU ist auch nichts zu hören. Auch Berlin gibt sich wortkarg. Hinter den Kulissen geht es aber kräftig zur Sache. Die Notenbankchefs wollten bei einer Telefonkonferenz beraten, wie sich die Herabstufung auf die Märkte auswirken wird. Angeblich wollten die G7-Finanzminister eine verbale Beruhigungspille für die Märkte ausarbeiten.
Das ist sehr schwer vorherzusagen. An den Märkten wurde eine Herabstufung durch S&P in den vergangenen Tagen schon erwartet - es gab eine Vorwarnung der Ratingagentur. Zudem haben die USA noch bei den beiden anderen Ratingagenturen Moody's und Fitch die Bestnote „AAA“. Niemand muss also US-Anleihen verkaufen. Zudem haben große Anleger wie China und Japan kaum eine wirkliche Alternative zum großen und liquiden US-Markt. „Den amerikanischen Anleihemarkt dürfte dies mittelfristig wenig beeindrucken“, erwartet Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er verweist auf Japan, das mit einem schlechteren Rating und einem höheren Schuldenstand sich problemlos an den Märkten refinanzieren kann. „Aber natürlich ist dieser Schritt für die Anleihemärkte eine weitere Belastung.“ Tatsächlich könnte der Zeitpunkt aber kaum ungünstiger sein. Die doppelte Schuldenkrise in den USA und Europa hat an den Aktienmärkten in den vergangenen Tagen zu schweren Kurseinbrüchen geführt. Zudem signalisierten einige Konjunkturdaten, dass die USA in die Rezession zurückfallen könnte. Und was bedeutet das für die globale Konjunktur? Die Weltwirtschaft könnte belastet werden, falls nun die Zinsen in den USA merklich steigen würden. Dies könnte die sowieso schon schwächelnde US-Konjunktur belasten und die Weltwirtschaft unter Druck bringen. Allerdings dürfte die US-Notenbank in einem solchen Fall erneut massiv US-Anleihen kaufen, und so die Wirtschaft stützen. Ein Zusammenbruch der Kreditversorgung wird weder in den USA noch in Europa befürchtet. Die Notenbanken können aus ihren Erfahrungen aus der Lehman-Krise schöpfen und würden die Märkte ausreichend mit Liquidität versorgen. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken bereits am vergangenen Donnerstag zusätzliche Liquidität angeboten. Eine deutliche Abschwächung der Weltwirtschaft ist aber angesichts der hohen Unsicherheit nicht unwahrscheinlich. Dies würde einen Abbau der hohen Schulden erschweren.
Ja, sollte es nicht zu dem eher unwahrscheinlichen Zusammenbruch des Weltfinanzsystem kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt die Garantie der Regierung für alle Sparguthaben bestätigt. Allerdings dürfte jetzt die EZB bei einer Zuspitzung der Krise die Zinsen nicht mehr weiter anheben. Dies hätte beispielsweise auch Auswirkungen auf die Zinsen des Sparbuchs.
Nein, denn die USA erhielten auch damals schon Bestnoten für ihre Kreditwürdigkeit. Standard & Poors entstand 1941 aus den beiden Agenturen Standard Statistics und Poor’s Publishing. Beide Unternehmen hatten die USA zuvor stets mit ihren jeweiligen Bestnoten bewertet.
Bei der jüngsten Herabstufung auf AA+ handelt es sich also um ein wahrhaft historisches Ereignis: Noch nie zuvor haben die Vereinigten Staaten ihre Topbewertung verloren.
Alle drei großen US-Indizes verloren mehr als fünf Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 5,6 Prozent tiefer auf 10.809 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 sackte um 6,7 Prozent auf 1119 Zähler ab - der größte Verlust nach Prozenten seit Dezember 2008.
Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 6,9 Prozent im Minus bei 2357 Stellen. Die Nervosität der Händler schlug sich im Volatilitäts-Index VIX nieder: Der sogenannte „Angst-Index“ lag am Ende bei 48 Punkten - ein Anstieg um 50 Prozent - und damit zum ersten Mal seit Mai 2010 auf mehr als 45 Punkte.
Der Absturz wird weitergehen.....er ist schon lange geplant.
Der neue, goldgedeckte Dollar liegt schon parat.
Allerdings ist in Wirklichkeit kein Gold mehr da um ihn zu decken.
In Fort Knox liegen Fake Wolframbarren und das deutsche Gold ist auch weg. Verscherbelt in die Hände der Reichen.......
Aha, die Wall Street stürzt laut Handelsblatt also "ins Bodenlose" und es herrscht "Panik". Seltsam, dass bei ähnlichen Verhältnissen im DAX gestern von allen Medien und Kommentatoren beschwichtigt wurde, dass es kein Absturz ist und schon gar keine Panik gibt. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen oder geht es nur um Schlagzeilen?
Die gesamte Krise erscheint mir wie eine gewalt(ät)ige Umverteilungsorgie, und muss einfach hinterfragt werden, auch wenn ich mir jederzeit dessen bewusst bin, dass ich letzlich im Dunkeln tappe und wahrscheinlich noch dabei hinter's Licht geführt werde.
Wenn ich mich während der Krise nur an Handelsblatt und Konsorten gehalten hätte, wäre mir womöglich auch verborgen geblieben, dass gerade ein weltweiter Finanzkrieg tobt, wenn er nicht gar von geostrategisch Interessierten vom Zaun gebrochen wurde. Denn dass die Schulden, die sich rings um uns aufgetürmt haben, niemals hätten abgearbeitet werden können, war möglicherweise auch schon vor der "großen Krise" absehbar, zumindest für diejenigen Leitwährungswölfe, die halt den gewissen Vorsprung hatten und haben. Sollte es zu einem globalen Debakel kommen ist dann halt nur die Frage, wer für die Zeit danach am besten gerüstet ist.
Man sollte heute nicht nur flexibler Arbeiten, sondern vor allem auch flexibler denken.
Soweit zum Thema Verschwörungstheorien im allgemeinen und meiner im besonderen.





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