Marktberichte

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Währungen: Euro leidet unter US-Haushaltskrise

Die Haushaltsdebatte in den Staaten belastet den Euro. Die Gemeinschaftswährung fiel am Freitag unter 1,32 Dollar. Auch die Diskussion um Zypern schadet der Währung.

Dem Euro macht die US-Haushaltsdebatte zu schaffen. Er sank am Freitag unter 1,32 ollar. Quelle: dapd
Dem Euro macht die US-Haushaltsdebatte zu schaffen. Er sank am Freitag unter 1,32 ollar. Quelle: dapd

Frankfurt/MainDer Kurs des Euro ist am Freitag angesichts gewachsener Risiken in den USA und im Euroland Zypern unter die Marke von 1,32 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3183 Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise 1,3250 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Mittag auf 1,3209 (Donnerstag: 1,3246) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7571 (0,7549) Euro.

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Die Chancen auf eine rechtzeitige Einigung im US-Haushaltsstreit zur Umschiffung der sogenannten „Fiskalklippe“ sind abrupt gesunken. Republikanerführer John Boehner musste am Donnerstagabend (Ortszeit) überraschend eine von ihm angesetzte Abstimmung über Steuererhöhungen für Superreiche mit mehr als einer Million Dollar Jahreseinkommen absagen. Er räumte selbst ein, dass er im Repräsentantenhaus in dieser Frage keine Mehrheit habe.

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Die Unsicherheit belastet laut Devisenexperten vor allem den Euro, da der Dollar weiter als sicherer Hafen gilt. Sollten die Republikaner mit den Demokraten von US-Präsident Barack Obama keine Lösung finden, würde eine Reihe von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen automatisch in Kraft treten. Damit könnten die USA in eine Rezession stürzen.

Zudem rückte in der Eurozone die Diskussion um einen Schuldenschnitt für Zypern in den Fokus der Märkte. Bei der Rettung des angeschlagenen Eurostaats zeichnet sich keine einfache Lösung ab. Der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und Zyperns Präsident Dimitris Christofias lehnten einen Schuldenschnitt für das Land ab, während die Bundesregierung keine Position beziehen wollte. Zudem hatte die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Zyperns erneut um zwei Stufen gesenkt. Die Bonitätsnote sei von „B“ auf „CCC+“ reduziert worden. Hoffnung gab es jedoch aus Russland. Präsident Wladimir Putin hat einen Beitrag für die Rettung der Mittelmeerinsel nicht ausgeschlossen.

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Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81420 (0,81460) britische Pfund, 110,99 (111,52) japanische Yen und 1,2077 (1,2079) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1651,50 (1650,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 440,00 (39 810,00) Euro.

 

  • 22.12.2012, 12:50 UhrAdolf

    Die Diskussion um Zypern schadet nicht der Währung, ganz im Gegenteil es hilft der Währung da diese dadurch wieder auf einen realistischen Wechselkurs fällt.
    Die Gemeinschaftswährung fiel am Freitag unter 1,32 Dollar, 1,20 wäre für die Mehrheit der Euroländer angebracht.
    Für Deutschland, wegen der Produktionsauslagerung ins Nichteuroausland ist es aber umgekehrt, je stärker der Euro desto billiger die ausgelagerte Produktion.
    Daher das ewige Gejammer über den schwachen Euro.
    Zuerst Verrat und dann noch weinen und beschweren, das habe ich gerne!

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