Marktberichte

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Wall-Street-Ausblick: Syrien und US-Notenbank beschäftigen US-Anleger

Die US-Börsen gehen kommende Woche in einen verkürzten Handel: Die große Frage der Anleger neben Syrien allerdings bleibt: Wie geht es weiter mit der US-Geldpolitik? Eine Antwort könnten die US-Arbeitsmarktdaten liefern.

Was macht die Fed, was passiert mit Syrien? Broker an der Wall Street Quelle: ap
Was macht die Fed, was passiert mit Syrien? Broker an der Wall Street Quelle: ap

New YorkDie Aktienmärkte weltweit stehen in der kommenden Woche erneut im Bann des Syrien-Konflikts und der Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Auch an der Wall Street blicken die Anleger gespannt ab wann und wie stark die Fed die geldpolitischen Zügel anzieht.

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Kommende Woche wird an der US-Börse nur an vier Tagen gehandelt. Am Montag bleibt die Wall Street wegen des Labor Day geschlossen. Am Freitag erlebte der S&P 500 mit einem Minus von 3,1 Prozent den heftigsten Einbruch in einem Monat seit Mai 2012.

Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed erwarten die US-Anleger von den US-Arbeitsmarktdaten für August, die am Freitag veröffentlicht werden. Starke Jobzahlen würden nach Einschätzung von Experten den Eindruck verfestigen, dass bereits beim Treffen der Notenbank am 17. und 18. September der beginnende Ausstieg aus den milliardenschweren Anleihe-Käufen beschlossen wird. Von Reuters befragte Analysten sagen für August die Schaffung von 175.000 neuen Jobs voraus, nach einem Plus von 162.000 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote werde bei 7,4 Prozent verharren.

Sollten mehr als 190.000 Stellen geschaffen werden und die Quote auf 7,3 Prozent fallen, rechnet die Deutsche Bank damit, dass die US-Notenbank den Ausstieg einleitet. „Die August-Zahlen müssen wirklich enttäuschend ausfallen, damit die Fed von ihrem im Juni von Fed-Chef Ben Bernanke vorgestellten Zeitplan abweicht“, schrieb die Deutsche Bank.

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Doch über allem steht weiterhin die Lage in Syrien. Zu einem schnellen Militärschlag wird es dort jedoch erst mal nicht kommen. US-Präsident Barack Obama will den Kongress um Zustimmung für einen begrenzten Luftangriff bitten. Die Abstimmung darüber könnte wohl frühestens ab 9. September nach Ende der Sommerpause erfolgen. „Die Hauptgefahren für die Märkte liegen in einem Flächenbrand im Nahen Osten, einem weiteren deutlichen Ölpreisanstieg, der die sich gerade langsam erholende Konjunktur wieder abwürgen könnte, und einem offenen Konflikt mit Russland“, sagen die Experten der LBB.

Einfluss auf die US-Geldpolitik könnte auch der Ölpreis haben. Im Vorfeld eines möglichen Militärschlags des Westens gegen Syrien prognostiziert die französische Bank Société Générale ein neues Rekordhoch von 150 Dollar. „Ein steigender Ölpreis erhöht die Benzinpreise, was in den USA die erhoffte Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr zumindest verzögern könnte“, betonen die LBB-Experten. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihr Ankaufprogramm für Anleihen und Immobilienpapiere im Volumen von derzeit 85 Milliarden Dollar monatlich nicht wie bislang erwartet im September zurückfahren wird.

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