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Wall Street Bericht: US-Börsen schließen leicht im Plus

Die Einigung über das griechische Sparprogramm hat die Wall Street am Donnerstag kaum beeindruckt. Auch Positivsignale vom US-Arbeitsmarkt sorgten nicht für ein deutliches Plus. Die Investoren zeigten sich verunsichert.

Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AFP
Händler an der New Yorker Börse. Quelle: AFP

New YorkDie US-Börsen habe die Einigung in Griechenland auf weitere Sparschritte am Donnerstag verhalten aufgenommen. Die führenden Indizes legten zwar leicht zu. Obwohl die Athener Koalitionsspitzen nach wochenlangen Verhandlungen doch noch dem von der EU und dem IWF geforderten Sparprogramm zustimmten, wagten sich die Anleger aber nicht weit aus der Deckung.

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„Es gibt angesichts der Vorgeschichte noch immer erhebliche Zweifel, ob die Vereinbarungen in die Tat umgesetzt werden“, sagte Jack Ablin von Harris Private Bank in Chicago. „Der Markt verharrt in einer abwartenden Haltung.“ Auch positive Signale vom US-Arbeitsmarkt konnten die Kurse nur wenig anschieben.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche überraschend. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte etwas fester bei 12.890 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.846 und 12.924 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1351 Punkten, ein Plus von 0,15 Prozent. auf 2927 Punkte.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 6788 Punkten aus dem Handel. Im Streit über Zwangsräumungen von Häusern überschuldeter Familien einigten sich die US-Behörden und die Finanzwirtschaft auf einen Vergleich. Nach Regierungsangaben erklärten sich die großen Banken des Landes bereit, insgesamt 25 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen.

Papiere der Bank of America reagierten mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent, Wells-Fargo -Aktien gaben um 0,2 Prozent nach. Zu den Gewinnern des Tages gehörte der Computerkonzern Apple, dessen Aktie im Tagesverlauf auf den Rekordwert von 496,75 Dollar stieg. Unbestätigte Berichte über gute Verkaufszahlen für das iPhone 4S und die Einführung der dritten iPad-Generation Anfang März heizten die Nachfrage an.

Zum Handelsschluss waren es letztlich 493,77 Dollar, ein Plus von 3,6 Prozent. Der Kreditkartenanbieter Visa profitiert weltweit von der Kauflaune seiner Kunden. Trotz der vielerorts verbreiteten Konjunktursorgen zeigten sich die Visakarten-Inhaber im abgelaufenen Quartal ausgabefreudig und bezahlten wieder mehr mit ihren Plastikkarten.

Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Quartal um 16 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Die Visa-Aktie verteuerte sich um 3,8 Prozent. Für die Papiere von PepsiCo ging es dagegen 3,7 Prozent abwärts. Der Getränkekonzern will mit millionenschweren Investitionen und Stellenstreichungen seinem größeren Rivalen Coca-Cola Paroli auf dem Heimatmarkt bieten.

Das Unternehmen will in diesem Jahr 500 bis 600 Millionen Dollar in zwölf seiner Softdrink-Marken investieren, um den Verkauf anzukurbeln. Mit einer Kursexplosion von rund 17 Prozent reagierten die Aktien des Softwareanbieters Taleo auf die Übernahme durch den größeren Konkurrenten Oracle. Oracle-Scheine notierten kaum verändert.

Auf Talfahrt begaben sich die Aktien des Schnäppchenportals Groupon, nachdem das Unternehmen einen Quartalverlust verbucht hatte. Das Papier brach 13,9 Prozent ein. Cisco-Aktien sanken um 2,1 Prozent, obwohl das Unternehmen die Früchte eines eisernen Sparkurses erntet.

Der weltgrößte Netzwerkausrüster steigerte im abgelaufenen Quartal sowohl den Umsatz als auch den Gewinn unerwartet deutlich. Außerdem legte der Konzern im Gegensatz zu vielen Rivalen eine optimistische Prognose vor und stockte seine Dividende um ein Drittel auf. Die in den USA gehandelten Dividendenpapiere der Schweizer Großbank Credit Suisse ließen drei Prozent Federn. Die Euro-Schuldenkrise setzte dem Geldhaus im vergangenen Jahr hart zu. Der Jahresgewinn fiel um 62 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 1516 Werte legten zu, 1466 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1116 im Plus, 1390 im Minus und 112 unverändert.

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