
DüsseldorfDer Dax bricht einen Rekord nach dem anderen. Die Marke von 8.500 Punkten ist nicht mehr weit. Doch mit jedem Punkt, den der Index zulegt, nimmt auch die Fallhöhe zu. Wie lange geht es noch weiter nach oben - bevor der Absturz kommt? Anleger können zunächst einmal beruhigt sein: Noch ist es nicht so weit. Eine wichtige Zutat für den Crash fehlt noch.
„Die heimischen Aktienmärkte setzen ihre Rekordjagd fort. Aber wir verzeichnen mehr ungläubiges Staunen als echte Jubelstimmung“, sagt Manfred Hübner, Geschäftsführer von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.
Bisher war die Rally an den Börsen eine exklusive Veranstaltung. In der ersten Phase haben vor allem risikofreudige Investoren gekauft, zum Beispiel Hedge Fonds. Dem folgten weitere Profis wie Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, zuletzt auch vorsichtigere Investoren wie Versicherungen und Pensionskassen. Nur die Privatanleger schauten lange zu. Erst seit der Dax über 8.000 Punkte geklettert ist und in der Folge ein neues Allzeithoch erreicht hat, geben sie ihre Skepsis auf, allerdings nur sehr zögerlich.
Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.
In Frankfurt geht das "Interbank Informations System" - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.
Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.
Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.
Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.
Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für "Exchange Electronic Trading" - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.
Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht.
Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.
Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.
Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.
Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab.
Der Absturz der damals im Dax gelisteten Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate um 35 Prozent leitet die Talfahrt des Dax ein.
Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: 56 Prozent hat der Dax seit dem Hoch vom 13.7.2007 eingebüßt. Mit 3588 Punkten erreicht er zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es mehr oder weniger bergauf. Anfang Mai 2011 steht der Dax schon wieder bei 7500 Punkten.
Der Dax knackt mehrere Tage hintereinander ein Allzeithoch nach dem anderen und erreicht den höchsten Stand aller Zeiten: 8.358,23 Punkte.
Der Dax schießt in der Spitze rund 0,9 Prozent ins Plus auf 8.558 Punkte – ein neues Allzeithoch. Gegen Handelsende beruhigt sich die Lage ein wenig. Am Ende schließt der Deutsche Aktienindex rund 0,7 Prozent fester auf 8.531 Zähler.
Aufgeschreckt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China gehen die Börsen rund um den Globus auf Talfahrt. Am härtesten trifft es den Nikkei. Der japanische Leitindex bricht um gut 1.100 Punkte oder 7,3 Prozent auf 14.483 Zähler ein und verbuchte damit den größten Tagesverlust seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Das geht auch nicht am Dax vorbei. Am Ende verliert der Leitindex 2,1 Prozent auf 8.351 Punkte.
„Die Party bleibt im Anlegerlager umstritten. Das ist positiv!“, sagt Hübner. Das zeigen nicht nur die Sentix-Daten, das weiß Hübner auch aus eigner Erfahrung. Er sei in letzter Zeit häufig von Bekannten gefragt worden, was denn an der Börse los sei - und zwar nicht, weil die Leute die besten Anlagetipps haben wollten, sondern weil sie der Rally nicht trauten.
Für den Marktforscher ist das ein gutes Zeichen. Denn ein gewisses Maß an Skepsis ist gesund für die Börsen. Die Logik dahinter: Wenn sich alle bereits mit Aktien eingedeckt haben, ist keiner mehr da, der noch kauft. Herrscht dagegen Skepsis, gibt es immer noch Anleger, die noch nicht gekauft haben.

Vom bereinigten Allzeit-Hoch ohne fälschlicher Weise eingerechneter Dividende sind wir noch meilenweit entfernt.
Lesen Sie mal:
http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/aktienmarkt-der-dax-rekord-der-keiner-ist_H1097111313_61946/

Helikopter-Ben dreht morgen den Geldhahn ab und dann sehen wir bald das Jahrestief.

@Santos
Keine Sorge, "karstenberwanger" kann man nicht mehr helfen. Wer zuhause frustriert vor dem Computer gegen jeden und alles schimpft und seine Katze "mimi.." in der Toilette vergisst, dem kann man nicht mehr helfen.
"karstenberwanger" fürchtet sich vor allem, ist mit allem unzufrieden, Kommentare sind nicht nachvollziehbar und er ist leider ein typisch uninformierter Deutscher, der sehr ängstlich und introvertiert lebt.
Neues und Veränderung bedeutet für ihn eine existenzielle Bedrohung. Davon können wir uns aber nicht anstecken lassen!






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