Bankenverkäufe: Es ist zehn Monate her, dass eine von der Royal Bank of Scotland
angeführte Gruppe 100 Milliarden US-Dollar für ABN
Amro bezahlte, eine niederländische Bank, die weithin als zweitrangig betrachtet wurde. Und vier Monate ist es her, dass Breakingviews seine Leser aufforderte, darüber zu entscheiden, wie sie dieselbe Summe zum Kauf von Banken verwenden würden. Im Februar war schon klar, dass die Royal Bank of Scotland
(RBS)
und ihre Partner besser noch gewartet hätten - die Preise sanken. Seitdem lief es für Bankaktien nicht gerade gut.
Wir hielten die Zeit für gekommen, den interaktiven Breakingviews-Bankeneinkaufswagen wieder hervorzuholen, um die Vorteile des Sommerschlussverkaufs bei den Banken wahrzunehmen. Die Preise stürzten geradezu ab. HBOS
und Lehman Brothers
sind nur noch halb so teuer wie Mitte Februar, UBS
und Wachovia
haben ein Drittel an Wert verloren. Und, zum Leidwesen, der Käufer, wurde Bear Stearns
bereits verkauft.
Etwas fehlt natürlich beim großen Bankensommerschlussverkauf: Käufer, die 100 Milliarden US-Dollar für eine Einkaufstour locker machen können und wollen. Sicher, man sagt Barclays
Kapitalaufnahmen nach, vielleicht für Akquisitionen. Doch angeblich sucht die Bank weniger als zehn Milliarden US-Dollar, und einiges davon, wenn nicht alles, wird zur Sanierung der eigenen Bilanz benötigt. Aber ist es nicht immer so? Wenn die Preise im Keller sind, haben die Käufer gerade kein Geld. Unsere Leser können aber zumindest so tun.
