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05.11.2007 
US-Unternehmen

Die alten Herren kommen wieder

von Rob Cox, breakingviews.com

Eine Woche nachdem auch die früheren Merrill-Lynch-Vorstandsmitglieder auf die Amtsenthebung des Vorstandsvorsitzenden Stan O'Neal gedrängt haben, rüttelt mit Maurice Greenberg, 82, der nächste alte Mann am Käfig seines Unternehmens, der American International Group (AIG), dem Versicherer, den er 40 Jahre lang führte. Es ist normal, dass frühere Chefs mit ein wenig freier Zeit und ein paar Aktien ihres alten Arbeitgebers gerne wieder zurück im Spiel sein möchten.

Dies stimmt im Besonderen für entthronte Chefs wie Greenberg, der zwar nicht der Gründer war, AIG aber zu dem bemerkenswerten Unternehmen machte, dass es heute ist. Ob aber diese alten Häuptlinge den Glanz der alten Zeit wieder zum Leben erwecken können, ist fraglich.

Das Erbe der früheren Superstars der Vorstände – zum Beispiel Sandy Weill von Citi oder Jack Welch von General Electric (GE) – ist einfacher einzuschätzen, nachdem sie ihr Unternehmen verlassen haben. Unter Welch entwickelte GE einen Premiumstatus, dem der Konzern heute hinterherläuft – obwohl GE stärker und diversifizierter ist als zuvor. Weill wurde belohnt für die Errichtung eines Imperiums; eine Fähigkeit, die die Bank jetzt nicht mehr benötigt.

Und Greenberg? Er verließ AIG wegen Problemen in der Konzernbilanzierung. Diese Bedenken sind zwar zerstreut, doch die Konfrontationshaltung des früheren Vorstandschefs gegenüber den Regulierungsbehörden ist einer neuen Zusammenarbeit nicht unbedingt dienlich.

Das heißt nicht, dass Greenberg dabei helfen könnte, AIG wieder nach vorn zu bringen. Aber jeder Investor, der von Greenbergs Wiederkehr erwartet, dass der Aktienpreis bald über 100 Dollar liegt, wie es früher war, würde sich irren.

For further commentary see:
breakingviews.com
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