0 Bewertungen
08.06.2008 
Apple

iPhone 2.0: Irrsinnig Neues muss her

von Robert Cyran, breakingviews.com

Steve Jobs wird laut Medienberichten am Montag das iPhone der zweiten Generation vorstellen. Wird es Apple wieder gelingen, den Zeitgeist für elektronische Geräte zu treffen, die mit allen Schikanen ausgestattet sind? Dazu müsste die Firma mit einem wirklich überwältigenden und neuen Produkt aufwarten - und nicht nur ein paar kleinere Verbesserungen vornehmen.

Steve Jobs mit einem iPhone der ersten Generation: Der Apple-Chef muss bei der neuen Version etwas Unerwartetes präsentieren, will er der Konkurrenz zusätzliche Kunden abjagen. Foto: apLupe

Steve Jobs mit einem iPhone der ersten Generation: Der Apple-Chef muss bei der neuen Version etwas Unerwartetes präsentieren, will er der Konkurrenz zusätzliche Kunden abjagen. Foto: ap

Angesichts der legendären Verschwiegenheit von Apple wird in den Berichten wild spekuliert, welche neuen Merkmale das Telefon aufweisen könnte. Einig sind sich die meisten Beobachter, dass das neue Gerät sich des 3G-Standards für eine schnellere Datenübertragung bedienen wird, dass es aktualisierte Profi-Anwendungen umfassen wird, um wirkungsvoller mit dem Blackberry von Research in Motion konkurrieren zu können, dass es einen größeren Speicher haben und die Batterie länger halten wird. Für die Nutzer wäre dies sicher großartig.

Aber eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Apple seine Geräte und seine Software stufenweise verbessert. Tatsächlich passiert es nicht oft, dass die nächste Generation eines Produkts gegenüber den Vorgängerversionen keine wesentlichen Fortschritte verbuchen kann - und wenn doch, kommt dies schon fast einem Schock gleich. Damit ist größtenteils erklärt, warum so viele Nutzer Vista von Microsoft so vehement kritisiert haben.

Apple steht jetzt vor der Aufgabe, die derzeitigen iPhone-Besitzer dazu zu ermuntern, sich die neueste Version zu sichern - und die Blackberry-Anhänger und andere, die dem iPhone-Kult noch nicht verfallen sind, davon zu überzeugen, umzusteigen. Um dies zu erreichen, wird Jobs etwas Unerwartetes präsentieren müssen. Und das ist viel schwieriger.

Sich geistige Anregungen von außen zu holen, könnte hilfreich sein. Externe Entwickler schaffen neuartige Anwendungen für das iPhone, die Apple auf seiner Website verkaufen könnte. Wenn einige davon sich so durchsetzen, dass sie einfach jeder haben muss, dann könnte das Telefon das nötige Prestige erlangen. Jobs mag brillant sein, aber auch er hat die Genialität nicht gepachtet.

For further commentary see:
breakingviews.com
Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
BASF SE  neutral -2.05%
AIR FRANCE-KLM  buy +117.21%
KONINKLIJKE AHOLD NV  buy +8.82%
ARAGON AG  neutral +11.28%
ERICSSON(L.M.)(TELEFO...  sell -9.03%
DEUTSCHE BANK AG  neutral +132.32%
BUZZI UNICEM SPA  neutral +22.63%
CELESIO AG  buy +18.36%
MVV ENERGIE AG  sell -6.45%
EASYJET  neutral +22.90%