Fondsgesellschaften fassen deshalb die Golfregion mit Nordafrika zusammen, um über ausreichende Anlageoptionen zu verfügen. So ermöglicht Mena zwar eine breite Risikostreuung, denn die Korrelation zwischen den einzelnen Ländern wie auch mit der Weltwirtschaft ist gering. Anlagen in der arabischen Welt bergen aber Gefahren und benötigen Expertise. Zum Vergleich: Bric fasst die vier ertragreichsten Schwellenländer zusammen: Brasilien, Russland, Indien, China.
Länderexperten kümmern sich um die Aktienauswahl in jeder einzelnen Nation. Das ist bei Mena schwierig. So werden zehn bis 15 verschiedene Volkswirtschaften nicht vor Ort, sondern meist aus London betreut. Experten betonen: Wirklich interessant seien nur Anlageprodukte lokaler Wettbewerber, die in den arabischen Ländern verwurzelt seien und Know-how hätten.
Den Anlegern bleibt zu wünschen, dass die Zusammenfassung solch disparater Ökonomien nicht der Abkürzung Mena willen geschehen ist. Fondsmanager erschufen ein Produkt aus der Vermutung, dass prosperierende Ölstaaten einerseits und bevölkerungsreiche Regionen andererseits für den Anleger hohe Renditen erwirtschaften könnten. Wie sich die Fonds entwickeln, sollte genau beobachtet werden.
