Bislang könne man die Erholungsbewegung noch als lediglich idealtypischen Rücklauf an das Ausbruchsniveau der Doppel-Top-Formation bei 7 190 Zähler interpretieren. "Schlusskurse über 7 200 Punkten lassen an diesem Szenario allerdings Zweifel aufkommen und bringen die Bären in Erklärungsnöte, hätten sie doch die Chance auf einen Impulswechsel an einem plausiblen technischen Punkt verpasst", sagt der WGZ-Bank-Händler.
Und genau danach sehe es aus, berücksichtige man im Rahmen der technischen Analyse auch die Stimmungsindikatoren. Zwar zeige eine Analyse der Put-Call-Ratios für den US-Aktienmarkt, der auch in dieser Hinsicht maßgeblich für die Kursentwicklung hier zu Lande sei, dass von weiteren Short-Eindeckungen kein Rückenwind mehr zu erwarten sei. Allerdings zeige sich bei der Befragung institutioneller Investoren ein unverändert verhaltenes Stimmungsbild. Die daraus abzuleitende Unterinvestition könne in Kombination mit dem zunehmenden Performance-Druck verstärkte Käufe auslösen.
Vor diesem Hintergrund erscheine der Bereich um 7 200 Punkte als alles entscheidende Wegmarke für die kommenden Wochen. "Wir diese Hürde nachhaltig überwunden, ist das ein nur schwer zu ignorierendes Signal. Dann werden viele Investoren aufgrund des Performance-Drucks in den Markt einsteigen müssen", sagt Krekeler. Vor diesem Hintergrund könnten die Sommermonate, entgegen dem üblichen saisonalen Muster, in diesem Jahr durchaus für Kursgewinne stehen.
Wie Sie auch vom Auf und Ab der Märkte mit Zertifikaten profitieren, lesen Sie alle 14 Tage im Zertifikate-Newsletter von Handelsblatt.com.
» Hier geht's zur Anmeldung.

