In den vergangenen zwei Wochen hat der Deutsche Aktienindex erneut herbe Einbußen hinnehmen müssen. In der Spitze verlor er mehr als 50 Prozent seit Beginn der Finanzkrise.
HB DÜSSELDORF. Doch die Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank zeigt noch immer keine Kapitulationsstimmung der Investoren. Und trotz der Finanzmarktkrise bleibt das Interesse an den Finanzmärkten weiterhin hoch: 770 Leser haben aktuell abgestimmt. Zwar leidet deren Stimmung in der aktuellen Auswertung, doch ein echter Einbruch bleibt aus. Der Stimmungsindex für die kurzfristige Sichtweise "dümpelt" seit Monaten um die Nulllinie herum und kann sich weder für die eine noch andere Richtung entscheiden. Mit Werten von drei Prozent ist auch in dieser Woche kein sonderliches Signal erkennbar. In der Spitze wurden bereits Werte von minus 34 Prozent errechnet. Damit verglichen sind die aktuellen Werte alles andere als pessimistisch anzusehen.
Der Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise bleibt mit Werten von 25 Prozent weiterhin auf dem bekannten Kurs: überwiegend positiv. Zur Erinnerung: Hier wurde in der Spitze bereits Werte von drei Prozent ermittelt.
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Nicht zuletzt geben die befragten Leser an, seit zwei Monaten einen längeren Anlagehorizont als in den vergangenen drei Wochen zu favorisieren. Auch hier ist weiterhin eine gewisse Risikobereitschaft erkennbar. Alles in allem sind das keine Ergebnisse die eine Kapitulationsstimmung beschreiben und somit das Ende der Krise "bescheinigen" würden.
Vor diesem Hintergrund muss übergeordnet auch weiterhin mit rückläufigen Kursen gerechnet werden. Die Charttechnik lässt durchaus Kurse von 3 000 Punkten erwarten. Dennoch: Gegenbewegungen wird es immer wieder geben und die jüngsten Kursrückgänge von vergangener Woche könnten hier einmal kurzfristig eine Übertreibung dargestellt haben.
Potenzial lässt das Chart prinzipiell bis rund 5 000 Punkte zu – also rund 20 Prozent. Aber nur dann, wenn die jeweiligen Tief- und Hochpunkte bestens erwischt werden. Zu hoch Pokern sollte man aber nicht, denn der übergeordnete Trend ist auf allen Zeitebenen gen Süden gerichtet. Gegenbewegung ja, doch Trendwende nein lautet das gegenwärtige Fazit.
Der Autor, Thomas Theuerzeit, ist Technischer Analyst bei der Postbank - Financial Markets
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