Der Dax konnte in dieser Woche kurzzeitig wieder über die Marke von 6 500 Punkten klettern. Geht die Erholung nächste Woche weiter? Oder fällt der deutsche Leitindex wieder in Richtung Jahrestief? Eine Antwort könnte Ihnen das Dax-Sentiment geben, eine Online-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank
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Das Fazit des Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit am vergangenen Montag lautete: "Keine Frage, der Dax produzierte letzte Woche mit dem kurzfristigen und nicht nachhaltigen Bruch der 6 000er Marke ein klassisches Fehlsignal. In der Regel sorgt dieses für eine so genannte Nöterallye. ... Die Eindeckung dieser Bestände hat zur Folge, dass der Dax so deutlich stieg. Geht diese Welle weiter, sind wenigstens Kurse bis 6 400 bis 6 500 Punkte zu erwarten. Dann aber braucht es noch einmal eine Verschnaufpause. Dass der Dax die Woche aber über 6 281 Punkte schließen wird, ist wahrscheinlich. Doch Vorsicht sollte man allemal walten lassen, denn jetzt bereits von einer generellen Trendwende zu sprechen, ist zu früh."
Mit dieser Einschätzung lag Theuerzeit richtig. Der Dax stieg vom Tiefpunkt am Dienstag von 6 340 Punkten in der Spitze auf über 6 500 Zählern am Mittwoch. Danach musste der deutsche Leitindex aber wieder viele Punkte abgeben.
Damit wurde erneut das Ziel des Dax-Sentiments von Handelsblatt.com erreicht, Anlegern Anhaltspunkte dafür zu liefern, wie sich der Dax kurzfristig weiterentwickeln könnte.
Die neue Dax-Umfrage: Machen Sie mit!
Und wie geht es weiter? Machen Sie mit beim Dax-Sentiment und Sie erhalten anhand des Ergebnisses und die anschließende Auswertung durch den Sentiment-Experten Thomas Theuerzeit eine Orientierung bei Ihrer Geldanlage.
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Jeder kann bei dem "Dax-Sentiment" mitmachen. Es müssen lediglich drei Standardfragen beantwortet werden.
Die Umfrage startet jeden Donnerstag um 16 Uhr und endet am Sonntag um 18 Uhr - anschließend können Leser sofort die Ergebnisse sehen. Die Auswertung steht Montagmittags auf Handelsblatt.com zur Verfügung. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilnehmen, und eine, wann die Experten-Auswertung im Laufe des Montags auf Handelsblatt.com zu lesen ist. Auszüge der Auswertung können Anleger dann auch in den Marktberichten auf der Handelsblatt-Website lesen.
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Was kann man von Sentimentanalysen lernen? Anleger kennen die alte Börsenweisheit: "Buy on bad news" und "Sell on good news". Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der gegensätzlichen Meinung ("Contrarian-Theory"). Diese Theorie geht davon aus, dass die allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch ist.
Grundidee ist, dass in einer euphorischen Börsenstimmung die meisten Anleger bereits investiert sind und so nur noch wenig Liquidität für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.
"Doch so einfach ist es leider nicht immer" sagt Theuerzeit. Klassische Stimmungsindikatoren sind oftmals verzerrt und liefern daher nur begrenzt eine sinnvolle Indikation. Es gilt, diese Verzerrungen herauszufiltern um ein mögliches "realitätsnahes Stimmungsbild" zu erhalten.
Hier helfen beispielsweise zusätzliche Informationen wie, von welchen Themen werden Anleger derzeit geleitet - sind sie aktuell im Markt investiert und welchen Zeithorizont bevorzugen sie? "Diese werden diese Erkenntnisse im Sinne der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse ("Behavioral Finance") erforscht und liefern eine weitere Hilfestellung, um die Märkte transparenter zu machen", sagt Theuerzeit.

