Das schwindende Vertrauen in den Dollar erschwert die Bemühungen, die Teuerung bei den Rohstoffen abzubremsen, weil diese meistens in Dollar abgerechnet werden. Der Greenback ist auch weniger begehrt als Reservewährung, er stellt jetzt nur noch 63 Prozent der weltweiten Devisenreserven dar, verglichen mit 71 Prozent, als Bush Präsident wurde.
Zudem hat die Abhängigkeit der USA von ausländischem Kapital zur Finanzierung ihrer Verschuldung auf die Währung gedrückt. Die Verschuldung ist von 5,7 Bill. Dollar zu Beginn der Präsidentschaft Bushs auf 9,5 Bill. Dollar gestiegen.
Verstärkt wurde der Dollar-Verfall noch durch die Subprime-Krise, die der US-Konjunktur zu schaffen macht. "Wenn Bush die anderen auf dem G8-Gipfel dazu bewegen kann, einen stärkeren Dollar zu fordern, hat er zuletzt noch etwas Gutes erreicht nach all den negativen Sachen in den vergangenen Jahren", sagt Uwe von Parpart, Chef-Asien-Stratege bei Cantor Fitzgerald in Hongkong. "Eine Stärkung des Dollars scheint das einzige zu sein, das den Anstieg des Ölpreises eindämmen oder umkehren kann."
In einer Rede versuchte Bush Mitte der Woche, Boden gut zu machen: "In der Regierung sind wir und waren wir schon immer für einen starken Dollar."
