Der Euro hat zum britischen Pfund am Donnerstag in der Spitze 0,5 Prozent zugelegt und sich damit seinem bisherigen Rekord von 80,86 Pence genährt. Zeitweise kostete der Euro 80,605 Pence, am Nachmittag pendelte er um die Marke von 80,5 Pence.
HB FRANKFURT. Druck auf das britische Pfund brachten neue Daten zum angeschlagenen Immobilienmarkt. Einer Umfrage der Nationwide Building Society zufolge sind die Häuserpreise im Vereinigten Königreich im August den neunten Monat in Folge gefallen. Der Rückgang fiel stärker aus als erwartet. Die europäische Gemeinschaftswährung profitierte indes von positiven Nachrichten vom deutschen Arbeitsmarkt. Im August fiel die Arbeitslosenquote überraschend auf 7,6 Prozent – das niedrigste Niveau seit 16 Jahren. Zudem schürte der erneut gestiegene Ölpreis Inflationsbedenken. Händler reduzieren ihre Wetten auf eine Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank.
Zum Dollar gewann der Euro 0,3 Prozent auf 1,4772. Überraschend gute Konjunkturdaten (siehe Anleihen) beschränkten die Verluste des Greenback. Zur schwedischen Krone zog der Euro 0,4 Prozent an auf 9,4382 Kronen. In Schweden hat sich das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes im Juli mehr als halbiert. Das reduziert den Druck auf die Zentralbank, den derzeitigen Zinssatz von 4,5 Prozent anzuheben.


