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24.04.2008 

Aber auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen schaffen nach seiner Einschätzung ein nahezu ideales Umfeld für einen langfristigen Anstieg des Goldpreises. Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage ist hoch. Das zeigt sich daran, dass sogar die Ankündigung des IWF, rund 400 Tonnen Gold aus seinen Beständen zu verkaufen, am Markt fast wirkungslos verpufft ist.

Überhaupt hat es den Anschein, als ob die Notenbanken, die mehr als 30 000 Tonnen des gelben Metalls in ihren Tresoren gehortet haben, zumindest derzeit kein Faktor am Goldmarkt sind. Die größten von ihnen haben sich verpflichtet, bis 2009 zusammen maximal 500 Tonnen pro Jahr aus ihren Beständen zu verkaufen. Doch selbst dieses Limit ist in den vergangenen beiden Jahren nie ausgeschöpft worden - ein Zeichen dafür, dass der Preisschub auch hier zu einem Umdenken geführt hat.

Stattdessen scheint sich das physische Interesse an Gold als Anlageinstrument kontinuierlich verstärkt zu haben. Ein Indiz dafür ist, dass Goldbarren momentan eine Lieferzeit von mehr als vier Wochen haben. Schließlich hat auch eine Reihe neuer Anlageinstrumente wie Exchange Traded Funds (ETF) die Nachfrage nach Gold spürbar angekurbelt, weil diese privaten Anlegern den Marktzugang vereinfachen.

Um ETFs zu unterlegen, kaufen Banken als Emittenten entsprechende Barren und deponieren sie im Safe. Damit übernimmt die Bank die Garantie, dass Anleger ihre Fondsanteile jederzeit gegen physisches Edelmetall eintauschen können.

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