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05.10.2008 
Devisen

Spekulationen um Zinssenkung belasten Euro

FRANKFURT. Der Euro wird sich in dieser Woche zum Dollar voraussichtlich weiter abschwächen. Auf der europäischen Gemeinschaftswährung lasten die Spekulationen der Marktteilnehmer auf sinkende Zinsen in der Eurozone. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Leitzinsen vergangene Woche zwar unverändert bei 4,25 Prozent belassen, EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte jedoch, man habe über eine Zinssenkung beraten. Es wäre der erste Zinsschnitt seit mehr als fünf Jahren.

"Trichet hat gesagt, dass die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft sich verstärkt hätten - und den zukunftsgerichtete Aspekt der Geldpolitik betont. Das zeigt die Möglichkeit einer Zinssenkung noch vor Jahresende", erklärte Devisenstratege Brian Kim von der UBS. "Die Veränderung in der Rhetorik der EZB lastet auf dem Euro." Vergangene Woche hatte die Gemeinschaftswährung bei 1,3703 Dollar bereits ein Zwölfmonatstief gegenüber dem Greenback markiert, am Freitag wurde sie zu 1,3875 Dollar gehandelt. Weitere Gründe für eine Zinssenkung dürften die am Mittwoch anstehenden Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone liefern. Volkswirte erwarten, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,2 Prozent geschrumpft ist - damit stände die Wirtschaft im Euro-Raum definitiv am Rande einer Rezession.

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