Euroland im Aufwind: Einkaufsmanagerindex signalisiert kräftiges Wachstum

Euroland im Aufwind
Einkaufsmanagerindex signalisiert kräftiges Wachstum

Die Geschäfte in Euroland liefen auch zu Beginn des neuen Jahres prächtig: Der Einkaufsmanagerindex stieg erneut und übertraf die Prognosen deutlich. Einziger Wehrmutstropfen: Die Unternehmen bauen weiterhin Stellen ab.
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HB BERLIN. Die Industrie in den Euro-Ländern hat ihren Aufwärtstrend zu Beginn des neuen Jahres fortgesetzt. Die Geschäfte zogen so kräftig an wie seit zwei Jahren nicht mehr, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen mitteilte. Allerdings hat der Aufschwung längst nicht alle Länder erreicht. "Spanien und Griechenland sind tiefer in die Rezession gerutscht, während sich das Wachstum in anderen Nationen beschleunigt - allen voran in Frankreich und Deutschland", sagte Markit-Experte Rob Dobson.

Der Einkaufsmanagerindex kletterte endgültigen Zahlen zufolge überraschend deutllich auf 52,4 Punkte von 51,6 im Dezember. Er lag damit den vierten Monat in Folge über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Die Firmen weiteten ihre Produktion so kräftig aus wie seit August 2007 nicht mehr: Dieser Teilindex kletterte um 0,9 auf 56,0 Punkte. Auch in den kommenden Monaten dürften die Unternehmen wieder mehr zu tun haben: Die Neuaufträge wuchsen so stark wie zuletzt Mitte 2007. In Deutschland gab es sogar das stärkste Auftragsplus seit drei Jahren. In Frankreich und den Niederlanden zogen die Bestellungen ähnlich deutlich an.

Trotz der Erholung bauten die Unternehmen erneut Stellen ab - und das bereits den 20. Monat in Folge. Besonders viele Jobs wurden in Deutschland und Spanien. Die Industrie senkte erneut ihre Preise, obwohl ihre Kosten stiegen. Markit begründete dieses Verhalten mit dem hohen Wettbewerbsdruck.

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  • Deutsche Sprache - schwere Sprache: Das Handelsblatt lernt es wohl nie, wo das Wort Wermutstropfen herkommt: Von der bitterpflanze Wermut und nicht von "sich wehren"...Der Ausdruck „Wermutstropfen“ spielt auf die bitterkeit des Wermuts an und beschreibt Dinge oder Erfahrungen, die eine Spur von bitterkeit (als Synonym für Schmerz oder Unangenehmes) in an sich Schönes bringen, so wie ein Tropfen Wermut auch einem süßen Getränk eine Spur bitterkeit verleiht.

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