
New YorkDer Indexfonds SPDR S&P 500 ETF Trust hat es in diesem Jahr in der Umfrage des Investmentvereins “Tiger 21” auf den zweiten Platz bei Aktien-Investments geschafft. Das Papier bildet den Standard & Poor's 500 Index ab und wird von State Street angeboten. Der erste Platz ging an Apple und den dritten Rang sicherte sich Berkshire Hathaway, die Investmentholding von Warren Buffett. Im vergangenen Jahr war dem SPDR S&P 500 ETF Trust nicht einmal der Sprung in die Top 10 gelungen.
“Die individuelle Aktien-Auswahl nimmt ein wenig ab”, sagte Michael Sonnenfeldt, Gründer und Chairman von “Tiger 21” in einem Interview mit Bloomberg News. “Wenn man in Aktien investiert sein will, dann ist es dramatisch billiger und grundsätzlich auch effektiver, es über ein ETF-Produkt zu machen.”
Anzahl der Aktien: 400 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 20,14 Prozent
Anzahl der Aktien: 422 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 19,36 Prozent
Anzahl der Aktien: 67 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 18,59 Prozent
Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 11,44 Prozent
Anzahl der Aktien: 52,8 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 4,86 Prozent
Anzahl der Aktien: 46,7 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 4,57 Prozent
Anzahl der Aktien: 61,3 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 2,78 Prozent
Anzahl der Aktien: 29,5 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 2,05 Prozent
Anzahl der Aktien: 24 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 1,83 Prozent
Anzahl der Aktien: 30,5 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 1,67 Prozent
Stand: 14.11.2012 / Quelle: http://warrenbuffettstockportfolio.com/
Hinter “Tiger 21” stehen unter anderem Investoren und Manager, die jeweils mindestens 10 Millionen Dollar an investierbarem Vermögen haben und zusammen rund 19 Milliarden Dollar verwalten. Die Gruppe hat 202 Mitglieder.
In diesem Kreis sind derzeit Index-Fonds und ETFs populärer als etwa Aktien-Hedge-Fonds oder Investmentfonds. Rund 23 Prozent der Befragten erklärten sie zu ihrer bevorzugten Anlagemethode am Aktienmarkt. Vergangenes Jahr lag der Prozentsatz erst bei 19 Prozent. Hedge-Fonds fielen von 27 auf 21 Prozent zurück. Nach wie vor die Nummer eins ist die individuelle Aktienauswahl, auch wenn es um sieben Prozentpunkte nach unten ging auf nun 43 Prozent. Investmentfonds wurden von 13 Prozent bevorzugt.
Warren Buffett, geboren am 30. August 1930 in Omaha, Nebraska, war seit frühester Kindheit von Zahlen fasziniert. Sein Vater besaß ein Lebensmittelgeschäft und war Aktienhändler. Mit acht Jahren las er Bücher über die Börse, mit elf arbeitete er in einem Brokerhaus.
Buffett verschlang das Buch von Professor Benjamin Graham „Intelligent Investieren“ und ging zu ihm an die Columbia Business School. Graham gefiel der junge Mann auch und er lud ihn ein, mit in seinem Unternehmen zu arbeiten. Als sich Graham 1956 zur Ruhe setzte, ging Buffett mit dem verdientes Geld sowie geliehenem zurück nach Omaha und gründete mit 25 Jahren eine Investment-Beteiligungsgesellschaft.
Die Gesellschaft hatte sieben Teilhaber, die zusammen gut 100.000 Dollar einzahlten. Sie bekamen jährlich sechs Prozent ihrer Anlagesumme und 75 Prozent des Gewinns. Die übrigen 25 Prozent gingen an Buffett.
Obwohl der Dow Jones in fünf der nächsten 13 Jahre fiel, vermehrte er das Geld um knapp 30 Prozent jährlich. Kein Wunder, dass immer mehr bei ihm investieren wollten. 1962 begann er außerdem, Aktien von Not leidenden Firmen zu kaufen. So auch die einer Textilfirma namens Berkshire Hathaway.
Nachdem sich die Buffett Partnership aufgelöst hatte und alle Gesellschafter ausgezahlt worden waren, übernahm Buffett Berkshire Hathaway mit seinem Anteil von 25 Millionen Dollar. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die inzwischen 40 Jahre wärt und legendär geworden ist. Berkshire wurde von der Textilfirma zur Beteiligungsgesellschaft.
Buffetts wesentliches Ziel war lange Jahre, den Buchwert von Berkshire Hathaway um jährlich 15 Prozent zu steigern. Doch das übertraf er bei weitem. Innerhalb von 40 Jahren steigerte sich das Eigenkapital zudem von 22 Millionen Dollar auf 69 Milliarden Dollar, der Buchwert pro Aktie von 19 auf knapp 60.000 Dollar. Dabei unterliegt Berkshire Hathaway der Einkommens- wie auch der Kapitelertragssteuer.
Buffett mag es, „Gewissheiten mit Abschlag“ zu kaufen, wie er es formuliert. Ihm liegt also viel daran, dass die Vorhersehbarkeit der Entwicklung eines Unternehmens vorhanden ist. Und Buffett kauft nur dort, wo er das Geschäftsmodell vollkommen versteht. Das nennt er „Kompetenzradius“. Ihm liegt viel an geringen Schulden, hoher Kapitalrendite und einer guten Führungsmannschaft.
Buffett hat sehr oft ein Problem: Die Aktien, die er kaufen will, werden nur selten mit Preisabschlägen gehandelt. Zumindest in den Branchen, wo sein „Kompetenzradius“ liegt. So viel Glück wie bei Amex hat man eben nur selten.
Das erste und wichtigste Investment war American Express (Amex). 1962 fiel die Aktie der Kreditkartenfirma nach einem Skandal über Nacht von 65 auf 33 Dollar. Buffett hielt Amex grundsätzlich aber für stark und handelte zielstrebig. Er nahm 13 Millionen Dollar in die Hand – immerhin 40 Prozent des Gesamtvermögens seiner Gesellschaft. Der Börsenkurs stieg und Buffett sackte allein in den ersten beiden Jahren ein Profit von 20 Millionen Dollar ein.
Im März 1967 kauft Berkshire Hathaway für 8,6 Millionen Dollar Aktien von zwei Versicherern: National Indemnity Company und National Fire and Marine Insurance Company. Es war der Beginn einer phänomenalen Erfolgsstory in dieser Branche. Sie passte perfekt zu Buffetts Anlagestrategie. Es folgten weitere Zukäufe, unter anderem auch bei Rückversichern wie General Re.
Buffetts Geschichte mit dem Medienkonzern ist in zweifacher Hinsicht eine Besondere: Zum einen half er der Geschäftsführung in schwierigen Zeiten entscheidend weiter, zum anderen mehrte der spätere Erfolg sein Vermögen. Die Investition hat sich ungefähr verfünfzigfacht. Aber vor allem „zementierte“ die Post laut Finanzjournalisten Buffetts Ruf als „Meister-Investor“ in den 70er-Jahren.
Buffett liebte Coca-Cola seit Leben lang. Doch die ersten Aktien kaufte er erst 1988. Das Unternehmen passt perfekt zu Buffetts Vorliebe, große Kapitalmengen mit hoher Investitionsrendite einsetzen zu können. Die bekannteste Marke der Welt ist für Bufett auch das wertvollste Geschäftskonzept der Welt. Cherry Coke ist heute übrigens das offizielle Getränk der Hauptversammlungen von Berkshire Hathaway.
Rasierklingen brauchen die Menschen auch in Krisenzeiten. Buffetts Interesse an Gillette erwachte in den 80er-Jahren. Damals galt das Unternehmen an der Wall Street als reifes, langsam aber stetig wachsendes Unternehmen – also perfekt für eine Übernahme durch Berkshire Hathaway. Als Gillette 1991 einen Aktiensplit vornahm, bekam Berkshire Hathaway für seine Vorzugsaktien elf Prozent der Stammaktien. Der Wert der Investition stieg innerhalb von zwei Jahren von 600 Millionen auf 875 Millionen Dollar.
Fruit of the Loom gehört seit 2002 zu Berkshire Hathaway. Das Unternehmen stellt rund ein Drittel der Herren- und Jugendwäsche her, die in den USA verkauft wird. Buffett gab 835 Millionen Dollar für Fruit of the Loom aus.
Ebenfalls im Jahr 2002 entschied sich Buffett, Clayton Homes zu übernehmen. 1966 durch den Sohn eines Farmpächters gegründet, ist das Unternehmen heute der größte Fertighaushersteller der USA. Die Idee entstand übrigens auch, weil sich Buffett über die „fürchterlichen Verbraucherfinanzierungs-Praktiken“ aufregte.
Im Oktober 1990 hat Berkshire Hathaway für 289 Millionen Dollar Aktien an Wells Fargo erworben. Das war damals sehr mutig, denn viele „Bären“ an der Wall Street wetteten auf den Niedergang der kriselnden Bank aus San Francisco. Doch Wells Fargo überstand die kritische Phase und war 2003 die einzige US-Bank mit dem Top-Kreditrating AAA.
Die meisten Mitglieder von “Tiger 21” haben sich ihren Reichtum selbst erarbeitet, und diesen nicht etwa vererbt bekommen, sagte Sonnenfeld weiter. Monatlich finden Treffen überall in Kanada und den USA statt, bei denen sich die Investoren zu Strategien austauschen. Pro Jahr fällt eine Mitgliedsgebühr von 30.000 Dollar an.

In den USA ist das strenger geregelt als in der EU. Dort muessen die ETFs mit Aktien hinterlegt sein oder andernfalls das Risiko ausweisen.

Hier gibts noch einen Rechner, der ungefähr anzeigt wie hoch das Abschöpfungspotenzial der Banken ist. Was genaueres hab ich leider nicht gefunden: http://www.fonds-etf.de/Vergleichsrechner_ETF-Fonds_zu_aktiven_Fonds?Zp=99
Im übrigen kostet die physische Anlage hohe Transaktionsgebühren die sich negativ auf die Performance auswirken. Aber wenn Sicherheit über alles gehen soll - warum nicht.

Sie unterschätzen die ETFs. Wenn der Emittent Pleite geht - in ihrem Fall Lehman´s - dann geht man eben genau nicht völlig leer aus. ETFs sind Sondervermögen und damit vor einer Pleite des Emittenten gesetzlich geschützt! Lediglich 10 Prozent des Fondsvermögens dürfen in sogennanten Swaps angelegt werden (um einen Index nachzubilden der mehrere hundert Werte umfasst und effizient die am wenigsten gewichteten Werte (im Promille-Bereich) kostengünstig abbilden zu können. Allenfalls sind diese max. 10 Prozent nicht gegen eine Emittentenpleite geschützt. Aber meist werden diese 10 Prozent kaum vollständig ausgenutzt und es handelt sich im Normalfall lediglich um ein Ausfallrisiko von vielleicht 2- 3 Prozent. In jedem Fall sind ETF-Fonds besser geeignet wie die aktiv gemanagten Fonds, weil Fondsmanagement bezahlt werden muss - auch für Fehlentscheidungen. Fondsmanager können nicht in die Zukunft schauen und nahezu alle Studien belegen, dass aktiv gemangte Fonds aufgrund ihrer Kosten unterlegen sind. Also Hände weg von Deka-Fonds, UnionInvestment-Fonds, AllianzGlobalInvestors-Fonds, DWS-Fonds - es geht billiger und besser, mit besserer Performance durch geringere Kosten.






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