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Anlagestrategie: Experten schwanken zwischen V und W

Wenn sich Analysten und Geldverwalter einig sind, sind sie es in ihrer Uneinigkeit. Einige Fondsexperten setzen da lieber auf spezielle Anlagethemen und einen steigenden Konsum der Haushalte in den Schwellenländern. Besonders Marktführer wie H&M erfreuen sich großer Beliebtheit.

Bulle oder Bär: Wer hat die Nase vorn? Quelle: ap
Bulle oder Bär: Wer hat die Nase vorn? Quelle: ap

FRANKFURT. Wenn sich Analysten und Geldverwalter einig sind, sind sie es in ihrer Uneinigkeit. Die optimistische Gruppe erwartet nach dem konjunkturellen Absturz eine schnelle und nachhaltige Erholung. Die Skeptiker sehen in den besseren Wirtschaftsdaten nur eine Scheinerholung, die bald von einer neuerlichen Talfahrt abgelöst wird. Wie gewohnt haben die Finanzexperten dafür Kürzel parat: Die Debatte spitzt sich zu auf die Szenarien "V" kontra "W".

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Das hat Auswirkungen auf die Ausblicke für die europäischen Aktienmärkte. Zur Gruppe der W-Prognostiker zählt beispielsweise der US-Ökonom Gary Shilling, der vor einem zweiten Konjunktur-Abschwung warnt und daher auch vor der nächsten Talfahrt an den Aktienmärkten.

"Der schwache Euro wird der Euro-Zone in einer Welt mit neuerlicher Rezession nicht helfen", glaubt er. Seiner Ansicht nach geht der Exportstimulus durch die schwächere Währung in einem eingetrübten Umfeld schlicht unter.

Optimisten wie die Analysten von Exane BNP Paribas rechnen dagegen an den europäischen Börsen bis zum Jahresende immerhin noch mit einem Plus von bis zu zehn Prozent. Auch sie haben jedoch die anhaltend hohe Anfälligkeit für Schocks auf dem Radarschirm: "Das größte Abwärtsrisiko liegt in einer weiteren Schwäche der Kreditmärkte für Staaten oder Unternehmen, was zu einer neuerlichen Bankenkrise führen könnte."

Aufgrund dieser Risikoquellen erscheinen die jüngsten Erträge spektakulär. In den vergangenen zwölf Monaten warfen europäische Aktienfonds im Schnitt knapp 19 Prozent an Ertrag ab. Die besten Verwalter schafften über 40 Prozent Ertrag, die schlechtesten fuhren Verluste ein. Über Gewinn und Verlust entschied meist ein einziger Stellhebel für die Depotstruktur: der Cashbestand.

  • 10.07.2010, 14:10 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,659513,00.html

    bislang haben staatliche interventionen das Schlimmste verhindert. Dicke Konjunkturpakete und üppige Liquiditätssalven der Notenbanken haben einen Absturz ins bodenlose vermieden. Doch nun mündet die Rezession in eine Strukturkrise, wie sie die Welt seit den 30er Jahren nicht mehr erlebt hat: Hohe Schulden belasten die globale Nachfrage. Viele Fabriken und viele beschäftigte werden nicht mehr benötigt.

    "Das Tal der Tränen ist noch nicht erreicht"
    Auch die derzeitige Zwischenerholung ändert nichts am Gesamtbild. Fast parallel zur Entwicklung zu 1929. Auch damals gab es eine Zwischenerholung.

    Die Konjunkturforscher sagen einen Aufschwung voraus. Doch für viele Unternehmen fängt die Krise erst an. Wo die beschäftigten bislang noch in Kurzarbeit sind, drohen Entlassungen. Und manche Firmen können gar nicht so schnell Kosten und Kapazitäten verringern, wie es nötig wäre. Nur wer genug bares hat, überlebt.

    Der erträumte Aufschwung - eine Fata Morgana.

  • 10.07.2010, 13:17 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    Experten schwanken zwischen Himmel und Hölle.
    Je nachdem, ob man für seine Expertisen fürstlich entlohnt wird, oder auf wissenschaftlichen Grundlagen aufgebaut wurden.

    QUERDENKER iM iNTERViEW, 14.05.2010 im Handelsblatt
    „Wir laufen in eine große Depression“

    Die Finanzmärkte werden zusammenbrechen, die Europäische Währungsunion zerbrechen und die Welt in eine große Depression schlittern. Ein düsteres Untergangsszenario? Ganz und gar nicht, sagt Gerald Celente, Gründer des Trends Research institute in Kingston (USA). im interview mit dem Handelsblatt erklärt der Querdenker, warum er mit dem Schlimmsten rechnet.

    insgesamt werden die Europäer den Sturm aber besser überstehen als die Amerikaner. Alleine die Haushalte haben 13 bill. Dollar Schulden, und sie haben keine Ersparnisse. Und die Kreditkartenschulden und Kleinkredite in Höhe von 2,3 billionen Dollar nicht vergessen.
    Die größte Volkswirtschaft der Welt, die 20 Jahre lang die Weltwirtschaft am Laufen hielt, mit Konsum auf Pump, hat Mitte 2007 aufgehört zu existieren.
    Es hat sich ausgepumpt.

  • 10.07.2010, 12:42 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40

    bei dieser Erkenntnis hilft nur weiterschwanken, bis es sich ausgeschwankt hat.

    Es gibt mehr als nur ein Experte, der tausend Gründe für ein „L“ hat, bei dem die Abwärtsbewegung erst zur Hälfte vollzogen ist.
    Alle Hoffnungen ruhten weltweit auf den banksterrettungs- und Konjunkturstrohfeuerpaketen der Staaten, die sich bis über beide Ohren verschuldet haben, um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. bisher mit 30 billionen Dollar!!! Jetzt hat es sich ausgepumpt!!!

    Doch sämtliche Versuche sind bisher fehlgeschlagen. Ohne Konjunkturstrohfeuerpakete sackt alles wieder wie Staub in der Wüste in sich zusammen. Das beste beispiel dazu wäre die Steuergutschrift in Höhe von 8000 Dollar für US-Hauskäufer. im April ausgelaufen und im Juni reduzierten sich die Neubauten um 32%, der stärkste Rückgang seit den Aufzeichnungen.
    Der Wohnimmobilienmarkt, der die weltweite Krise auslöste, bricht sukzessive immer weiter zusammen. Aber alles noch Peanuts in Relation zum Gewerbeimmobilienmarkt, viermal so groß, ist gerade dabei, sich in Luft aufzulösen. Es geht um 5 billionen Dollar! Und dort sind vor allem deutsche bankster involviert.

    Also liebe Experten, schwanken sie weiter, bis es sich ausgeschwankt hat. Und wie lange können die bankster ihre absolut wertlosen Papierschnipsel in Höhe von 600 billionen Dollar noch aus den bilanzen auslagern!!! Das Armageddon ist nur aufgeschoben, nicht verhindert worden.

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