_

Börsengehandelte Indexfonds: Harte Konkurrenz für die Aktie

Das Wachstum des Marktes für börsengehandelte Indexfonds lässt sich nicht nur an der schieren Zahl der Produkte illustrieren. Erstaunlich ist auch der Anteil, den die Produkte inzwischen am weltweiten Börsenhandel haben. In den USA machen die sogenannten ETFs mehr als 25 Prozent des Börsenhandelumsatzes aus; in Europa sind es 14 Prozent – Tendenz steigend.

Die Börse Stuttgart hat im Juni 2009 mit Indexfonds mehr als doppelt soviel umgesetzt wie im Juni des Vorjahres. Quelle: Börse Stuttgart
Die Börse Stuttgart hat im Juni 2009 mit Indexfonds mehr als doppelt soviel umgesetzt wie im Juni des Vorjahres. Quelle: Börse Stuttgart

KÖLN. Das Wachstum des Marktes für börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Fund/ETFs) lässt sich nicht nur an der schieren Zahl der Produkte illustrieren. Weitaus beeindruckender ist der Anteil, den die Produkte inzwischen am weltweiten Börsenhandel haben. In den USA entstehen mehr als 25 Prozent des Börsenhandels aus Umsätzen mit ETFs, in Europa sind es immerhin 14 Prozent – mit deutlich steigender Tendenz.

Anzeige

Interessant an dieser Erkenntnis ist vor allem: In den meisten Einzelaktien findet inzwischen weniger Umsatz statt als in den ETFs auf die Indizes, in denen sie vertreten sind. Die Erkenntnis daraus: Anleger sehen ETFs nicht nur als Ersatz für klassische Fonds, mit denen üblicherweise Buy-and-hold-Strategien verfolgt werden. Sie setzen sie darüber hinaus auch für den täglichen Handel und als Ersatz für Einzelaktien ein. Hinzu kommt, dass die ETF-Umsätze bereits viel größer sind, als die Daten der Börse vermuten lassen. Denn nur rund 40 Prozent des ETF-Handels finden dort statt. Die restlichen Umsätze entstehen im direkten Handel „Over the Counter“ (OTC) zwischen institutionellen Investoren und den Banken.

Was ETFs für den Börsenhandel so attraktiv macht, ist vor allem ihre Transparenz. Da sie klassischerweise auf einem Index basieren, können Marktteilnehmer jederzeit einschätzen, wie viel ein einzelner Anteil aktuell wert ist. Das verbilligt den Handel mit den Produkten spürbar und bildet den Hauptunterschied zu klassischen Publikumsfonds, die zunehmend ebenfalls über die Börse gehandelt werden können. Bei letzteren ist der Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen meist deutlich höher.

Der Grund für die hohen Preisunterschiede liegt darin, dass an der Börse meistens Zwischenhändler – sogenannte Market Maker – für aktuelle Kurse sorgen. Sie verkaufen Anlegern Fondsanteile und ordern sie erst anschließend von der Fondsgesellschaft, umgekehrt geben sie aufgekaufte Fondsanteile an die Emittenten zurück. Weil jedoch bei klassischen Fonds dieser Handel mit den Emittenten nur zu bestimmten Zeitpunkten möglich ist und zudem nicht feststeht, wie viel genau ein Fondsanteil dann wert sein wird, verlangen die Market Maker von Anlegern eine Sicherheitsmarge. Das führt zu steigenden Abständen – auch Spreads genannt – zwischen An- und Verkaufskursen.

Bei ETFs ist die Zusammensetzung klar. Der Market Maker kann deshalb einfach die entsprechenden Wertpapiere kaufen oder verkaufen, um sich abzusichern und den Spread klein zu halten. Das funktioniert inzwischen so gut, dass die liquidesten Aktien-ETFs in Deutschland mit einem Spread von gerade einmal 0,05 Prozent gehandelt werden können.

  • 21.03.2010, 18:19 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    Genau, kaum hat der DAX seinen Höchststand wieder erreciht, ist die blase kurz vor'm platzen, schon werden den Dummen Kunden indexfonds besonders ans Herz gelegt, denn mit ihnen kann man nur verleren :-)

    Es hat sich immer noch nichts verändert an den betrugsversuchen der börsenheinis, hoffentlich haben wenigstens die Kunden gelernt.

    SPERRT SiE ENDLiCH EiN!

  • Die aktuellen Top-Themen
Börse New York: Krisen-Angst lähmt Wall Street

Krisen-Angst lähmt Wall Street

Auch die beste Kauflaune der US-Konsumenten seit Jahren half nicht. Die Händler in New York konzentrieren sich auf die drohende Eskalation der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Der Dow tauchte vor Handelsschluss nochmals.

Austritt Griechenlands: Heilsamer Schnitt?

Heilsamer Schnitt?

Der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ist kein Tabu-Thema mehr. Doch was wären die Folgen? Zunächst einmal großes Chaos, vermuten Experten. Auf lange Sicht aber könnte der Euro gewinnen.

So reich wie nie: Wo die Deutschen ihr Vermögen anhäufen

Wo die Deutschen ihr Vermögen anhäufen

Von wegen Krise: Die Menschen in Deutschland haben so viel Vermögen wie nie zuvor. Doch bei der Geldanlage ist heute nicht Ertrag, sondern Sicherheit das oberste Gebot. Wie und wo die Deutschen ihr Geld anhäufen.

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Depot-Contest
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 30 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

  • Video

Börsen-News Börse Frankfurt am Abend

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenausklang eine Achterbahnfahrt hingelegt. Neue Probleme im hoch verschuldeten Spanien wirkten sich belastend auf das Handelsgeschehen aus.

  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen

  • Bausparrechner

    Der Bausparberater hilft den passenden Bausparvertrag zu finden.

  • Finanzierungsplanung

    Der Kassensturz zeigt, wie viel Kredit sich Immobilienkäufer leisten können.

  • Baugeld-Vergleich

    Die individuell günstigsten Anbieter von Baufinanzierungen im Vergleich.

  • Forward-Darlehen

    Die besten Konditionen für die Anschlussfinanzierung: Bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung.

  • Wohnriester-Vergleichsrechner

    Welche Bauspartarife mit Riesterförderung Top sind, zeigt der Vergleichrechner.

  • Eigenheim-Rechner

    Der Rechner zeigt, welche Raten sich Immobilienkäufer bei Kredit leisten können.

  • Notar- und Grundbuchrechner

    Die Nebenkosten machen beim Immobilienkauf einige tausend Euro aus. Wie viel Sie zahlen müssen.

  • Tilgungsrechner

    Der Rechner zeigt, wie die Restschuld bei Baudarlehen sinkt und wie sich Sondertilgungen auszahlen.

  • Zinsentscheidung

    Immobilienbesitzer können ausrechnen, ob sie Kredite kurz- oder langfristig festschreiben sollten.

  • Angebotsvergleich

    Niedrige Zinsen sind nicht alles. Vergleichen Sie die Baugeld-Offerten von mehreren Banken.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen

  • Renten-Rechner

    Welches Vermögen und welche Sparraten Sie aufbringen müssen, um eine Rentenlücke zu decken.

  • Ratgeber Versicherungen

    Rundum geschützt: Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie sich optimal gegen Risiken absichern

  • Wohnriester-Vergleichsrechner

    Welche Bauspartarife mit Riesterförderung Top sind, zeigt der Vergleichrechner.

  • Immobilien-Wertfinder

    Finden Sie Miete- und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße mit einem interaktivem Tool.

  • Ratgeber Altersvorsorge

    Clever sparen für den Ruhestand: Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie eine solide Altersvorsorge planen.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Baugeld-Vergleich

    Die individuell günstigsten Anbieter von Baufinanzierungen im Vergleich.

  • Forward-Darlehen

    Die besten Konditionen für die Anschlussfinanzierung: Bis zu fünf Jahre vor Ablauf der Zinsbindung.

  • Tilgungsrechner

    Der Rechner zeigt, wie die Restschuld bei Baudarlehen sinkt und wie sich Sondertilgungen auszahlen.

  • Eigenheim-Rechner

    Der Rechner zeigt, welche Raten sich Immobilienkäufer bei Kredit leisten können.

  • Auto-Versicherungsvergleich

    Mit dem Auto-Versicherungsvergleich können günstige Versicherungen suchen aund damit ihre Kosten reduzieren.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen