
FrankfurtAngesichts der unsicheren Lage am Finanzmarkt haben Investoren zuletzt keinen Gefallen an börsennotierten Indexfonds (ETFs) und börsennotierten Rohstoffderivaten (ETCs, ETNs) gefunden. Weltweit haben sie von Anfang April bis Ende Juni 2012 rund 1,1 Milliarden Dollar aus entsprechenden Produkten abgezogen, wie Zahlen von Europas größtem Anbieter für börsennotierte Rohstoffprodukte, ETF Securities, am Dienstag zeigten. Die stärksten Mittelabflüsse hat es demzufolge bei Produkten gegeben, die in mehrere Rohstoffsegmente wie Edelmetalle, Energie- oder Agrarrohstoffe investieren.
ETF Securities führt die Abflüsse darauf zurück, dass sich Investoren wegen der europäischen Schuldenkrise generell aus riskanteren Anlageklassen, zu denen bis auf Gold auch Rohstoffe gehören, zurückgezogen hätten. "Der Trend Risiken abzubauen hat im zweiten Quartal über verschiedene Anlageklassen hinweg angehalten", sagte Nicholas Brooks, der bei ETF Securities für die Marktanalyse verantwortlich ist. "Natürlich waren zyklische Anlageklassen und damit auch Rohstoffe besonders stark betroffen."
Deutliche Zuflüsse verbuchten lediglich Gold-ETFs und ETCs. In diese investierten Anleger unter dem Strich 570 Millionen Dollar, wobei sich die Zuflüsse ETF Securities zufolge auf den Juni konzentriert haben.
Ende Juni waren ETF Securities zufolge weltweit 175 Milliarden Dollar in Rohstoff-ETFs und ETCs investiert. Das waren sieben Prozent weniger als die 189 Milliarden Dollar Ende März. Für den Rückgang seien neben Mittelabflüssen auch fallende Rohstoffpreise verantwortlich gewesen. Denn gehen die Preise zurück, schrumpft automatisch das verwaltete Vermögen in den entsprechenden Produkten.

Wer Gold in Papierform als ein Versprechen kauft, der kann nicht mehr ganz dicht in der Birne sein. Gold kauft man in die Hand wie die Geschichte seit Jahrhunderten gelehrt hat und sicher nicht als Wertversprechen. Da kann man gleich bei den bald wertlosen Euroscheinchen bleiben.






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