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Derivate: Blackrock beantragt aktiv gemanagte ETFs

Der Vermögensverwalter hat seine ersten börsennotierten Indexfonds mit aktivem Portfoliomanagement konzipiert. In den USA gibt es bereits mehrere solcher Fonds, in Europa steckt dieser Ansatz noch in den Kinderschuhen.

Blackrock hat seinen Hauptsitz in New York City. Quelle: AP
Blackrock hat seinen Hauptsitz in New York City. Quelle: AP

FrankfurtDer weltweit größte ETF-Anbieter Blackrock hat seine ersten börsennotierten Indexfonds mit aktivem Portfoliomanagement konzipiert. Momentan wartet der Vermögensverwalter auf die Genehmigung dieser Fonds durch die US-Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Das geht aus Anträgen von Blackrock an die SEC hervor, die Reuters am Freitag vorlagen.

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Üblicherweise bilden ETFs die Wertentwicklungen von Finanzmarktindizes ab, indem sie deren Wertpapiere im Portfolio halten oder Derivategeschäfte eingehen. Aktiv gemanagte ETFs investieren unabhängig von Börsenbarometern in einzelne Wertpapiere oder ETFs. In den USA gibt es bereits mehrere solcher Fonds, in Europa steckt dieser Ansatz noch in den Kinderschuhen.

Auch wenn aktiv gemanagten ETFs keine Indizes zugrunde liegen, bieten sie im Unterschied zu klassischen aktiv gemanagten Investmentfonds wesentliche Eigenschaften von ETFs.

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Seit März 2010 hat die US-Regulierungsbehörde keine ETFs mehr zugelassen, die in großem Umfang Derivate nutzen. Rechtsexperten gehen davon aus, dass dieser Umstand noch lange anhalten wird.

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Dazu gehört, dass die Portfoliobestände täglich veröffentlicht werden statt nur einmal monatlich oder gar quartalsweise. Zudem können nicht nur die Fondsgesellschaften Anteile ausgeben und zurücknehmen, sondern auch andere Handelspartner - sogenannte Authorized Participants (APs). Und untertags sind die Fonds zu ständig aktualisierten indikativen Nettoinventarwerten handelbar, welche die APs oder andere Market Maker berechnen. Bei klassischen Investmentfonds ermitteln die Fondsgesellschaften nur am Ende jedes Handelstages Nettoinventarwerte.

Blackrock plant zunächst drei aktiv gemanagte ETFs. Diese sollen sich allesamt auf Aktien beziehen; der iShares Strategic Beta U.S. Small Cap Fund auf Nebenwerte aus den USA, der iShares Strategic Beta Developed International Small Cap Fund auf internationale Nebenwerte aus entwickelten Märkten und der iShares Strategic Beta U.S. Large Cap Fund auf Blue Chips aus den USA. Alle drei Fonds sollen dem Antrag an die SEC zufolge von demselben Managerteam betreut werden.

Die Manager würden im Rahmen der jeweiligen Region Aktien aus den Sektoren kurzlebige Konsumgüter, Finanzen auswählen. Dabei seien quantitative Kriterien wie die Eigenkapitalrendite, das Kurs-Buchwert-Verhältnis und die Marktkapitalisierung der Unternehmen ausschlaggebend.

Blackrock hatte im März 2011 die grundsätzliche Zustimmung der SEC erhalten, aktiv gemanagte ETFs auflegen zu dürfen. Dennoch muss die Behörde jeden einzelnen Fonds darüber hinaus gesondert bewilligen. Das dauert erfahrungsgemäß mehrere Monate, in manchen Fällen sogar länger als ein Jahr.

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