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Fondsvergleich: Fondsmanager hoffen auf steigenden Goldpreis

Die Zwölf-Monats-Bilanz der von der Augsburger Investment-Boutique ERA Resources angebotenen Rohstofffonds der Marke Stabilitas fällt verheerend aus. Zwischen 69 und 79 Prozent verloren die insgesamt vier Fonds an Wert, 25 bis 35 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt der Produktkategorie.

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HAMBURG. "Unsere Nische ist die Spezialisierung auf kleine Unternehmen im Rohstoffsektor", begründet ERA-Geschäftsführer Werner Ullmann die extremen Verluste. Dort sei der Verkaufsdruck nach dem Ausbruch der Finanzkrise am größten gewesen. "Viele Explorationsgesellschaften haben 90 Prozent und mehr an Wert verloren", sagt Ullmann. In diesem Segment die gut positionierten und überlebensfähigen Unternehmen herauszufiltern, darin sieht er in den kommenden Monaten seine vorrangige Aufgabe. Das langfristige Potential der Gewinner sei enorm. Ullmann: "Wenn die Märkte sich wieder beruhigt haben, wird das Explorationsgeschäft am stärksten profitieren, weil es das dynamischste Segment im Rohstoffsektor ist."

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Die besten Aussichten billigt Ullmann dabei im Edelmetallbereich aktiven Firmen zu. "Der Goldpreis wird früher oder später auf 1 500 Dollar pro Unze steigen", sagt er und erwartet beim Silberpreis prozentual einen noch stärkeren Anstieg. So hätten in den vergangenen Monaten viele Zinkminen, in denen als Nebenprodukt auch Silber abgebaut werde, ihre Produktion eingestellt. "Bereits heute ist absehbar, dass es irgendwann zu einem deutlichen Angebotsengpass kommt", so Ullmann abschließend.

Anders als bei den Basisrohstoffen erwartet Michael Hohmann beim Gold auf absehbare Zeit ebenfalls eine Erholung. Der Geschäftsführer der Mesterheide Vermögensmanagement GmbH in Alsfeld berät seit Anfang Mai den Zwölf-Monats-Spitzenreiter MVM Sicav Frontrunner Earth. Dort ist er allerdings anders als Ullmann in der Regel nicht voll investiert, sondern variiert den Investitionsgrad anhand eines selbst entwickelten quantitativen Sechs-Stufen-Modells.

"In den vergangenen Monaten lag der Geldmarktanteil konstant bei 70 Prozent, zudem haben wir den in Goldminen gehaltenen Aktienbestand zeitweise abgesichert", erläutert Hohmann. Da die Barreserve überwiegend aus Dollar- und Yen-Papieren bestand, fielen entsprechende Währungsgewinne an. "Mittlerweile haben wir diese Positionen aber wieder in Euro getauscht", so Hohmann.

Seinen langfristigen Optimismus für Gold als Anlageklasse begründet der Vermögensverwalter mit den umfangreichen Rettungsversprechen der Regierungen, die nicht ohne ökonomische Folgen bleiben könnten. "Ein bis über beide Ohren verschuldeter Staat kann keine Garantie über den Wert des Geldes abgeben", warnt er und zitiert den französischen Philosophen Voltaire: "Am Ende findet das Geld zu seinem inneren Wert zurück."

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