
FRANKFURT. Die Anleger leiden noch unter den katastrophalen Börsenabstürzen. Doch die Gewinner der Fund Awards verbreiten vorsichtigen Optimismus. "Wir erkennen erste Signal einer Stimmungsbesserung", sagt etwa Mathias Bauer, Geschäftsführer von Raiffeisen Capital Management (RCM). Der Österreicher erwartet spätestens im dritten Quartal den Tiefpunkt in der Wirtschaftsentwicklung. Mit einer besseren Börsenentwicklung rechnet er bereits gegen Jahresmitte.
Andere Preisträger der Fund Awards sehen die Börsen ebenfalls positiv: "Das sind Kaufkurse, denn auf diesen Niveaus sind schon sehr schlechte Nachrichten in den Kursen enthalten", sagt Simon Davis, Chef der britischen Anlagegesellschaft Threadneedle. Die jüngsten Erholungen bei den Aktien ermutigen ihn in seinem Ausblick. Die Anleger werden seiner Meinung nach wieder zurückkommen und in Risikoanlagen wie Aktien investieren. "In so einer Lage muss man auf starke Firmen in Branchen wie Pharma oder Versorgung setzen", empfiehlt er.
Die richtige Branchenwahl war für die Preisträger der Fund Awards dieses Mal entscheidend. Wichtig war vor allem, die großen Verlierer des vergangenen Jahres zu meiden oder unterzugewichten: Finanzen und rohstoffabhängige Bereiche. Das haben Threadneedle wie auch First State Investments geschafft.
Diese aktienorientierten Anlagehäuser haben wie ihre Konkurrenten unter der Baisse gelitten, vor allem jene Adressen, die auf extrem gebeutelten Schwellenländer und auf Asien ausgerichtet sind - wie First State. Dennoch geben Anleger diesen Häusern wegen ihrer relativ guten Leistungsbilanz einen Vertrauensvorschuss. "Wir sehen in den vergangenen Monaten Rekordzuflüsse in unsere Kernprodukte", sagt der Europa-Verantwortliche von First State, Michael Stapleton.




