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Gefragte Rohstoffe: Hedge-Fonds graben nach Schätzen

Die durch die Finanzkrise gebeutelten Hedge-Fonds sehen im aktuell schwierigen Umfeld der Kapitalmärkte gute Investmentchancen. Zwar hat das Image der Branche durch den Betrugsfall Madoff und mehrere Insiderskandale gelitten, und auch die Regulierungspläne der Politik sorgen für Verunsicherung. Trotzdem verzeichnen Hedge-Fonds starke Kapitalzuflüsse. Viele Manager setzen nun auf Rohstoffe, unterbewertete Aktien und Unternehmen in der Krise.

Bohrungen in einer Kupfermine in Australien: Rohstoffe geraten ins Visier der Fondsstrategen. Quelle: IMAGO
Bohrungen in einer Kupfermine in Australien: Rohstoffe geraten ins Visier der Fondsstrategen. Quelle: IMAGO

FRANKFURT. "Immer mehr Anleger haben den Sinn von Hedge-Fonds begriffen", sagt Chris Jones, Chief Investment Officer des britischen Anbieters Key Asset Management. Das Investment-Universum der Hedge-Fonds umfasst mit mehr als 30 Strategien beinahe alle Anlageklassen. Anhaltend groß ist derzeit das Interesse an Rohstoffen.

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Dass David Swensen, der populäre Invest-Chef der Yale Universität, den Rohstoff-Anteil der Uni-Pensionskasse jüngst aufgestockt hat, veranlasste zahlreiche Finanzhäuser, Rohstoff-Hedge-Fonds aufzulegen. "Diese Investoren haben zuletzt mehr Geld in Energie und Metalle investiert", heißt es bei der Bank of America Merrill

Michael Hennessy, Manager des fast 10 Mrd. Dollar verwaltenden Anbieters Morgan Creek Capital Management, geht davon aus, dass Hedge-Fonds künftig nicht nur über Rohstoff-Indexfonds, sondern auch direkt in diese Anlageklasse investieren.

Nach den in der Krise gemachten negativen Erfahrungen mit illiquiden Anlageklassen fokussieren sich die meisten Fonds nun auf liquide Anlagen wie Devisen, Kredite und Aktien. "Dies ist eine gute Zeit für die Strategie Long/Short-Equity", sagt Chris Jones. Dabei kaufen Fonds Aktien, die als unterbewertet gelten, und nehmen gleichzeitig Leerverkäufe in Aktien vor, die überbewertet sind.

Jones bricht eine Lanze für die oft kritisierten Leerverkäufe. "Das ist wichtig für die reibungslose Funktion der Kapitalmärkte", sagt er. Inzwischen hätten das auch die Aufsichtsbehörden erkannt. Bei Leerverkäufen werden Aktien in der Hoffnung verkauft, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen. Themen wie Derivate, Hedge-Fonds und Leerverkäufe seien während der Krise zu emotional diskutiert worden, meint auch Jean Guill, Chef der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF.

  • 05.04.2010, 01:08 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    > bei Leerverkäufen werden Aktien in der Hoffnung
    > verkauft, sie später zu einem niedrigeren Kurs
    > zurückzukaufen.

    Dummerweise haben die gierigen Spekulaten dabei das Geld um die Aktien zurückzukaufen nicht. Der bankster behauptet nur er hätte die Akie zu einem fern liegenden Tag, weil er glaubt, sie dann billig genug kaufen zu können, von dem Geld, welches er versprochen hat, für den er die Aktie liefern würde.

    Es geht um ungedeckte Leerverkäufe, nicht um Leerverkäufe ansich, die verboten gehören.

    Gäbe es keine Leerverkäufe, wäre also an fallenden Kursen nichts zu verdienen, würde eine börse ja nur steigen, weil jeglicher Anreiz fehlt, eine Aktie billiger zu verkaufen.

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