Schiffsfonds
Hunderte Schiffsfondsgesellschaften sind überschuldet. Erneute Einbrüche der Schiffsmieten (Charterraten) lassen viele Sanierungskonzepte platzen. Banken versuchen sich von notleidenden Schiffskrediten zu befreien. Fast 40 Schiffsgesellschaften mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro fuhren bereits in die Pleite. Sie hatten Anlegergeld in Höhe von knapp 200 Millionen Euro an Bord
2010 hatte hat die Branche im Jahresverlauf einiges an Eigenkapital bei Anlegern einwerben können, allein im zweiten Quartal waren es nach Daten des Branchenverbandes VGF 127 Mio. Euro. Jedoch entfallen 60 Prozent davon auf Kapitalerhöhungen, mit denen in Schieflage geratene Fonds gestützt werden müssen. Und der Verkauf von neuen Schiffen ist nach wie vor nur schwer möglich, wie aktuelle Beispiele zeigen. Für Anleger in Schiffsfonds sind das trübe Nachrichten. Denn ihre Beteiligung rentiert sich nur, wenn die Schiffe, die mit ihren Geldern finanziert wurden, über Mieten oder Verkäufe Erträge einbringen. Das gilt vor allem für neuere Fonds, nachdem das Bundesverfassungsgericht den anfänglichen steuerlichen Verlustzuweisungen, die Schiffsfonds für viele Anleger erst interessant machten, einen Riegel vorgeschoben hat.