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Geschlossene Fonds: Wo die Deutschen ihr Geld riskieren

Jährlich investieren deutsche Anleger Milliarden in Beteiligungsmodelle, die oft mit hohen Risiken verbunden sind. Doch längst nicht jeder Fonds hält, was er verspricht. Auch Betrüger tummeln sich am grauen Kapitalmarkt.

von Ralf DrescherBild 9 von 14

Dubai-Fonds

Im "Übermorgenland" Dubai galt jahrelang die Devise "Höher - schneller - weiter". Mit der Maximierung von Superlativen wollte Dubais Staatsführung das Golf-Emirat fit machen für die Zeit, wenn das Öl versiegt. Die abenteuerlichsten Auswüchse erlebte dabei der Immobilienmarkt, der mit traumhaften Wachstumsraten Spekulanten anlockte - darunter auch deutsche Anleger. Rund ein Dutzend deutscher Fonds-Initiatoren wollte sich den Boom zunutze machen und legte geschlossene Produkte auf. Und das mit Erfolg: Ende 2008 lagen nach Angaben von Feri Eurorating Services 272 Mio. Euro in Dubai-Fonds. Doch die Träume platzten, als Dubai in der Finanzkrise in Finanznot geriet. Zudem machten auch die Fonds selbst negativ von sich reden: Der Begründer des "Dubai 1000 Hotelfonds" verschwand, nachdem er rund 25 Mio. Euro eingesammelt hatte, und wird per Haftbefehl gesucht. Und auch viele Anleger des Initiators Alternative Capital Invest (ACI), der mehr als ein halbes Dutzend Fonds aufgelegt hat, und mit Promis wie Michael Schumacher oder Boris Becker warb, werden von ihrem Geld wohl nur einen Bruchteil wiedersehen - es sei denn, Gerichte kommen ihnen zur Hilfe.