
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise wandte sich Angela Merkel beschwörend an die Regierungschefs der 20 größten Industriestaaten. „Jedes Finanzmarktprodukt, jeder Finanzplatz und jede Finanzinstitution muss Regeln unterworfen werden, und zwar weltweit“, so die Bundeskanzlerin im September 2009 unmittelbar vor dem G20-Gipfel in Pittsburgh. Nie wieder sollten Finanzspekulanten die Weltwirtschaft in den Abgrund stürzen dürfen.
Gut zwei Jahre und vier G20-Gipfel später ist die Welt von einer effektiven Regulierung der sogenannten Schattenbanken weit entfernt: Hedge-Fonds und ausgelagerte Zweckgesellschaften von Banken verfügen nach Schätzung des Baseler Financial Stability Boards über mehr Finanzkraft als je zuvor. Rund 60 Billionen Dollar sind außerhalb des regulären Banksystems angelegt.
Entgegen der ursprünglichen Zielsetzung hat die Politik die Aktivitäten der Hedge-Fonds nicht zügeln können. Die Fonds, die mit riskanten Wetten möglichst hohe Renditen erzielen wollen, werden in diesem Jahr so viel Geld einsetzen können wie noch nie.
Mit einem Verdienst von 210 Millionen Dollar landet Bruce Kovner auf Platz 10 der best bezahlten Hedgefonds-Manager. Mit 67 Jahren beendete Kovner, der bis dahin bei Caxton Associates arbeitete, seine Karriere.
Seine Arbeit als Hedgefonds-Manager bei Centaurus Advisors brachte John Arnold 360 Millionen Dollar ein.
Alan Howard verdiente bei Brevan Howard Asset Management 400 Millionen Dollar. Den 7. Platz teilt er sich mit einem Kollegen.
Ebenfalls 400 Millionen Dollar verdiente Kenneth Griffin. Der Hedgefonds-Manager, der für Citadel arbeitet, brachte den Kensington und Wellington Fonds wieder Werte wie vor der Rezession ein.
Der 36-jährige Charles Coleman konnte 2011 neues Vermögen horten. Der Hedegfonds-Manager arbeitet für Tiger Global Management und investierte unter anderem in Facebook, Linkedin und Zynga. Damit verdiente er 500 Millionen Dollar.
Mit einem Verdienst von 580 Millionen Dollar landet David Shaw (D.E. Shaw & Co.) auf Platz 5 der Forbes-Liste.
Mit 600 Millionen Dollar schafft es Steve Cohen auf Platz 4 der am besten verdienenden Hedgefonds-Manager. Er arbeitet bei SAC Capital Advisors.
Carl Icahn (Icahn Capital Management) ist schon über 30 Jahre im Geschäft. Trotzdem war das Jahr 2011 für ihn besonders lukrativ. Er verdiente 2 Milliarden Dollar.
Auch wenn der „Quant King“ bereits 2010 aus seinem 20 Milliarden Dollar schwerem Hedgefond Unternehmen ausstieg, profitierte er immer noch von den Gewinnen der Renaissance Technologies. Er verdiente 2,1 Milliarden Dollar.
Großer Gewinner war 2011 Raymond Dalio. Der Chef der weltgrößten Hedgefonds-Firma Bridgewater Associates erwirtschaftete für seine Kunden umgerechnet 10,4 Milliarden Euro. Er selbst bekam dafür 3 Milliarden Dollar ausgezahlt.
Quelle: Forbes Magazine
Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die Mittelzuflüsse 2012 um 13 Prozent auf dann 2,3 Billionen Dollar steigen werden. Das bisherige Hoch aus dem Jahr 2007 lag bei 2,2 Billionen Dollar. Auch die Credit Suisse veröffentlichte gestern eine Erhebung unter mehr als 600 institutionellen Investoren. Demnach erwarten die Anleger 2012 ein weltweites Hedge-Fonds-Volumen von 2,13 Billionen Dollar.
Hedge-Fonds-Manager wie der legendäre Investor George Soros spekulieren mit speziellen Finanzinstrumenten auf steigende oder fallende Kurse von Aktien, Anleihen, Devisen oder auch Rohstoffe. Da sie wie auch andere Akteure der Schattenbankenwelt nicht selten mit Kredithebeln arbeiten, kann ein Scheitern ihrer Wetten zu Ansteckungseffekten führen, die „am Ende das ganze Finanzsystem gefährden“, warnt Otmar Issing, früher EZB-Chefvolkswirt und heute Leiter der Kommission zur Finanzregulierung, in einem Handelsblatt-Gastbeitrag.
Issing fordert „eine systemische Risikoabgabe, vergleichbar der deutschen Bankenabgabe“, für alle Schattenbanken. Außerdem plädiert er dafür, bei der EZB eine Institution anzusiedeln, die sich der „Überwachung des systemischen Risikos“ widmet.
KALABRISCHE VERHÄLTNISSE.
Danke, danke für Ihren Kommentar.
Aber bei der Menge an Dreck in allen
Elementen der EUROPÄISCHER POLITIK kann man
nicht mehr alles in einen Kommentar packen.
DA BRAUCHT MAN ECHT HILFE!
Einfach mal über Offshore-Gebiete nachdenken. In der Schweiz hatte der deutsche Geldadel 2011 zwischen 130 und 280 Mrd. Euro Schwarzgeld gebunkert.
google: offshore company - 8 Mill. Ergebnisse
Da findet man dann auch zertifizierte Hilfe in Deutschland, sollte man paar Mrd. Euro übrig haben.
Wußten Sie eigentlich, daß Luxemburg ein Offshore-Hafen ist? Und Jean-Claude Juncker Chef der Euro-Gruppe?
Oder daß Nicolas Sarkozy von Amts wegen "Kofürst" des Offshore-Hafens Andorra ist? Dabei liegt Andorra mitten in der EU, ist jedoch kein Mitglied.
In den Offshore-Gebieten sollten viele Billionen Eiro und Dollar Schwarzgeld gebunkert sein.
Und 90 Prozent aller Hedgefonds sind auf den Caiman-Inseln ansässig.
Zählt man 1 und 1 zusammen, dann spekulieren viele Hedge Fonds gegen Europa mit hinterzogenen Schwarzgeld aus Deutschland, während hier Rettungschirme abgezwackt werden.
Was hat man eigentlich anderes erwartet, wenn diesen
Money-Junkies auch noch die Unterstützung durch Rettungs-
schirme und direkt durch die EZB gewährt wird?
Geschäfte und Spekulationen ohne Risiko, davon kann man
in der freien Wirtschaft nur träumen!!!





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